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Asus EEE: Zwischenfazit

nachdem ich das Teil nun etwas länger nutzen konnte, bin ich nach wie vor sehr zufrieden und zugleich immer noch zwiegespalten ob des kleinen Displays (siehe ersten Testbericht). Die Ergonomie wäre nicht so wild, hätte man sich mehr am iPhone und dessen bahnbrechender Bedienung orientiert. Sprich: Es fehlt definitiv ein Touchscreen mit Gestenbedienung, die sich vaD beim Browsen positiv bemerkbar machen würde, um Webseiten im Handumdrehen lesen zu können, ohne sich mit komplexen Shortcuts abplagen zu müssen (wenn man bspw. Opera nutzt). Denn, je kleiner ein Display umso notwendiger wird so eine Lösung. Gerüchte besagen, dass Asus bei der nächsten Modellgeneration einen Touchscreen eingeplant hat. Ob der zugleich eine iPhone ähnliche Bedienung zulässt, wird sich zeigen. Ob es dann preislich dadurch etwas teurer wird, dürfte imho keinen wirklich stören. So ist das Gerät ein klasse Gesamtpaket mit Tücken.

Was auch noch ein nicht ganz unwichtiger Punkt sein dürfte, denn Asus bezeichnet das Teil als ultramobil: Batterie und ein Mobilfunkmodul, um von unterwegs surfen zu können. Ich bin soweit nicht informiert, ob es einen USB-Stick mit UMTS/EDGE/HSDPA-Fähigkeiten gibt. Das wäre imho schon die Lösung, ohne im Gerät einen Slot dafür vebraten zu müssen. Die Batterie hält leider nur um die zwei Stunden, je nachdem was man macht. Das ist nicht akzeptabel, da müssen mindestens drei Stunden und mehr rauszuholen sein. Etwas nervig: Klappt man den EEE zu und schließt dann einen Netzstecker an, wird die Batterie nicht geladen! Strange. Ein Fehler?

Das Gerät wird mit der Zeit recht warm, doch hält sich das gegenüber einem MacBook doch sehr in Grenzen. Was aber etwas stört: Der Ventilator ist mir einen Tick zu laut. Da muss Asus noch nacharbeiten.

Die CPU reicht völlig aus, so spielt das Gerät ohne Ruckler Flashvideos ab. Was aber unter Opera nicht klappen wollte (eigens dazu installiert, um besser browsen zu können), musste dazu auf Firefox umsteigen. Insgesamt ist der Speed sehr angenehm, da die Flashdisk einiges wettmacht, was die CPU (Intel Celeron M) eben einfach nicht bieten kann im Vergleich zu hochgezüchteten Ultra-CPUs von AMD und Intel. Und die 512 MB RAM stören nicht wirklich, so habe ich noch an keiner Stelle irgendwo was bemerkt, dass ich mehr RAM benötigen müsste. Was den externen Anschluss eines Monitors angeht, so steht mittlerweile fest, dass man bis zu einer 1600er Auflösung fahren kann. Auch der Speicherplatz reicht zunächst mit 4 GB völlig aus, wovon allerdings rund 75% bereits verbraten sind. Wer mehr braucht, 8 GB kosten knapp 40 Euro. Ab in den Slot an der rechten Gehäuseseite und gut ist.

Ein nicht ganz unwesentlicher Punkt: Ich denke, dass viele mit dem Linux nicht klarkommen werden und lieber mit Windows vorbetankte Geräte kaufen würden. Das fällt spätestens dann auf, wenn man sich zusätzliche Software installieren möchte. Schon alleine der Punkt, ein Icon anzulegen, geht nicht, solange man die vordefinierte Oberfläche des Linuxsystems nutzt. Die aber auch nicht jeder einfach so ausknippsen kann. Für den Beginn reicht die aus, einfacher gehts wirklich nicht mehr. Aber später will man eben mehr Flexibilität. Es hätte ja schon ausgereicht, wenn man zusätzlicher SW einen eigenen Bereich/eine eigene Lasche gegönnt hätte.

Was mir völlig schleierhaft ist: Warum hat Asus Firefox statt Opera vorinstalliert? Gerade bei so einem kleinen Display ist FF im Grunde genommen Schrott.

So oder so, für 299 Euro ist das Teil ein Knaller, wenn man die o.g. Nachteile verschmerzen kann. Ach ja, und den Männertest hats locker bestanden: Auf dem Stillen Örtchen war es kein Thema, das Teil zu nutzen. Macht das mal mit einem fetten Notebook. Nach wie vor warte ich jedoch auf ein Internettablet um die 100 Euro, das mehr als Surfen so gut wie nicht bietet. Das Asus EEE ist schon zu viel für diesen Zweck.

Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

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