Sonstiges

ist das Internet eine Marketingseuche

gestern war ich auf der gleichnamigen Veranstaltung. Nein, PaulinePauline habe ich nicht entdeckt, obwohl Du kommen wolltest?

Auf dem Podium saßen und diskutierten fast völlig am Thema vorbei:

Laurent Burdin, Geschäftsführer Beratung, SinnerSchrader
Florian Ruckert, Geschäftsleiter Marketing, IP Deutschland
Frank Vahldiek, Head of customer marketing live! & access, Vodafone
Hansjörg Zimmermann, Creative Director und Inhaber Das Goldene Vlies
Moderator:
Volker Schütz, Chefredakteur, Horizont

Eigentlich gings bei der Diskussionsrunde mehr darum, wie die Agenturen mit ihren Kunden besser zusammenarbeiten könnten, wenn es um die Abdeckung verschiedener Kanäle bei einer Werbekampagne. Dass aber auch nur einer mal auf die Idee kam, dass Werbung die Kunden immer mehr ankotzt und die Werbewirkung möglicherweise auch Dank des Webs immer stärker nachlässt, wurde nicht angesprochen. Alternative Formen? Irgendwas Kerniges? Fehlanzeige.

Mal gespannt, was Martin Recke meint, der ebenfalls mit dabei war. Am Rande habe ich erfahren, dass sein Beitrag Critique et Terreur auf viel Hassliebe stieß. Gut so, dass man sich mal ausquatschen konnte:)

Nachgereicht:
Life-Blog-Bericht + Fischmarkt


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Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

8 Kommentare

  • Laurent Burdin und ich hatten vor dem Medienmittwoch darüber diskutiert, was eigentlich eine Marketing-Seuche wäre und warum das Internet eine sein sollte. Marketing ist ja nicht gleich Werbung, und so ein waschechter Werber war auch gar nicht auf dem Podium. Ok, Hansjörg Zimmermann kann man vielleicht gelten lassen.

    Naja, um es kurz zu machen: Unser Ergebnis war, dass das Internet nur für schlechtes Marketing (und schwache Marken) eine Seuche ist. Denn gutes Marketing schaut, was die Konsumenten wollen, was sie sagen und was sie tun. Und nur so entstehen starke Marken.

  • ja, ich war da 😉
    ich hab dich auch mal von weitem gesehen, aber du warst so in ein gespräch vertieft, dass ich nicht stören wollte.

    die diskussion … naja, von marketing-seuche war da eigentlich nicht viel zu hören. und das agentur-thema kann ich auch nicht mehr hören. liegt aber vielleicht daran, dass ich in einer solchen arbeite. 😉

    ps: robert, du solltest mal wieder zur friseur gehen 😛

  • Hallo, ob Robert nun zum Friseur muss, kann ich nicht beurteilen, da ich ihn erst zweinmal gesehen habe….Was das Thema angeht, das ich die Ehre hatte zu moderieren, ein paar Anmerkungen (nicht gedacht als Entschuldigung/Verteidigung) einer möglicherweise inhaltlich zu kurz gesprungenen Diskussion.
    Ich habe selbst auch etwas geschluckt, als ich die Headline der Veranstaltung las: Internet als Marketingseuche ist m.E. semantisch unscharf und schief, weil man nicht so recht erkennen kann, ob das Internet nun die Seuche ist oder das Marketing. Wichtiger ist nun aber der Rahmen, in dem die Diskussion stattfand – eine Messe, deren Besucher und Aussteller mit Internet und der digitalen Wirtschaft, wie der BVDW das bezeichnen würde, nur peripher zu tun hat. Heisst aber auch: die Diskussion bildet Mainstream-Denke von Agenturen, Vermarktern und Unternehmen ab. Wer wirklich Neues wissen will, sollte wahrscheinlich keine Messen besuchen, sondern in Blogs wühlen.

  • @pauline: ich sollte eine Haarfarm für diejenigen auftun, die zu wenig haben. Kann nix dafür, es wächst wie doof nach:)))

    @Volker: mach dir keinen Kopf, Du hast schon die richtigen Fragen gestellt, lediglich, die Anwesenden haben sich dermaßen selbstbeweihräuchert, dass es schon nicht mehr schön war.

  • Ich muss Volker Recht geben. Wenn Blogger bei solchen Podiumsdiskussionen etwas Neues hören, dann läuft da was schief.

    Das Maß an Selbstbeweihräucherung hielt sich auch im Rahmen des Üblichen. Das war schließlich keine akademische Veranstaltung. (Und wer Akademiker kennt, weiß auch, wie eitel die sind.)

  • […] Markus Seim of Anders und Seim Neue Medien Aktiengesellschaft and Robert Basic of Basic Thinking deplore that the discussion missed the point of the event’s title. We never found out whether the internet really is a marketing disease. Funny, however, how interpretations can differ: I read Martin Recke’s comments in Fischmarkt as “a disease that attacks brands”. My interpretation was more like “a disease caused (created, invented) by marketing”. Be that as it may, it looks like there’s a second use potential in this title. Just wait for the next digital MedienMittwoch. […]

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