Sonstiges

Spam durch die Hintertür

es gibt Spam und es gibt Spam… eine Spamart ist klar und eindeutig: Frontal ran an den Speck. Die andere Methode ist subtiler und weniger gut zu erkennen.

Aktuelles Beispiel:
Kommentar 1 und Kommentar 2 (Link zur Landeseite in google.de umgewandelt von mir)

dienstliche Erkennungsmerkmale:
– oft alte Beiträge, die kommentiert werden
– relativ gutes Artikel-Ranking in Google zu den Keywords
– thematischer Bezug im Artikel zu dem, was der Kommentiere selbst bewirbt
– hinterlassene URL ist eine typische Landeseite
– meistens ein ein-zweizeiler ohne großen Gehalt
– der Kommentierende hinterlässt keinen Klarnamen, sondern ein Keyword (Chiptuning in dem Fall)

Das Perverse: man kann demjenigen nicht so recht beikommen, da der Spamgeruch zwar da ist, doch nachweisen kannste das nicht

Ausweg:
– URL manuell glattziehen (ich nutze meistens Google.de) und abwarten, ob der darauf reagiert
– oder gleich die URL auf die Blacklist setzen (als Spam deklarieren und Akismet zum Verfüttern geben)
– Kontaktaufnahme halte ich für reine Zeitverschwendung


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Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

20 Kommentare

  • Hmm, was versucht der Kommentar denn da abzubekommen? Das Ranking des Artikels, weil er somit als zusätzlicher „Link“ gewertet wird, den Du gesetzt hast (zumindest in den Augen der Suchmaschinen)? Sollte das so sein, dann würde ich da nicht groß fackeln, sondern gleich löschen.

    Verstehe Dich aber, wenn Du von „schwer beikommen“ berichtest, denn die Kommentare flutschen ja meistens durch, oder? Da hilft dann nur Kartoffelchiptuning als „badword“ o.ä. 😉

  • Ist der Kommentar ziemlich eindeutig Spam, dann lösche ich diese rigoros. Es gibt aber auf Kommentare, die zumindest einigermassen auf den Artikel Bezug nehmen, aber denen doch ein gewisser Spamgeruch anhaftet. Für solche „Fälle“ setze ich das Plugin Nofollow Case by Case ein, dass die Links des Kommentars mit einem nofollow verziert. Insofern hat nofollow doch noch was gutes 😉

  • Auch wenn mein Blog nicht so populär ist wie Deins: ich stelle die gleiche Tendenz fest.

    Mittlerweile ist mir meine Zeit einfach zu schade, um gross zu recherchieren, ob das ein echter und bloss ein ungeschickt formulierter Kommentar ist, oder ob andere Absichten dahinter stehen.

    Beim Löschen und Auf-die-Blacklist-Setzen bin ich schon viel mutiger als auch schon.

    Beim „Glattziehen der URL“ (herrlich, dieser Ausdruck), setze ich meist den Link auf das Ende des Internet 🙂

  • Hatte ich auch eine Zeitlang, solche Kommentare. War immer ein anderer, weiblicher Name, gleiche E-Mail Adresse und auch immer 2-3 inhaltslose Sätze und Link auf eine deutsche Dienstleistungsfirma im Großbereich Flughafen.

    Habe darauf hin die Geschäftsleitung angeschrieben, was das soll und dass ich, sollte noch ein Eintrag kommen, diese Werbung in Rechnung stellen werde. Es kam dann ein Anruf des Geschäftsführers, der mir erklärte, sie hätten eine Firma in England sitzen, die beauftragt sind, Links in Foren und Blogs zu setzen – und sie wären wohl etwas über das Ziel hinausgeschossen. Hat sich tausendmal entschuldigt – Werbeplatz wollte er keinen buchen – und seit dem ist Ruhe.

    Die Firmen probieren es auch mit allen Mitteln – bevor sie Bannerplatz buchen setzen sie lieber ein paar Studenten oder Hausfrauen ein paar Tage an den Rechner, Backlinks setzen.

  • Ich glaube, mit „Glattziehen“ meint Robert, dass er den Kommentar editiert und den URL ersetzt. Das verhindert, dass der Spammer irgendetwas von dem Link hat.

    Mein letzter Manuellspammer hat nach dem Glattziehen (+ Anmerkung von mir, dass ich für Werbung Geld sehen möchte) sogar noch reagiert und darum gebeten, den Kommentar dann ganz zu löschen, damit er nicht so doof dasteht. Hab ich alter Gutmensch dann gemacht.

