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paid links: bad or good?

wurde via Mail gefragt, warum ich mich denn so für paid links einsetze, immerhin würde dies die Google-Suchergebnisse verfälschen. Das kam anscheinend also nicht in dem vorherigen Beitrag gut genug rüber, habe wohl implizit einige Dinge vorausgesetzt, dass die klar sind. Also wuseln wir das mal auseinander.

Googles Mechanismus ist recht simpel, um die Ergebnisse zu sortieren, wenn auch viele eine Geheimwissenschaft draus machen. Zunächst einmal kocht jeder Mensch nur mit Salz und Wasser. Somit auch ne Firma wie Google. Das Google-System ist genauso bescheuert wie andere IT-Systeme auch, es versteht nichts von der menschlichen Sprache, rein gar nichts. Man nähert sich lediglich über steinzeiliche Mechanismen an (die jetzt bleeding edge sind, 50 Jahre später werden diese Mechanismen ausgelacht), den Kontext zu verstehen. Sprich: Googles System ist weit davon entfernt, auch nur annähernd perfekt zu sein. Ebenso Yahoo, Live.com und Ask.com. Wie sonst sollte es sein, dass mir immer wieder Google Besucher zu Suchbegriffen auf mein Blog schickt, die thematisch hier einfach nicht fündig werden, da das nicht mal ansatzweise ein Schwerpunktthema ist? Wie kann man es sich erklären, dass manch eine Firma unterhalb meines Blogs in den Suchergebnissen auftaucht? Weil Google es nicht gut kann, again, auch die anderen packen es partout nicht. Es ist ein ewiger, iterativer Prozess, der immer wieder nur leicht verbessert werden kann, mit Hilfe von Suchalgorithmen einigermaßen gut das Suchen-Finden System zu verbessern. Jeder Mensch ist ungleich besser als ein beknackter Suchmechanismus, einzelne Ergebnisse zu filtern, nicht aber das gesamte Internet, klar. Halten wir das zunächst einmal fest.

Paid Links sollen also böse sein, weil man damit die Suchergebnisse von Google manipuliert? Nicht die besten Seiten stehen oben, sondern die Seiten, deren Betreiber die meiste Kohle in bezahlte Links stecken? Von dem Ammenmärchen sollte man sich schnell lösen. Die Unterschiede zwischen den einzelnen, kommerziellen (private Seiten nehme ich aus, da die idR nicht für sich wie auch immer werben explizit) Seiten hinsichtlich gutem Content sind marginal. Letztlich entscheidet nicht das, was auf der Seite steht, wie leistungsfähig ein Unternehmen im Sinne des Kunden ist, sondern Elemente, die weder Google noch andere Suchmaschinen erkennen können. So kenne ich genügend Kommerzseiten, die No.1 in Google sind, die aber miese Leistungen anbieten, andere Seiten stehen dafür ganz hinten, die aber perfekte Leistungen anbieten. So mag eine Sparkasse aufgrund bestimmter SEO-Maßnahmen im Bereich Firmenfinanzierung oben landen, jedoch ist das eigentliche, wirtschaftliche Ranking im Vergleich zu anderen Banken äußerst mau. Hätte ich also die Wahl zwischen einem paid Link einer popeligen Sparkasse und einer Bank, die bekannt für ihre guten Leistungen sind, würde ich mich immer für die zweite Option entscheiden, den Link zu platzieren.

Viele wollen das nicht hören, Google schon gar nicht, aber Linkverkäufer wie ich achten immer darauf, was da für ein Link einem präsentiert wird, bevor man den platziert. Ich kann das weitaus besser beurteilen als es Google jemals könnte. Da mir aber Google misstraut, dass Linkverkäufer nicht verantwortungsbewußt agieren, prinzipiell allen Usern misstraut, die ähnlich agieren, schiebt Google dem einen Riegel vor. Google will nicht, dass User in den Ergebnissen gegen Bares rumfummeln. Google will die Message senden, dass seine Ergebnisse besser sind, externe Userhilfe unnötig ist. Google mag es nicht, dass User gegen Bares herumfiltern. Denn eine montäre Leistung schmälere das Urteilsvermögen, man würde alles an paid links nehmen, was einem vor die Flinte kommt. Das ist grundsätzlich falsch.

