Sonstiges

Marions Kochbuch mahnt Blogger wegen 80×80 Pixel ab

es wird immer abstruser, diesmal hat es Karsten von Koch-Werkstatt erwischt.

Und tatsächlich, in einem meiner ersten Rezepte, das ich hier in den Blog eingestellt habe, habe ich ein 80×80 Pixel großes Bild von Raviolis verwendet, um ein wirklich leckeres Rezept ein wenig für meine Besucher zu bebildern.

Gefunden hatte ich das Bild damals vor 15 Monaten in der Google Bildersuche, wie es ähnlich aktuell in dem Beitrag von Silkester beschrieben wird.

Ich selber habe übrigens damals nur einen Screenshot von der Google Bildersuche gemacht und das Bild entsprechend bearbeitet. Das Bild selber habe ich nicht bei Marions Kochbuch runtergeladen.

via Pottblog

Ich kann nur die Warnung vor den Machern der Site Marions Kochbuch wiedeholen.

Jobs in der IT-Branche


Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

60 Kommentare

  • Danke für’s Aufgreifen!

    Meines Erachtens nach sollte man wirklich mal überlegen, ob man nicht Google dazu bringen sollte, die Bilder vom Kochbuch bei der Bildersuche auszublenden. Meiner Meinung nach könnte das auch für Marions Kochbuch sinnvoll sein, schließlich wollen die ja nicht, das deren Bilder gestohlen werden. Das würde dadurch minimiert.

  • 1. Wenn jemand klaut, dann gehört er dafür bestraft.

    2. Wenn jemand nicht beklaut werden will, dann muss man Vorsorgemaßnahmen treffen.

  • >1. Wenn jemand klaut, dann gehört er dafür bestraft.

    Plumper und primitver könnte man es nicht ausdrücken

    >2. Wenn jemand nicht beklaut werden will, dann muss man Vorsorgemaßnahmen treffen.

    z.B. indem man den Bilderordner für Suchmaschinen sperrt?
    Ein Blick in die robots.txt von Marions Kochbuch zeigt
    User-agent: *
    Disallow: /bilder/

    Scheiße nur, wenn alle Bilder in anderen Ordnern liegen. Absicht?

  • @Hingsen:
    Aber schon mal was von Verhältnismäßigkeit gehört? Abgesehen davon, das man sowas ja auch durch eine eMail regeln könnte.

  • >2. Wenn jemand nicht beklaut werden will,
    > dann muss man Vorsorgemaßnahmen treffen.

    Und welche? Es gibt keine wirksamen technischen Massnahmen um einen „Bilderklau“ im Netz zu verhindern. Egal was man macht, allerspätestens ein Screenshot funktioniert immer. Somit bleibt dem rechtmässigen Bildeigentümer in letzter Instanz nur der rechtliche Weg.

    Ansonsten stimme ich was die Verhältnismässigkeit angeht Jens zu. So wie „Marions Kochbuch“ muss man an solche Sachen nicht herangehen, auch wenn man prinzipiell im Recht ist.

  • Abmahnwelle dank Bockwurst…

    Zurzeit läuft, wohl zum wiederholten Male, eine Abmahnwelle eines Kochblogs. Andere Seiten hatten ein Bockwurstbild der Seite verwendet. Da war natürlich Copyright drauf. Und wenn man sonst keine Probleme hat, verklagt man einfach mal eine Vi…

  • Warum nur denken alle, dass Googles Bildersuche zur freien Verfügung steht? Mensch Leute, stellt Euch doch nicht blöder hin als Ihr seid!

    Hingsen hat es schon richtig geschrieben: Wer klaut, gehört bestraft. Das wäre genauso, wenn ich mir einen Screenshot einer Spiegel-Seite mache, wo ein Promi abgebildet ist, mir den Promi ausschneide und nachher sage: Das Bild habe ich mir aber nicht von der Bildagentur geklaut, sondern vom Spiegel.

    Leute, was kann Google dafür? Blos, weil deren Bilder darin auftauchen heisst doch noch lange nicht, dass sie zur freien Verfügung stehen, oder? Vor ein paar Tagen wurde sich hier auf den Seiten darüber aufgeregt, dass ein Sport-Portal sich den RSS-Feed einverleibt und als eigenen Content wieder ausgibt. „Was eine Sauerei…..“…“Alles Schweine…“ – eine große Welle der Empörung. Und jetzt? Ist das alles nicht so schlimm, denn es trifft ja einen armen Blogger oder was? Mann, seid Ihr Scheinheilig!

