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Asus EEE PC: Ersteindruck zum 4G Modell

sodele, nun etwas spielen können. Ersteindruck ist zweigeteilt: Ein klasse Gerät für unterwegs, das steht jetzt schon für mich fest. Leicht, handlich, schnell beim Hochfahren, alles drauf, was man zum Browsen benötigt. Aber Dauerarbeiten ist ausgeschlossen (sagen wir mal +2 Stunden Nonstop vor dem Asus hängen). Das hängt ganz einfach am Screen: 7 Zoll sind zu klein, damit die Auflösung von 800×400. Von der Breite her hat Asus link/rechts und oben/unten einiges verschenkt, da hätte locker ein 8 Zoll Monitor reingepasst. Obs dann mit 8 Zoll den kritischen, ergonomischen Punkt erreicht? Keine Ahnung, wohl anzunehmen. Beim 10 Zöller, der Ende des Jahres kommen soll, wird das keine Frage sein imho.

Die Tastatur ist ok, für Trommelfinger nicht geeignet, bei mir gehts so. Wenn ich zB an manche Typen denke, die Männerhände wie Schaufeln haben, dann gute Nacht, Finger weg vom Kauf, kein Joke, ihr werdet kotzen! Man muss sich etwas umgewöhnen, kein Wunder, so ist man doch auf normale Keyboards geeicht, was die Abstände und die Haltung der Finger angeht, die im Kleinhirn eingebrannt ist. Da auch einige Tasten anders als normal angeordnet sind. Am besten gefällt mir die „Home-Taste“. Einfach drücken und schon hat man den Hauptscreen vor sich. Ich weiß, nix Besonderes, aber eine Kleinigkeit, die nützlich ist.

Touchpad hats, mochte ich eh nie, aber so what. Stehe eher auf den Mousestick des Thinkpads. Und doofe Frage: wo ist die rechte Maustaste? Man sieht nur eine graue Taste unterhalb des Touchpads. Was prima gelöst ist: Rechte Bereich des Touchpads entspricht dem PageUp/PageDown scrollen. Klasse! Einfach mit Finger hoch/runterziehen. Es reicht schon, wenn man die Fingerkuppe auf den Touchpadrand legt und dann nach oben/unten neigt, also den Finger gar nicht drüber bewegt.

Den Monitor kann man wie bei meinem Thinkpad fast um 180 Grad aufklappen (beim Thinkpad etwas mehr als 180 Grad, man weiß es zu schätzen, wenn man es mal hat), beim Asus ist ungefähr bei 160 Grad Schluss, schade. Liegt an der Position des Netzsteckers, hätte man um 3cm nach unten verschieben sollen und die Ausbuchtung des Batteriegehäuses (was an der Aufklappkante anliegt) etwas abflachen, so wären theoretisch die restlichen 20 Grad drin gewesen. Aber beim MacBook ist das mit dem Ausklappen noch bescheuerter, will also nicht wirklich meckern. Macht sich auch nur dann bemerkbar, wenn man es auf den Knien in halbliegender Position hält. Der Monitor selbst gibt was her, Bildquali und Helligkeit sind prima. Man muss nicht direkt draufstarren, etwas schepp und man sieht dennoch nach wie vor alles. Für den Preis, hey… und die effektive Größe des Monitors entspricht ungefähr 1/4 von meinen Thinkpad-Monitor (einem 14“).

So sieht das aus, eigens im Dunklen fotografiert, man sieht den krassen Unterschied recht deutlich:
Thinkpad 14 Zoll versus Asus EEE 7 Zoll

Und so schaut es aus, wenn man mit Opera auf 140% Zoom (einfach auf die „+“-Taste) geht und per F11 in den Fullscreen-Mode wechselt, lässt sich also gemütlich lesen:
Asus Opera Zoom
Gerade weil Opera wunderbar per Tasten steuerbar ist, sollte man die Shortcuts erlernen, um zwischen surfen, scannen und lesen entsprechend die Zoomstufen schnell wechseln zu können. Dann ist die Beschränkung auf 800×400 nur noch halb so wild. Btw, schon mal drüber nachgedacht, dass nun linksseitige Sidebar doof sind? Alternativ kann man über einen Templateswitcher nachdenken, so dass der User mit einem schlanken Screen dein Blog locker lesen kann (prozentuales kein fixes Layout, Content links).