Meine Lösung sieht wie vormals geschildert sehr einfach aus: Google kann einen Drittmarkt durchaus erlauben. Jeder Linkkäufer kann einen expliziten Bereich angeben, wo diese paid Links stecken und einen Kooperationsantrag stellen. Google kann den nun ablehnen oder gutheißen. Vor mir wegen kann Google daran auch mitverdienen. Klar, das kostet Prozessaufwendungen. Aber immer noch besser, als gegen etwas anzustinken, das Google so nicht lösen kann. Denn, paid Links im Content zu platzieren, das ist das Einfachste der Welt, bringt sogar viel mehr Kohle als offen und transparent paid links zu setzen. Google ist dagegen völlig machtlos. Durch eine Öffnung ihres Systems und auch einer Beteiligung an der gigantischen Umsatzmaschinerie wette ich, dass der Markt mithelfen kann, bessere Suchergebnisse zu erzeugen. Grundvoraussetzung an diesem Modell ist aber Vertrauen und eine transparente Lösung. Ebenso wie eine Bereitschaft seitens Google, so ein System überhaupt anzudenken. Mit DMOZ fließen ja bereits zu bestimmten Anteilen Filterungen in die Suchergebnisse ein, doch ist das nur ein kleiner Tropfen auf den Stein. Man muss eben nur etwas anders denken. Das aber fällt Google wie auch vielen Usern schwer. Das ist aber genau die kooperative Fähigkeit (von der ich in dem o.g. Beitrag sprach), die ich von Google und auch anderen Suchmaschinen einfordere. Und die ist eben nicht vorhanden. Alles mir und niemand darf daran teilhaben. Ihr Webmaster dürft kostenlos für uns das Netz mit kostenlosen Links durchleuchten, wir filtern das und verdienen an diesem sklavischen AAL-Prinzip Kohle. Das ist deren Motto. Misstrauen und Gewinnmaximierung ohne links und rechts zu schauen.

So, ich geh jetzt ins Wochenende, werde meinen Spaß haben und lasse Euch mit diesem Denkansatz alleine zunächst:) Und nehmt das nicht allzu ernst, es gibt noch viel wichtigere Dinge da draußen. Also diskutiert Euch heiß, aber schlagt Euch nicht die Köpfe blutig, das ist es die Sache nicht wert;)

Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

30 Kommentare

  • Hier sind einige Sachverhalte durcheinander geraten.

    Paid Links verfälschen das Suchergebnis von Suchmaschinen. Das ist nicht nur Fakt, sondern sogar Absicht. Deswegen bezahlt ja jemand Links. Er möchte in der Ergebnismenge möglichst oben stehen bzw. auf der ersten Seite der Suchergebnisse. Punkt.

    Dass die Qualität eines Unternehmens oder Dienstes in keinem Zusammenhang steht zu der Plazierung im Suchergebnis ist auch trivial und auch ein Fakt. Das Gegenteil hat auch nie jemand in den letzten Tagen behauptet.

    Nochmals Fazit: Der Nutzer (als Sucher) der Suchmaschine möchte „objektive“ Suchergebnisse auf seine Anfrage erhalten. Diese Anfragen sind aus allen möglichen denkbaren Bereichen. Natürlich auch aus dem Kommerz. Normalerweise schaut sich ein Nutzer höchstens 1-3 Seiten in der Ergebnismenge an. Alles andere fällt hinten über. Das ärgert einige, die gerne sichtbar für den Nutzer wären. deswegen bezahlen sie Links, um nach „vorne“ zu rücken. Ich empfinde das als eine Verfälschung der Suchergebnisse.

    Vollkommen davon unabhängig, stellt sich die Frage, was denn gute und empfehlenswerte Unternehmen wären. Das hat zunächst mit Suchmaschinen übetrhaupt nichts zu tun. Sondern das sind „Gelbe Seiten“ oder noch besser „Empfehlungsportale“. Beispielsweise http://qype.com und weitere gute. Diese Portale haben natürlich auch Suchfunktionen. Diese sind aber etwas völlig anderes. In diese Empfehlungsportale können von mir aus Paid Links integriert werden. Da ist die Zielsetzung vion Nutzern vollkommen anders.

    Das zur Klarstellung. Darüberhinaus gibt es zunächst auch nichts mehr zu sagen, finde ich.