  • @Hans Peter:
    Hier ist niemand scheinheilig. Wenn Du die Beiträge gelesen hättest, wüßtest Du, daß z.B. bei der RSS-Angelegenheit der Urheber eine Mail verschickt hat (und nicht sofort per Einschreiben eine anwaltliche Abmahnung). Selbst nachdem der Content-Dieb meiner Meinung nach patzig wurde, wurde noch kein Rechtsanwalt eingeschaltet. So wurde das ganze durch ein paar gewechselte Mails geklärt – Kostenaufwand: nahezu 0,- Euro.

    Kostenaufwand bei Marions Kochbuch: mal eben einen höheren dreistelligen Betrag

    Und jetzt schlag mal das Wort „Verhältnismäßigkeit“ im Wörterbuch nach, danke!

  • Ich kann mir auch vorstellen, dass hinter solchen Aktionen mehr steckt. Wer so etwas macht, will gar keine vernünftige Lösung (z.B. via E-Mail oder Telefon jemanden auf so etwas aufmerksam machen und darum bitte zu reagieren). Hier will jemand so schnell wie möglich Geld.

  • Reine Abzocke. Hier wird systematisch Geld gemacht… in einem anderen Fall werden für ein Bockwurst-Bild von Marions Kochbuch 700 Euro fällig. Das kann schon mal richtig weh tun.

  • „Plumper und primitver könnte man es nicht ausdrücken.“

    Aber selbst das verstehen nicht alle.

    „z.B. indem man den Bilderordner für Suchmaschinen sperrt?“

    Wäre eine Möglichkeit. Wenn ich im Urlaub bin, sichere ich jedenfalls mein Haus, um es Dieben so schwer wie möglich zu machen, ins Haus einzubrechen. Alles andere ist fahrlässig.

    „Aber schon mal was von Verhältnismäßigkeit gehört? Abgesehen davon, das man sowas ja auch durch eine eMail regeln könnte.“

    Wenn es um ein Bild ginge, dann könnte ich es nachvollziehen, aber es geht hier um hunderte. Und anfangs war das Vorgehen dieses Kochbuch-Familie auch noch ein anderes. Ich hätte aber auch keine Lust, den halben Tag E-Mails zu verschicken, nur um Diebe darauf hinzuweisen, dass sie Diebe sind.

    „Reine Abzocke. Hier wird systematisch Geld gemacht.“

    Die Kochbuchfamilie erhält weder die Kostennote noch ist sie für die Gesetzgebung der Juristen-Kaste verantwortlich, die solche hohen Kostennoten erst ermöglicht.

  • Mittlerweile sollte es sich doch wirklich überall herumgesprochen haben, das man sich nicht einfach ohne Erlaubnis ein fremdes Bild auf das eigene Blog laden darf.

    In vielen Blogs werden die Abmahnungen aufgegriffen und somit auch bekannter gemacht.

    Ich habe mir vor Jahren eine Foto-Sammlung auf CD gekauft, heute bekommt man solche CDs/Dvds recht preiswert bei Amazon, Pearl und co.!

    Klar ist es viel bequemer und geht auch schneller,wenn man mal eben ein Bild braucht und es sich mal eben mit Hilfe von Google besorgt.

    Aber auch in einem realen Geschäft darf ich nicht mal eben was mitnehmen oder ausleihen ohne Erlaubnis, das sollte man immer im Kopf haben.

    Auf der anderen Seite, versuchen scheinbar heute viele -mit was auch immer- Geld zu verdienen, klar ich finde diese Forderungen für so ein Bild übertrieben und ich kann mir kaum vorstellen, das ein kleiner Blogger einen großen Schaden anrichtet, wenn er sich mal ein Bild unerlaubt ausleiht, aber zumindest ein Hinweis zur Bildquelle sollte doch dabei sein.

    Hoffentlich wird jeder Blogger diesen Abmahnwahn im Kopf haben und sich daran erinnern, wenn er mal wieder auf Bildersuche geht…

  • Marions Kochbuch ist eine qualitativ sehr hochwertige Seite. Eine wirklich gute Rezepte Sammlung mit guten Bildern. Ich würde mich freuen wenn meine Seite irgendwann mal nur annähernd so gut wird. Es ist aber schwieriger als man denkt gute Essensfotos zu veröffentlichen und vorallem in der Menge.

