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SchülerVZ: Kocks hatte Recht

als er in der ZDF-Sendung meinte, dass man als PRler/Werber iwS eigentlich einer goldenen Zukunft entgegengeht, da die Nachfrage nach Stories in den Medien das Angebot übersteigt. So mag es nicht verwundern, dass sich RTL als kostenloser Werbeträger für SchülerVZ hergibt:))


videolink via STVC Community Blog

Als Vater muss ich zwar sagen, dass ich Werbung an Schulen zum Kotzen finde (ganz knapp über der untersten Stufe der Drogendealer), doch rein werbetechnisch gesehen, haben die Jungs aus dem StudiVZ/Samwer-Stall einen klasse Coup gelandet, indem sie selbst RTL zum nützlichen Idioten degradieren. Was den Gülle-Geruch auch nicht erträglicher macht. Manch ein Schlaumeier wird nun behaupten, dass sich Blogger, indem sie darüber berichten, auch zum Werbeträger machen, das würde aber heißen, dass alle Menschen nur Volldeppen sind, die statt Inhalten nur Bildsprache beherrschen.

Die Frage per Mail war, was mich an SchülerVZ stört? Ganz einfach, es sind zwei Dinge. Das Erstere hört man im Video raus, ebenso wie man sie in der Pressemitteilung lesen kann:

schülerVZ möchte durch diese Aktion den Schülern als Sprachrohr für Bildungsanliegen dienen und sich für seine Mitglieder einsetzen. Unternehmens-Mitgründer Michael Brehm dazu: „Natürlich ist uns Aufmerksamkeit wichtig. Aber wir wollen durch Aktionen wie diese Kommunikation fördern und auf Themen hinweisen, die Schülern wirklich am Herzen liegen.“ Deshalb werden alle Schüler dazu aufgerufen, die Post-Its mit Wünschen und Anregungen zu beschriften und zurückzusenden. Hierbei sollen vor allem bildungspolitische Themen und Verbesserungsvorschläge zum Schulsystem im Vordergrund stehen; diese werden von schülerVZ gesammelt an die jeweiligen politischen Institutionen weitergereicht

Ich mag Bullenscheiße nicht, wenn ich sie höre. Michael, es ist peinlich, dass Du Dich als junger Mensch so verbiegen musst, um die Interessen Deines Unternehmens dermaßen zu verschwurbeln. Ich hab Dich als ruhigen und bedachten Jungmann kennengelernt. Warum ziehst Du so eine Show ab? Usermarketing geht auch ohne Bullshit.

Das Zweitere: ich vertraue keinem Startup, das bereits in der Vergangenheit gezeigt hat, wie wichtig ihm seine User sind. Wenn ich daran denke, dass die sich nun an junge Schüler heranmachen, fühle ich mich nicht gerade wohler, im Gegenteil. Sollte ich sehen, dass ihr die Daten von Kindern aufgrund von Sicherheitslücken nach außen gebt oder aber sich Pädophile einen an den Bildern von Kindern abrubbeln, werde ich Euch zusammen mit anderen Eltern die Hölle so heiß machen, dass Ihr Don Alphonsos bluttriefende Peitschen freiwillig küssen wollt. Ich vertraue Euch nicht, wenn ich sehe, was Ihr für einen Schrott jetzt schon abzieht.


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Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

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