    Zukunft: Der Markt der Paid Links, wie sie HEUTE betrieben wird, als Verfälschung von Ergebnismengen in grossen Suchmaschinen, ist tot. Was interessant bleibt und wo intelligente und innovative Lösungen gesucht und gebraucht werden, ist wie ich Unternehmen im Web vermarkte. Diese Leistung kann man sich bezahlen lassen. Und zwar gut bezahlen lassen, da das Web eine immer grössere Bedeutung im allegemeinen Wirtschaftleben bekommt.

    Deine Frage „paid links: bad or good?“ beantworte ich also mit „both“. Es kommt darauf an in welchem Kontext und für welchen Zweck.

  • Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: Es geht nicht um die Suchergebnisse. Schon lange nicht mehr. Google hat ein weltweites Monopol auf Suchergebnisse.

    Google will aber noch mehr: Google will ein weltweites Monopol auf Paid Links. Dann nichts anderes ist das System AdWords und AdSense. Und dadurch, das alle anderen Paid-Links-Systeme abgestraft werden, verschafft sich Google einen ungemeinen Marktvorteil. Und nur darum geht es.

    Nicht Paid Links sind gut oder böse – Google hat sein eigenes Motto „Don’t be evil“ aufgegeben und mutiert nicht nur immer mehr zum gefräßigen Datenkraken, sondern auch zur monopolistischen Heuschrecke.

    Nein, ganz eindeutig nein. Nicht die Paid Links sind böse, sondern Google!

  • Letztendlich sollte man sich die Frage stellen, was Paid Links überhaupt sind:

    ONLINEWERBUNG

    Es ist so, dass es „früher“ populär gewesen ist, Werbebanner zu schalten, um Besucher auf seine Angebote aufmerksam zu machen.

    Heute ist es populär, sich durch die Schaltung von Textlinks, einer Werbeform im Internet, eine bessere Platzierung in der Suchmaschine zu verschaffen.

    Und warum hat Google etwas dagegen? Weil zigtausend Websitebetreiber weltweit Geld verdienen, das nicht in Google Adwords investiert wird.

    Und so eine Vorgehen ist MORE THAN EVIL!

  • @ Cem: Ja, das tun sie. Und das finde ich auch nicht wirklich gut. Aber so funktioniert nun mal Marktwirtschaft. Was Google aber jetzt macht, ist Monopol-Kapitalismus der schlimmsten Sorte. Sie nutzen ihre Monopolstellung im Bereich Suchmaschine aus, um alle Link-Verkäufer aus dem Markt zu drängen, und das, wo sie selbst der größte Link-Verkäufer sind. Würde Google seinen Geschäftssitz in Deutschland haben, hätte das Bundeskartellamt sie längst zerschlagen.

    Und, um das klar zu machen: ich bin nicht betroffen. Ich habe meinen Pagerank behalten. Aber darum geht es mir auch gar nicht.

  • Ich bin scheinbar auf dem völlig falschen Dampfer:

    Ich gehe davon aus, dass jemand Links auf einer Seite kauft, die bei bestimmten Suchbegriffen top oder grundsätzlich gut besucht ist, um Leser dieser erfolgreichen Seite auf die eigene Seite aufmerksam zu machen – und nicht, damit die eigene Seite in den Suchergebnispositionen steigt.

    Aber ich glaube ja auch, dass ein hoher PageRank nicht zu besseren Suchergebnispositionen führt.

    Dass Google die Seiten mit einem niedrigeren PageRank abstraft, die ihren vorher hohen PageRank versilbert haben, halte ich für ganz legitim – und nicht für böse. Der PageRank soll ja eine Anerkennung sein und keine Lizenz zum Gelddrucken.

  • Zitat Robert
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    Viele wollen das nicht hören, Google schon gar nicht, aber Linkverkäufer wie ich achten immer darauf, was da für ein Link einem präsentiert wird, bevor man den platziert.
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    Du bist wohl eine Ausnahme! Will Dich ja hier nicht kritisieren, trotzdem verstehe ich nicht was z.B. Ferrari mit Deinem Content zu tun haben soll bzw. bist Du Dir sicher, dass Ferrari hier seine Kundschaft sucht ?
    Ich denke Google zu kritisieren ist zu einfach. Man sollte doch endlich zugeben, dass 90+% der paid links zur Suchmaschinenoptimierung und nicht wg. des Traffics/Brandings gekauft werden und danach argumentieren.