    Die Bilder von der Google Bildersuche auszusperren ist doch Schwachsinn. Sie liefern dem Suchenden doch genau das was er sehen möchte.

    Dass diese Bilder nicht so einfach weiterverwendet werden dürfen, sollte eigentlich jedem klar sein.

    Dennoch finde ich die Art und Weise und vorallem die Höhe der Abmahnungen nicht in Ordnung.

  • Mal eine Frage, wo haben die Betreiber von Marions Kochbuch denn die Rezepte alle her?

    Alle selber ausprobiert (okay Nachgekocht und geknippst schon) und auch die Mengenangaben und so selber ausgetüftelt….

    Mein Tipp: Wenn jemand Rezepte sucht: http://www.chefkoch.de

  • …Die Abmahnerei ist wirklich ungeahnt und dient nur in den seltensten Fällen einem „guten“ Zweck und nicht der schlichten Geldschneiderei…

    Am sinnvollsten wäre hier sicherlich eine Gegenabmahnung wg. fehlerhaftem und unvollständigem Impressum, damit er weiss wie es sich anfühlt.

    Keine seiner angegebenen Seiten hat ein rechtskonformes Impressum mit allen Angaben 🙂

    http://knieper-webdesign.de/impressum.html

    marions-kochbuch.de etc. etc.

    viele Grüße,

    danman

  • Danman – sorry, aber die Angaben die da stehen reichen aus. Das wird nix mit einer Abmahnung.

    Höchstens wegen Datenschutz… aber auch das wäre schwierig, weil das Koch“buch“ ja keine Nutzerinteraktion zulässt.

  • …Pflicht ist bei kommerziellen Seiten wie z.B. Knieper Webdesign die Angabe der Steuernummer und ggf. des Registergerichtes…

    lg. danman

  • Solange Google die Seiten und Bilder dieses „Kochbuchs“ noch in den Ergebnissen der Suche zeigt, bleibt nur Selbstzensur 🙂

    Für alle Firefox-Nutzer, ein praktisches Add-On: CustomizeGoogle
    https://addons.mozilla.org/de/firefox/addon/743

    Einfach nur den Filter auf http:/*marions-kochbuch.de* setzen und die Links sind grau und inaktiv, damit ist die Gefahr von unabsichtlicher Nutzung schon mal geringer und man schenkt ihnen keinen Traffic.

    Funktioniert leider nur bei der normalen Suche, (noch) nicht bei der Bilder-Suche. 🙁

    Vielleicht hat ja noch jemand eine Idee.

  • Wer Gegenabmahnungen als Mittel gegen Abmahnungen für gerechtfertigt hält, der sollte sich mal darüber informieren, dass „Auge um Auge, Zahn um Zahn“ in letzter Zeit nochmal leicht überarbeitet wurde…

  • @Spieler:

    …..damit ist die Gefahr von unabsichtlicher Nutzung schon mal geringer und man schenkt ihnen keinen Traffic…

    Was soll das denn? „..unabsichtlicher Nutzung..“ – meinst Du, die Bilder kommen von alleine in Dein Blog, weil Du die Google Bildersuche nutzt? Kopfschüttel…

    Hier ist definitiv Google nicht schuld, sondern der, der die Bilder in seine Seiten einbindet. Ob die Abmahnung in der Höhe nun gerechtfertigt ist, keine Ahnung. Aber sich jetzt noch als Abmahnungsopfer hinzustellen finde ich schon heftig. Das wäre ja genauso, wenn ich im Kino einen Film aufnehme, ihn bei Sevenload einstelle und dann sage, den habe ich nicht kopiert, sondern als „Screenshot“ selbst aufgenommen!

    Leute, wacht mal auf – Ihr seid für Euer Handeln verantwortlich – und nicht Google, Marions Kochbuch oder wer auch immer. Denn würde keiner die Bilder „nutzen“, gäbe es auch keine Abmahnungen, oder?

  • @Andreas:
    Die unverschämte Höhe der Abmahnungen ist DER Diskussionspunkt. Dass sie gerechtfertigt sind, bestreitet NIEMAND. Die Höhe der Abmahnung für 80×80 Pixel ist gleich dem, mit dem Arbeitslose zweiter Klasse ZWEI MONATE leben müssen. Wenn du nicht weißt, ob das gerechtfertigt ist, ist genau JETZT der Punkt gekommen, an dem du darüber nachdenken solltest, statt andere zum Aufwachen aufzufordern.