  • Ja, mit glattziehen meint Robert URl=googel.de oder ganz raus.
    Wobei die Grenze da imo teilweise fliessend ist.
    Wenn die kommentare gut sind und auch zum thema passen – dann ist es kein Spam, sondern nur gut getarntes linkbuilding?Heisst, ein guter Kommentar von mir wird zu einem schlechten wenn ich anstatt des Namen ein Keyword setze…?
    Und was ist wenn ich mein Kind GoldenPalace nenne und es in 15 Jahren anfängt rumzukommentieren- ist das dann Spam? 😉

  • Hmm, echt schwierig. Für mich eindeutig Spam-Kommentare, aber wirklich gut getarnte.

    Hui! Sag Bescheid, wenn der erste werbliche Eintrag wirklich mal 2.5 Mio bezahlt, ja? 🙂

  • Für mich gibt’s da nur eins: URL raus und für den Content bedanken 😉

    @Rob: Selbst bei blogs in deiner größe ist es doch noch möglich die mailbenachrichtigungen zu scannen und die „schlecht duftenden“ einfach rauszulöschen oder? Ich ersetzte da gar nicht erst lang die URL sonst hau sie einfach raus – meistens wird dann noch der Name durch SPAM ersetzt und gut is.

    Interessanter weise entpuppt sich hinter den Spammern oftmals mit ein bissl Recherche (wenn ich Zeit und Lust hab‘) ein vermeindlicher SEO, der auf Homepage und (ggf.) im Blog saubere SEO-Techniken propagiert.

    Vielleicht schreib ich irgendwann mal die große Bloßstellungs-Story, wenn mir danach ist 😉

    btw: Dieses nofollow/casebycase-plugin ist in meinen augen unfug, denn ich will dem spammer ja nicht nur den google-juice versauen, sondern auch keine echten Besucher schicken – da hilft nur den Link komplett auszubauen.

  • Weg damit und arschlecken. Mach ich auch so.

    Ist schließlich mein Blog und die Kommentarfunktion ist ein unverbindliches Angebot zur Diskussion.

    Wenn bei mir zu Hause jemand zu Besuch ist und der erstmal ungefragt Werbeplakate in meiner Küche aufhängt, schmeiße ich den ja auch raus.

  • Derartige Kommentare finde ich immer sehr nützlich, um Akismet damit zu füttern. 😉

    Im Ernst: Ich deklariere sowas ratz-fatz als Spam und bislang hat sich auch erst ein einziges Mal jemand darüber beklagt. Allerdings nur ganz kurz. Aber ich bin da wirklich inzwischen radikal:

    Sobald irgendetwas für mich auch nur ansatzweise nach Spam riecht, dann landet es auf dem Müll. Ich bins halt leid…

  • Lustigerweise hab ich mich zuerst angesprochen gefühlt *lol*
    Weil meine Kommentare auch eher schmal ausfallen… 🙂 aber ich setze keine Keywords… das hat meine Zweifel dann zerschlagen *gg*

    Mich würd das jetzt mal interessieren, wer da so schreibt… aber leider kann man ja nicht hinter die Kulissen gucken… In meinem Gästebuch hab ich z.b. auch zwei so Einträge, denen irgendwie dieser Spam-Geruch anhaftet… kanns aber nicht beweisen

  • […] Hmm ok. Wenn ich da zum Beispiel Robert sehe, wo regelmässig Kommentare auftauchen, wo man die Mütter der Kommentierenden eigentlich auf bzw. wegen psychischer Grausamkeit verklagen müsste ( wer nennt sein Kind Chiptunig, Versteigerung oder so…) – der gute müsste ja nur Rechnungen schreiben. Naja, so ein kleines Kommentar ist ja ned so schlimm. Löschen und gut ist. Oder noch besser : den Link auf den Konkurrenten setzen   […]

  • Na hoffentlich gelte ich nicht als Spammer, weil der Artikel schon älte ist, aber er hat kein PR, also wirds nicht so schlimm sein 😉

    Man müsste mal zusammentragen, wie die Leute so heißen und was die für nen Müll kommentieren. Da wird bestimmt was lustiges draus. Problem bei den Kommentaren ist wohl die Häufigkeit dieser. Bei Seiten mit vielen Besuchern, wird auch der Mod-Aufwand höher sein. Da nehm ich dann doch lieber Plugins und lebe damit auch mal ein zwei Kommentare nicht zu entdecken.

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