Softwaretechnisch komme ich zu Beginn klar, ist ja auch kinderleicht gemacht die Oberfläche und Bedienung der einzelnen Programme, kaum ein Unterschied zu Windows. Obwohl ich mit Linux noch nie wirklich was zu tun hatte. WLAN war ratzfatz eingerichtet. Da mein Router ausgeblendet ist, musste ich unter Netzwerkeinstellungen den Zugang einrichten, statt das Icon „WLAN-Netzwerk“ zu nutzen. Null Problem. Und Radio höre ich auch, Sound ist überraschend gut. Was Laune macht: Während der Browser (FF) läuft, dazu das Internetradio plärrt und man zB Open Office Calc startet, hört und sieht man keine Ruckler, nix. OO Calc war ratzfatz da, da braucht mein Quadcore mit 4 GB Ram länger. Ganz nett, was so eine Flashdisk bringt, aber auch die CPU ist nun nicht so lahm. Werde btw Opera installieren, der Browser beherrscht im Gegensatz zum FF das stufenlose Zoomen, das müsste die goldrichtige Wahl sein!

Die subjektiv gefühlte Haptik fühlt sich qualitativ für ein Gerät, das 299 Euro kostet, mehr als gut an. Hätte es mir wesentlich schlechter vorgestellt. Größenmäßig ist das Teil zum Verlieben. Einfach kleinen Finger und Daumen spreizen, so hat man locker die Breite des Geräts;) Und es ist leicht wie ein Brot. Ohne Batterie (~900 Gramm, mit um die 1.1 kg) wirds natürlich nochmals um eine Ecke leichter. Wenn dies das Gerätegewicht mit Batterie wäre, dann würde ich Asus eine 10/10 geben.

Insgesamt also wie oben schon gesagt: Zum Mitnehmen einfach klasse, fürs Office bzw. Dauerarbeiten muss man etwas pervers veranlagt sein, da die Ergonomie das einfach nicht hergibt. Es sei denn, man schließt einen Monitor und ein Keyboard an, sollte man kein eigenes Gerät (PC/klassisches Notebook) zur Verfügung haben. Für den Preis von 299 Euro bin ich aber mehr als positiv überrascht, was Asus da abgeliefert hat.

Demnach: Fast bedenkenlos kaufen, wenn man nicht zu große Hände hat und nicht mit dem Gerät von unterwegs oder gar zu Hause/im Office dauerarbeiten will. Und wer mit der Ergonomie des Monitors nicht klarkommt, da ihm 800×400 zu klein ist, zB wegen Weitsichtigkeit/starker Kurzsichtigkeit oder gewohnten Abstand zum PC, der sollte um den Asus EEE ebenfalls einen fetten Bogen machen. Noch etwas: Kann sein, dass es Linkshändern nicht gefallen wird. Denn der Ausschaltknopf liegt rechts außen nahe bzw. auf dem Aufklappscharnier des Monitors. Das kann dazu führen, dass wenn man das Gerät mit der rechten Hand hochhält (línke Hand zum Tippen), der rechte Daumen auf den Ausschaltknopf rutscht. Anyway. Bis dato das beste ultramobile Gerät, was mir unter die Finger kam. Sollte aber eines Tages eine Firma ein ultraflaches Notebook herausbringen, das man zusammenklappen und in die Hemdtasche stecken kann, was ausgeklappt ungefähr einem normalen Notebook entspricht, wird das Asus EEE eingemottet. Solange werde ich zunächst das Asus 8 Zoll überspringen und auf das 10er Modell warten.

Fazit: Kaufen jein, aber unbedingt vorher vor Ort beim Händler oder bei einem Kumpel testen, bevor es wegen Ergonomie zum Kaufleideffekt kommt!

Asus-Mecker: So cool das Teil auch ist, Ihr hättet mit einem Touchscreen und einer an iPhone angelehnten Gestenbedienung -nicht nur für den Browser- ein Abverkaufsmonster schaffen können, das man für seine exzellente Handhabung gerühmt hätte. Verpasste Chance. Who’s next?

Updates:
– Opera auf dem EEE installiert, macht Laune. Am besten dazu auf wiki.eeeuser.com nachschauen, was die Installation angeht
– der Unterschied zwischen dem Wechsel von Asus EEE aufs normale Notebook und dann dem Arbeits-PC ist krass. Alles erscheint auf einmal so riesig:)
– offensichtlich sind die Pläne, das Gerät zusammen mit UMTS-Karten/Verträgen anzubieten, nicht so weit weg
– was sich nun langsam nach mehreren Teststunden bestätigt, dass das Absurfen von Webseiten am besten im Textmodus (unter FF: Ansicht -> Webseitenstil -> kein Stil) klappt, schont die Augen, da wesentlich ergonomischer. Der normale View ist viel zu klein, um auf Dauer keine Quadrataugen zu bekommen


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Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

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