  • Natürlich ist das unverhältnismäßig hoch. Aber die Frage muß man stellen dürfen: Warum wird eigentlich generell von der oder dem Beklauten erwartet sich – statt abzumahnen – zunächst einmal per mail mit dem Dieb auseinanderzusetzen, wenn der es wiederum im Vorfeld nicht für nötig hielt, per mail um die Erlaubnis zur Nutzung zu bitten?

  • @Joerg:

    Es ist doch egal, ob ich ein 80*80 Pixel großes Bild auf meine Seiten stelle oder eins in einer Auflösung von 800*600 Pixeln. Das wäre ja genauso, wenn ich mit einem Smart bei Rot über die Ampel fahre und nun gerne weniger Strafe bekommen möchte wie der hinter mir, der mit der dicken S-Klasse noch hintergerast kam. Über die rote Ampel sind beide gefahren – fakt. Und Bilder haben beide bei Google „geklaut“ – Carsten wie auch Caschy. Dass es der eine noch bearbeitet bzw. ausschneidet – sein Ding.

    Habt Ihr schon mal geschaut, was ein lizenzfreies Bild bei z.B. Getty Images kostet? Beispiel: zwei Würstchen: 60 Euro in 72 dpi. Und es gibt ja noch jede Menge freier Photostock-Seiten, z.B. Fotolia.de. Dort kostet z.B. ein Wurstbild in 72 dpi mit 1690 x 1124 px Auflösung 0,83 Cent. Alles billiger wie eine Abmahnung. Und Joerg, selbst bei 200 oder 300 Euro Abmahnung hätten sie gemeckert, wetten?

    @Kiki: da stimme ich Dir absolut zu.

  • Die Frage die sich mir stellt:
    Warum kann der Abmahnende eigenverantortlich den Streitwert und die zu zahlende Summe bestimmen. Das eröffnet dem Mißbrauch Tür und Tor.

  • Liebe Leute!

    Ich denke was Apple für die Music macht – lizenzfreie downloads – ist nur noch eine Frage der Zeit für für die visuelle Welt.

    Der Schutz von Kreativleistungen war immer schwer – das digitale Zeitalter hat es ffast unmöglich gemacht. Irgendwie spricht das fast wieder für die gute alte Handarbeit.

  • @Andreas
    ja weil 200-300 im Fall der Bockwurst immer noch übertrieben ist. Es gebügt bei privaten Blogs den Betrag auf 50-150 Euro anzusetzen, einen Anwalt erst einzuschalten wenn die strafbewehrte Unterlassungserklärung nicht unterzeichnet wird.

    Im Fall der Ravioli ist das Bild zwar klein aber eine direkte Konkurrenz gegeben. Dies könnte eine entsprechende Anhebung des Betrages rechtfertigen aber auch hier ist die Einschaltung des Rechtsanwaltes erst erforderlich, wenn Lizenzgebühren ausbleiben und die strafbewehrte Unternlassungserklärung nicht unterzeichnet wird.

    Damit sähe ich die Verhältnismäsigkeit gewahrt. Kein Mensch sagt, dass nicht die Nutzer für die unlizensierte Nutzung zur Kasse gebeten werden dürfen. Der Aufschrei wäre dann längst nicht so hoch. Auch wenn ein paar unverbesserliche sicherlich auch dann noch meckern.

  • a) wie verhaelt es sich mit „fotozitaten“ ? zb screenshot von der google suche oder von besagter rezepte seite ?

    b) macht es einen unterschied (rechtlich) ob ich auf ein bild verlinke oder eine kopie des bildes auf dem eigenen host ablege ?

    c) kann ein Bearbeiten des bildes als „neue kreation“ gesehen werden und somit copyright und abmahnstress umgangen werden ?

  • Jaaaaaaaaaaaa……. Spiegel Online berichtet über „Marions Kochbuch“.,, auch wenn das „klauen“ von Bildern nicht rechtens ist… mal sehen wie es ausgeht… soviel „negative“ Presse ist nicht gut und ich glaube das der „normal Bürger“ eher auf Seiten der „Blogger“ steht und das „Abmahnen“ nicht gut gut findet…. schade an „Marion“ – gute Nacht und GoodBye….

