die Videoplattform der nächsten Generation

Robert Basic

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denken wir mal weiter als YouTube und Sevenload und all die anderen zig tausenden Angebote von heute. Wie könnte eine bald kommende Videoplattform aussehen, die alles andere in den Schatten stellt? Die folgenden Elemente sind miteinander gekoppelt, nicht getrennt zu betrachten!

1. Lean Back-Effekt: Bertram beschreibt Fernsehen wie folgt, genau dieses Element muss eine künftige Videoplattform beinhalten
Zuerst gilt es hier die generelle Unterscheidung zwischen dem Lean-Back-Medium Fernsehen und dem Lean-Forward-Medium Internet zu beachten. Das Fernsehen ist geprägt von einer eher passiven reaktiven Konsumption. Dabei gibt das Fernsehen das Programmschema vor und erlaubt dem Zuschauer ein planvolles Sehen anhand fester Gewohnheiten und Abläufe oder ein planloses Zappen und Verweilen. Beide Nutzungsarten sind bequem und geben dem Zuschauer eine sofortige Befriedigung mit der Ausnahme, dass manchmal eben „€œnichts“€? im Fernsehen kommt.
Ein zusätzlich moderiertes Zusammenfassen von Videos in Kanälen kann ich mir sehr gut vorstellen. Warum soll mir darüberhinaus ein LonelyGirl nicht die nächsten Sendungen ansagen? Anchor Men sind imho unabdingbar. Sie geben einem Anbieter ein echtes Gesicht, eine Marke zum Anfassen.

2. Couchpotato-Bedienung:
eine künftige Videoplattform muss zwingend eine viel größere und einfachere Oberfläche optional anbieten, so dass man von der Couch aus via „Remote“-Bedienung (zb Apples nettes Stückchen) die Videos absurfen, abspielen, stoppen, weiterspulen, weiterleiten, etc kann. Alles mit wenigen Knöpfchen und nix mit Maus und Fummelnavigation, wo man einen halben Meter vor dem Monitor rumsitzen muss. Nennen wir es mal Media Center-Obefläche (nein, nix Microsoft). Hier denke ich in der Tat an eine Oberfläche wie Flash/Silverlight sie bietet. Joost ist da gar nicht mal so blöd gedacht, auf eine klassische Web-Oberfläche zu verzichten. Und auch wegweisend für die Weiterentwicklung der YouTubes.

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3. High Defintion Streams
Mir geht es wohl so wie vielen anderen: die verpixelten Videos gehen einem mit der Zeit fürchterlich auf den Sack. Dank der Bandbreite ist es heute eigentlich kein Thema mehr, hochauflösende Videos zu streamen, Amazon S3 geht da den richtigen Weg, Datacenter anzubieten, damit man als Anbieter diese sonst sehr teure Maschinerie noch bezahlen kann.

4. Einfaches Hochladen
die jetzige Technik, Videos von Datenträgern ins Netz zu stellen, ist viel zu aufwändig. Solche Geräte werden in Zukunft die Rolle der aktiven Nutzer dramatisch stärken.

5. Synchrones Videosehen = gemeinsam erleben und mitfühlen
Heute trifft man sich auf Videoabenden gemeinsam. Das wird es natürlich auch weiterhin geben. Doch ein synchronisiertes Betrachten via Netz ist ein nicht unwesentlicher Faktor, das gemeinsame Erleben eines Videokanals zu intensivieren. Netflix geht da den goldrichtigen Weg und sollte ein Must für alle eigentlichen Videoanbieter sein. Siehe Netflix-Demo auf der Mix07 (unten ein Video nur zu Netflix Hammer). Wenn es etwas gab, das mich am meisten fasziniert hat auf der Konferenz, war es diese Idee, dass man nicht nur gemeinsam übers Netz Videos synchron betrachten kann (wobei es bei Netflix um echte Filme geht, weniger um user generated Videos), sondern auch realtime kommentieren kann. Die Messages werden dann über dem Film eingeblendet. Was ich lieber optional unterhalb des Films hätte btw, aber in bestimmten Filmszenen mitten im Film. Saugeil, Leute, saugeil. Glaubst mir nicht? See that >>

6. IPTV
Es ist noch ein sehr langer Weg bis dahin, doch Hardware wie Apples IPTV-Gerät und andere Hardwarehersteller, werden Videoanbietern Tor und Tür in die Wohnzimmer öffnen.

Soweit so gut, das sind für mich die zentralen Punkte, wie Videoplattformen 2.0 aussehen werden, ganz abgesehen von modernerer Videokodierung, stärkeren Bandbreiten, besseren Cams wie auch besserer Hardware.

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Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.