  • Themenspezifische Paid Links wurden nicht abgestraft, diese Verzerren ja auch nicht die Rankings. Eins auf die Mütze bekamen einst sehr renommierte Seiten, die zu thematisch nicht passenden Seiten verlinkt hatten. Einzig und alleine, weil diese Kunden einen unfairen Anteil am Google Traffic wollen ohne dafür in Konkurrenz mit anderen Werbungtreibenden am Adwords-Auktionssystem mitzumachen. Es ist also ein Gebot der Fairness, gegen Trickser vorzugehen. Ein großes Problem sind die Linkkäufer, die meist zugleich Anzeigenkunden sind, also trifft man zuerst die Verkäufer von Links, die das Signal wohl nun verstanden haben. Das hat nichts mit Monopolen und Kartellen zu tun,sondern mit Fairness…

  • @Lothar: Google betreibt keinen Link-Verkauf, sie verkaufen/vermitteln Werbung. Das ist ein wichtiger Unterschied. Die Abstraf-Aktion zielt doch soweit ich das sehe einzig und allein auf die Linkverkäufer, die Links zur Suchmaschinenmanipulation verkaufen. Wieviel und welche Werbung auf den Seiten geschaltet wird scheint Google ziemlich egal zu sein. Ich sehe da überhaupt gar keine Monopolbestrebungen.

  • @Lothar: Linkvermieter wie verkaufen doch keine Links zur Suchmaschinen-Mainpulation, sondern einzig und allein für Geld. Google selbst läßt die angelinkten Seiten ggf. im Ranking ansteigen.
    Vermutlich zielt die jetzige PageRank-Senkung nur darauf ab, die Preise bei der Linkvermietung etwas runterkommenzulassen, damit das Geschäftsmodell vielleicht unattraktiver wird. Zudem sollen sicher die Käufer etwas verunsichert werden.

    die folge ist aber vielleicht eine andere. gesunkener PR bedeutet im moment sicher fallende preise und die käufer bekommen ggf. noch mehr Links für Ihr geld und steigen noch höher in den Serps.

  • Bullshit. Auch themenspezifische Links wurden abgestraft. Wer über einen Broker was angeboten hat, wurde gestraft. Die 1% von denen Teliad redet glauben die doch selber nicht… Denen geht gerade, wie Linklift und TLA der Arsch auf Grundeis.

    In Zukunft gibt´s Verkäufe dann eben wieder „unter der Hand“. Und die Blogger, die treudoof die Links als das ausgezeichnet haben, was sie waren – Werbung! sind angeschmiert worden.

    Hast Du, Robert, von Google nochmal für Deine „Leckt mich!“-Haltung eins drauf bekommen? Ich seh nur noch PR3 hier stehen ;-(

  • Es sollen gewisse Linkdatenbanken auf dem Markt gewesen sein… weil die Aktion vorherzusehen war. Wer in so einer Datenbank steckt, ist nun sehr transparent für Google. Ich sprach nicht von solchen Gesellen, dort ist eh nichts zu holen, sondern von renommierten Medienseiten, Blogs und Foren. Die anderen Trickser werden imer mal wieder bereinigt, wahrscheinlich hat man sich die diesmal einfach für die große Aktion aufgespart, damit es nur einmal dieses Kapitalismus ist so böse-Geheul gibt.

  • Googles Such ergebniss basieren doch jetzt schon zum grossen Teil von irgendwelche Tricks diverse SEO Fuzzis. Warum bekommt man den bei Eingabe von ein Suchbegriff bei Google so oft wenig passende Treffer?

    Weil im Grunde genommen Google seine Page Ranking unter unseriösen SEO ein offenes Buch ist. da wird getrickst bis sich die Balken biegen. Bevor Google weitere Dienste ins leben ruft sollten die, die Treffer genauigkeit von Ihre Suchmaschine verbessern.