    Alex

  • Abgehen davon, dass sich über die Qualität der betreffenden Bilder streiten ließe, wenn sie Angst vor Bilderklau haben, wieso binden sie dann nicht prophylaktisch einen kleinen sichtbaren Copyright-Hinweis in jedes Bild ein? So einfach wie wirkungsvoll…

  • @Nicky:
    Warum soll ich als Seitenbetreiber immer alle Vorkehrungen treffen, damit nicht geklaut wird? Warum kapieren die Leute einfach nicht, dass es Diebstahl ist?

    @Reinhardt:
    Ja, die armen Blogger, können Sich nun keinen Urlaub mehr leisten. Eine Runde Mitleid…..nach dem Artikel wundert mich das nicht, dass die Leute das so sehen.

    Erst beim Klauen erwischt worden und dann noch in die Öffentlichkeit gehen und sich beschweren bzw. Jammern, dass man ja jetzt nicht mehr in den wohlverdienten Urlaub fahren kann – aber das sind scheinbar unsere aktuellen Zeiten – es ist niemanden mehr etwas peinlich.

  • „a) wie verhaelt es sich mit „€œfotozitaten“€? ? zb screenshot von der google suche oder von besagter rezepte seite ?“

    Verboten!

    „b) macht es einen unterschied (rechtlich) ob ich auf ein bild verlinke oder eine kopie des bildes auf dem eigenen host ablege ?“

    Nein! Beides verboten!

    „c) kann ein Bearbeiten des bildes als „€œneue kreation“€? gesehen werden und somit copyright und abmahnstress umgangen werden ?“

    Nein! Verboten!

    Kapiert das doch endlich: Eigentum ist rechtlich geschützt. Und das aus gutem Grund. Der Eigentümer bestimmt, was mit seinem Eigentum passiert. Autos, Fotos, Mistforken, Computer, Texte, Maschinen, Kinder, Schuhe usw. – was damit passiert, enstcheidet bei uns immer noch der Eigentümer.

  • lieber Hingsen, dein Rechtsverständnis in allen Ehren, aber das letztere war ja wohl Schmarrn. Anyway, es geht bei der Geschichte um Verhältnismäßigkeiten im digitalen Medium, wo man oW – was auch iÜ die Meinung von VG Bild-Kunst ist – denjenigen ob der Urheberrechtsverletzung kurz informiert und um Entfernen des Bildes auffordert, ohne dass man den RA losschickt, was bei Marions Dingsbums zur Routine geworden ist.Ganz abgesehen davon, dass die Bilder nicht mal annähernd das wert sind, was auf den Standardrechnungen angegeben wird, nur das scheint keiner vor Gericht anfechten zu wollen. Weil Risiko zu hoch, dass man noch mehr Kosten am Ende hat. Ob dieses ökön. Risiko von der Klägeseite einkalkuliert wird? Sie wäre dumm, täte sie das nicht.

    Ein weiteres Themengebiet sind digitale Werke per se, die zunehmend zu einer Commodity so wie Musik eben werden. Es wird noch lange dauern, bis Rechteinhaber kapieren, dass der Wert ihrer Werke zunehmend erodiert, aber das regelt der Markt ganz alleine, dazu braucht es keine Kopierer.

  • Mal davon abgesehen, dass das Internet nie um Kommerzialisierung gebeten hat (flame!)und es in seiner Natur liegt, Kopien von allem anzufertigen um Informationen transportieren zu koennen (verklagt die caches und proxies weltweit!) falls

    „Ein urheberrechtlich geschütztes Foto darf .. ohne die vorherige (!) Zustimmung des Fotografen als Urheber weder vervielfältigt, verbreitet oder öffentlich zugänglich gemacht werden,“

    auch bei Darstellung der Photos seitens des Urhebers im Internet gilt, mit bezug auf das Verfielfaeltigen.
    Meine ganz persoenliche Meinung dazu : wer bei „08/15 Ware“ im common sense, wie bei den Bildern von der besagten Seite, eine so offensichtliche „Angst“ vor Kopien und Weiterverwertern hat, sollte sich ueberlegen ob das Internet das richtige Medium ist. Denn ein Unterbinden der eigentlichen Tat (auf Tatebene) ist in diesem Medium technisch nicht moeglich- wohl aber eine Strafverfolgung.

