Sonstiges

Dezentralisierung des Personen-Layers

ich nenns halt mal so, „Personen-Layer“. Technisch sind wir mittlerweile in der Lage, dass man im Netz Daten austauschen kann. In jeglicher Form. Social Networks haben dabei das Ganze ein Stück weit nach vorne getrieben, indem man die Person in das Zentrum stellt. Zentrale Horte und Sammelplätze von Daten und Personen (eine Person wird ebenso über Datenobjekte definiert). Über eine Mischung aus Aggregationsdiensten und der parallelen Dezentralisierung der Daten könnte man das Ganze noch ein Stück weiter treiben, so dass die Person zwar immer noch im Zentrum steht, aber Herr über seine Daten an einer Stelle ist – nennen wir es klassisch „Homepage“ – unabhängig davon, ob Aggregationsservices der Speicherplatz von Daten sind oder lediglich Slaves (datenbanktechnisch gesehen). Dazu ist jedoch noch Einiges an Hirnschmalzleistung notwendig, um das zu konkretisieren (APIs, Protokolle, Replikationssysteme). Ein echtes Open Social sozusagen:) Wer sich dafür interessiert, siehe die Kommentare zum Artikel Blog + SN = Blog 2 (wobei der Titel irreführen ist, es geht nicht nur um Blogs). Es scheint sich etwas zu bewegen, da sich einige Leute in der Frühphase des Zusammenfindes befinden. Einfach melden und mitmachen. Noch ist unklar, wo das Projekt startet. Ob sich daraus ein echtes Open Source Projekt entwickelt, kann noch keiner sagen. Es muss ja auch nicht in einen konkreten SW-Code münden. Es geht zunächst um die grobe Architektur eines solchen Systems.


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Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

7 Kommentare

  • Bevor Ihr über APIs, Protokolle, Replikationen etc. nachdenkt, dann fragt Euch, ob das vom menschlichen überhaupt funktionieren wird. Ich glaube da nämlich nicht dran. Die Leute sind nicht in MySpace, StudiVZ, Facebook und Xing drinnen, weil es nichts technisch oder konzeptionell besseres gibt, sondern weil es cool ist, dabei zu sein. Auch die zentralen Microblogging-Systeme sprechen ganz klar gegen Dezentralisierung.

  • An sich wäre sowas ‚wie ein Blog‘ d,h,: Deine Daten sind bei dir statt anderswo.
    Vernetzt wärst du trotzdem.
    Which is the point.
    Die Leute sind nicht wegen der Brands in SNs sondern wegen der Hormone, believe me 😉
    Und auch die Cool Kids wollen nicht in jedem SN ihre Kontakte replizieren. Denk ich ,)

  • öhm, zu #3 kris möcht ich folgendes erwähnen.

    es spricht ja gar nicht mal was gegen die (zentralen) communities, wo sich eben die ganzen leute versammeln. einzig der haken an der sache ist doch nur, dass man ständig für jedes SN, microbloggingsystem, forum, etc. pp. ein eigenes profil pflegen muss, was auf dauer schwierig wird und unüberschaubar. schon heute gibt es mehr als eine entwicklung dazu, sich zumindest einige infos der vielen sites auf eine zu holen um halbwegs den überblick zu wahren.

    aber eines fehlt halt doch, das zentrale ich, wo ich selbst alles mit einem mal erledige und überall dort, wo ich vertreten bin, sind die daten aktuell. ich kann meine kontaktlisten besser verwalten und sehe auch schnell wen ich woher kenne und so weiter und so fort.

    die idee des „ego 3.0“ (buzzword von einem anderen blog) ist etwas, wofür es sich lohnt, etwas zu entwickeln. allein weil die menschen im internet es bald brauchen werden.

    rechnet doch alle mal selbst zusammen, bei wie vielen seiten man angemeldet ist, und zwar alle, auch die von vor zig jahren, bis ins tiefste usenet hinein.

    bei meinem kenntnisstand und der nachvollziehbarkeit waren es mehr als 20, und ich denke, dass ich da noch harmlos sein werde.

    ergo: wie verwaltest du all diese kleinstprofile überall im netz? wie organisiert du dich?

  • asaaki, ich persönlich bin froh, dass ich die kleinstprofile mit unterschiedlichen nicks ausgestattet und nicht verlinkt habe. wäre ja noch schöner, wenn beispielsweise jeder ebay-verkäufer in meinem myspace rumschnüffelt oder umgekehrt.

    ansonsten möchte ich nur ein stichwort geben: blogperlen. vor ein paar monaten waren hier alle am reden, dass sowas fehle, wie man es machen müsse und wie erfolgreich sowas doch werden müsse. und? was ist dabei rausgekommen?

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