  • Das kommt doch auf das Ziel an. Solange durch einen link „google-juice“ (nennt man das so?) abgegeben wird, ist es eben nicht nur ein Hinweis auf ein Angebot, wie eine Werbeanzeige, sondern verhilft zu besseren Google-His und somit zu mehr Besuchern/Käufern. Ich kann schwer glauben, dass dei Unternehmen alleine für die visits beim jeweiligen blogger zahlen. Sonst wären so Sachen wie PageRank nicht so wichtig. Das macht(e) eben Textlinks auch wenn sie klein als „Anzeige“ gekennzeichnet sind so „wertvoll“. Um es mal auf den Punkt zu bringen. Blogger werden bei textlinks bezahlt, um mitzuhelfen google-Ergebnisse zu manipulieren.

    Was von Robert als transparente Lösung offeriert wird, ist nichts weiter als eine weitere Verschleierung. Die Unternehmen werden weiterhin versuchen, als link in den „höherwertigen“ Content zu gelangen. Ist ein Hase und Igel Spiel. Nur wenn man es aufgibt und versucht mitzuspielen, sind die google-Resulate und damit google verloren. Die haben ja noch viel mehr vor. Die google will ja branchenspezifischer werden, in Expertensysteme reinkommen, automatisierte Dienste anbieten. Das geht nur mit zuverlässigen Ergebnissen/Content. Da steckt der Umsatz der Zukunft drin und nicht in Werbevermarktungshonoraren. Bei dem überbewerteten Aktienkurs muss google neue Märkte erschliessen und vorausdenken.

  • @#15 Erzählbär: Ich kann Dir versichern, dass nicht alles SEOs „Fuzzis sind, die sich irgendwelcher unseriöser Tricks bedienen“. Im Gegenteil, es gibt sie, die SEOs, die sich 16 Stunden täglich tatsächlich nur damit beschäftigen, das Gleichgewicht beispielsweise zum Stichwort Themenrelevanz in den Suchergebnissen mit gleicher Power wiederherzustellen. Und dabei geht es nicht immer nur um das dicke Geld und Firmen-Websites, auch in anderen (z. B. sozialen) Bereichen bekommen Balken biegende Trickser schon mal was auf die Mütze, selbstverständlich bildlich gesprochen.

    Was ich damit sagen möchte: Sie sind nicht alle schwarz, die Schafe. Und nicht alle aus der SEO-Herde blöken dumpf in SEO-Blogs und -Foren rum. Aber ab und zu mitlesen und gegebenenfalls etwas relativieren wie bei Deinem Beitrag ist meiner Meinung nach Pflicht und auch nur eine Fingerübung. 🙂

  • Supi…. großartiges Kino von Google…. alle geraten in Panik, aber war wohl nur die lang erwartet Google-Toolbar-Anpassung….

    Aber Google hat den Markt angeheizt und nun gehts wieder von Vorne los, alle SEOs spekulieren und testen….

    Mein Tipp: Verkauft weiter links und nennt es Werbung, Werbebanner sind ja auch seit Ewigkeiten ein Mittel der Werbung…

  • Naja, das Problem ist ja das Zum Beispiel Sachen wie Linklift oder trigami ziemlich leicht identifizierbar sind. Wenn das nichtmehr der Fall ist sieht es wieder gaaaanz aus, dann wird das aufspüren von ge- und verkauften Links ( was nichts verwerfliches ist….) nicht ganz so trivial….

  • Versetz Dich doch mal in die Rolle von Google. Würdest Du es hinnehmen wollen, dass jemand durch Manipulationsversuche wie Paids Links dein Suchergebnis verschlechtert?

    Damit das richtig verstanden werden kann, die Suche ich Googles Kapital. Das was Office für Microsoft ist. Wenn Google sich nicht darum kümmert, das die Masse der Nutzer mit dem Suchergebnis zufrieden sind, dann werden die Nutzer einfach abwandern. So ist es damals mit Yahoo passiert und so kann es jederzeit wieder passieren.

    Das Google so lange für das Update gebraucht hat, liegt möglicherweise an dem großen Aufwand der für das Erkennen von unnatürlichen Linknetzwerken (woher soll Google wissen, ob jemand für einen Link gezahlt hat). Die nächsten Tage werden dann zeigen, ob das Suchergebnis besser geworden ist.

    Ein bekannter SEO sagt: „Guter Content ist guter Content.“ Ob Google, Social Networking oder Mundpropaganda, gutes wird sich auf lange Sicht bewähren.