    Gabs nicht auch mal einen §§, der denjenigen zumindest eine Mitschuld einraeumt, die quasi fahrlaessig mit ihrem (geistigen) Eigentum umgehen, indem sie ihr (geistigen) Eigentum quasi oeffentlich fuer jeden zugaenglich „rumliegen lassen“ und somit ihren Schutzanspruch nicht eindeutig aufzeigen ??

    Ganz pragmatisch frag ich mich jetzt, wieso uebrigens niemand Google abmahnt, da die angebotene Bildersuche eindeutig kommerziellen Zwecken dient (Erzeugung von Hits, Seitenbindung) und dort ja auch die umstrittenen Lebenmittelblder der Seite von sie-wissen-schon-wem zu sehen sind. Laesst sich aus dieser Inkonsequenz nicht eindeutig eine Duldung der Verwertung durch Dritte ableiten ??

  • @Hans Peter: Die rechtliche Seite ist mir klar, leider aber einem Großteil der Internetnutzer nicht. Seit wir einen sichtbaren Copyrightvermerk in unseren Bildern unterbringen, hat sich das Problem des Bilderklaus drastisch verringert. Fazit: Ich muß mich weniger ärgern bzw. weniger Emails schreiben und andere User denken zweimal nach bevor sie unsere Bilder verwenden.

  • @ Hans Peter (Kommentar 35): volle Zustimmung. Über die Verhältnismässigkeit der Mittel kann man wahrscheinlich leider nicht diskutieren, solange die Einstellung „€œich kann es mir einfach nehmen, weil es nicht mit Ketten und Schlössern geschützt ist“€? die Norm ist.
    @ Robert: Es wird noch lange dauern, bis Rechteinhaber kapieren, dass der Wert ihrer Werke zunehmend erodiert. Was genau meinst Du damit? Sollten Deiner Ansicht nach die Rechteinhaber alle Hoffnung fahren lassen? Was für ein Bezahl-Modell schwebt Dir vor, wenn Künstler, Schriftsteller, Journalisten, Fotografen, Grafiker etc. nicht länger für die Nutzung ihrer Werke entlohnt werden sollen bzw. können? Bislang habe ich noch keine sinnvolle Alternative zum Nutzungsrecht gesehen.

  • @Hingsen

    „€œa) wie verhaelt es sich mit „€œfotozitaten“€? ? zb screenshot von der google suche oder von besagter rezepte seite ?“€?

    Verboten!

    Ich verweise auf  §51.2 UrhG und auf verschiedene Urteile, bei denen der Presse das Bildzitat als rechtmäßig im politischen Diskurs zugestanden wurde.

    Das Zitatrecht deckt aber nur einen Zitatumfang, der zur Erreichung des Zitatzweckes geboten, also erforderlich ist (vgl. LG München I, Urteil vom 27.07.1994: Bildzitate von 19 Fotos von Helmut Newton in einem Artikel von; Alice Schwarzer in der Zeitschrift „Emma“).

    Fotorecht.de: Zitatrecht bei Scharping-Foto
    Man sollte sich schon informieren, bevor man großspurig behauptet etwas sei verboten.

  • […] Es wird von einigen Teilnehmern am Diskurs um die Marionsche Bockwurst und der Fall der 80 Pixel Ravioli an verschiedenen Stellen behauptet, dass das Bildzitat verboten sei. So schreibt z.B. ein Herr oder eine Frau Hingsen in den Kommentaren zu den 80Pixel-Raviolis im Kommentar 37: „€œa) wie verhaelt es sich mit „€œfotozitaten“€? ? zb screenshot von der google suche oder von besagter rezepte seite ?“€? […]

  • „Ich verweise auf §51.2 UrhG und auf verschiedene Urteile, bei denen der Presse das Bildzitat als rechtmäßig im politischen Diskurs zugestanden wurde.“

    Ich glaube kaum, dass es hier dem User um den politischen Diskurs ging, sondern darum, Lücken zu finden, wie man billig an das Eigentum anderer kommt. Insofern ist eine klare Aussage angebracht. Zusätzlich ging es hier um Bockwurst- und Brötchen-Bilder und nicht um irgendwelche Politiker-Bilder in Offline-Medien!