  • Eine kleine provokante Frage an alle Paid-Link Gegner:

    Ist Marketing allgemein nicht eine Beeinflussung der Suchmaschinenergebnisse?

    So wie ich es sehe wird selten das beste Produkt oder die beste Seite vorne stehen, sondern immer die Seite mit dem besten Marketing, was auch immer dieses beinhaltet. Und somit werden Suchergebnisse IMMER beeinflußt, egal ob Paid-Links oder nicht.

  • Ich bin kein Paid-Links-Gegner und habe nur auf das PR-Update gewartet, um anschließend Links zu verkaufen. Aber wenn Mutti Google das nicht gefällt…

    Ansonsten gebe ich dir recht: Das ganze Leben ist Marketing. Im allgemeinen. Leider.

  • > Eine kleine provokante Frage an alle Paid-Link Gegner:
    >
    > Ist Marketing allgemein nicht eine Beeinflussung der Suchmaschinenergebnisse?

    Es ist der Versuch einer Beeinflussung der Entscheidung des Konsumenten. Das Problem liegt nach der Ansicht des Marketings darin begründet, das der Kunde nicht erkennt, welchen Vorteil das Produkt für ihn bereithält. Die Eingrenzung auf eine Zielgruppe ist nicht mit der Aussage gleichzusetzen, dass man sich darüber im Klaren ist, dass nicht jeder dieses Produkt braucht.

    > So wie ich es sehe wird selten das beste Produkt oder die beste Seite vorne stehen, sondern immer die Seite mit dem besten Marketing, was auch immer dieses beinhaltet.

    Die Änderung am PR sollte diese Entwicklung wieder etwas korrigieren. Es ist nicht das Ziel von Google, das der Nutzer das Gefühl bekommt, die Suchergebnisse seien wie auch immer geartete Marketingaktivitäten zustande gekommen. Nutzer, die sich bewusst für eine Anzeigenprodukt entscheiden, können ja die passenden Werbeeinblendungen nutzen. Damit ist Google für den Nutzer vollkommen ehrlich und transparent. Das ist Googles Kapital.

    > Und somit werden Suchergebnisse IMMER beeinflußt, egal ob Paid-Links oder nicht.

    Ich möchte auch hier wieder hinzufügen: Es wird versucht, das Ergebnis zu beeinflussen. Und Google wird immer etwas dagegen unternehmen.

    Ich halte es für sinnvoller, sich dann lieber damit zu beschäftigen, was einem Spaß macht und was anderen nützt. Damit erreicht man unterm Strich auf lange Sicht das selbe. Und es hat halt Spaß gemacht.

  • Na, so ganz machtlos ist Google dagegen nicht. Dieser Blog z.B. wurde von Google manuell wegen offener Linkverkäufe abgestraft, andernfalls ist der jetzige PR 3 von ehemals 6 (?) wohl kaum zu erklären. Dass an die hier gekauften Links kein Pagerank und kein Ranking in den SERPs mehr vererbt wird, dürfte wohl auch klar sein, wo Google Mitarbeiter hier ja schon persönlich an der Schraube gedreht haben.

    Was machen aber gekaufte Links tatsächlich, wenn sie von Google nicht als solche erkannt werden? Sie bringen die Seiten in den Google Ergebnissen nach vorne, die entsprechendes Geld zahlen können und wollen, sprich kommerzielle gut vermarktete Angebote vor nicht kommerziellen Angeboten.

    Die Suchmaschinenergebnisse verschlechtern sich damit nur bedingt, denn ein Werbetreibender ist bemüht seine Investition möglichst Gewinn bringend einzusetzen und dabei möglichst wenig Streuverluste in Kauf nehmen zu müssen – er wird auf die Suchwörter bzw. -phrasen optimieren, von denen er sich den meisten Gewinn verspricht, also auf Keywörter, die von interessierten (oder besonders anfälligen) Konsumenten eingegeben werden.

    Und was hat Google dagegen? Google verkauft diese Werbeplätze in seinen Suchmaschinenergebnissen selbst (Adwords) und braucht dafür keine Hilfe von Bloggern! De fakto bedeutet jede erfolgreiche Rankingmanipulation über gekaufte Links Verlust für Google!

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