  • Es geht darum, dass ein Wirtschaftgut wie das geistige Eigentum aufgrund einer neuen Kommunikationsform auf Privatpersonen angewendet wird und dabei die Verhältnismäßigkeit nicht mehr gegeben ist und das ist ein Politikum und hat nichts damit zu tun, dass man sich die Publikation eines urheberrechtlichen Werkes erschleichen möchte, in dem man auf die Mechanismen der google-Suche verweist und dokumentarisch darlegt, wieso es diesen Missstand gibt.
    In gleicher Weise liese sich auch Sozialethik anführen, um eine Legitimation für das Bildzitat zu haben.
    Das ist ein gesellschaftlich relevantes Thema, das in seiner Funktion dem eines Presseberichtes gleich kommt und damit den den Anforderungen genügt um als Bildzitat bzw. großes Kleinzitat zu gelten.
    Es braucht keine Politiker oder Politprominenz um ein politisches Thema zu haben. Ebensogut kann man aber auch Sozialethik oder andere gesellschaftsrelevante Themen anführen, um ein Bildzitat in einem presseähnlichen Kontext vor Gericht als rechtlich zulässig zugesprochen zu bekommen.

  • Viel geschrieben, wenig gesagt.

    Fakt bleibt: jaaber fragte nach Möglichkeiten, wie man selbst Eigentümer eines fremden Gutes werde könnte, ohne selbst möglichst wenig zu tun und ohne rechtliche Konsequenzen befürchten zu müssen. Und dann ist eine konsequente Ablehnung solcher Überlegungen besser als auf die Ausnahmen von Ausnahmeregelungen von provinziellen Richtern zu verweisen. Es ging jaaber nicht um den Diskurs, bei dem Zitate angebracht sein können, sondern um die hinterhältige Aneignung von fremdem Eigentum.

  • Provizielle Richter? Im Fall eines Kalibers Alice Schwarzer gegen Helmut Newton?

    Jaaber eine Hinterhältigkeit zu unterstellen ist voreingenommen, denn in den drei Fällen geht es um sehr aktuelle Beispiele aus verschiedenen Blogs und damit mag es ebensogut der Wunsch nach Klärung sein, der zu den Fragen motivierte.

  • Lösung für Marions Kochbuch…

    Was man über die Kniepers anlässlich ihrer andauernden Abmahnungen zu halten hat, ist doch wohl mehr als eindeutig. Selbst ein 80×80 Pixelbild, wollen sie sich wie einen Picasso vergolden lassen.

    Meine bescheidene Idee um den Bilderklau zu verhin…

  • […] Manche Leute reagieren im Moment sehr ungehalten beim unerlaubtem Bilderklau. Wenn man die Bilder dann noch als eigene Werke ausgibt (nichts anderes bedeutet dieser Vermerk in den Grafiken für mich), nun dann würde ich als Betroffener auch nicht auf eine konfliktvermeidene Methode zurückgreifen sondern direkt den Anwalt einschalten. Das nur als nett gemeinter Hinweis eventuelle Rechte an Bildern zu berücksichtigen. […]

  • Hallo miteinander,

    betreibe selbst ein Koch- und Lifestyleportal unter http://www.besterezeptesuche.de. Grundsätzlich verstehe ich die Vorgehensweise von Marions Kochbuch – mühsam erstellter Content mit Bild muss einfach geschützt werden.

    Was ich nicht verstehe: Wenn ich etwas haben möchte, dann frage ich einfach nach, so habe ich immer wieder gerne gerade Bloggern die Erlaubnis gegeben, ein Bild oder ein Rezept zu zeigen, bzw. dieses zu kommentieren.

    Man sollte halt erst fragen und dann veröffentlichen. Also an alle die das eine oder andere Bild haben möchten: Kontaktiert mich unter office@besterezeptesuche.de – ich habe mehr als 20.000 wunderschöne Foodbilder, die sogar in Kochbüchern erschienen sind in meiner Datenbank. Da wird sich sicher etwas für Euch finden.

    Freue mich auf Eure Nachricht! Beste Grüße Thomas Sixt

  • Bei einer 80px*80px Ravioli ist das doch echt lächerlich. Oh mein Gott, jemand verwendet meines großartiges Ravioli Bild in einem Rezept…. uiuiui….

    Das nimmt ja immer lächerlichere Ausmaße an! Wohin das noch hinführt

  • ich finde es i-wie blöd das die einen mahnen wollen, wenn man bilder mit kopiert, wenn ich z.b eine seite von i-was kopiere und es bei wkw oder FB reinsetze, dann kommt ja das bild automatisch mit, und somit ist es ja nur gute werbung für diejenigen seiten. damit andere auch auf die seite gehen.

Kommentieren