Night

Robert Basic

heute wollen wir wieder einmal Aufklärungsarbeit leisten:) Was haben Eure Eltern damals für Musik gehört? Von Kassette und Platte natürlich, iPod und p2p war halt einfach nicht drin. Kassette und Platte? Bitte nutzt die Wikipedia-Links, um Euch ein Bild von diesen archaischen Tonträgern zu machen. Eine Platte war sowas wie kreisrunde Hieroglyphen auf Plastik und Kassette eine Art von ganz dünner Magnetfilm. So irgendwie.

Und was haben nun Eure Eltern Mitte der Siebziger gehört (da war ich ungefähr 10 und Ihr noch nicht einmal geboren)? ABBA! Die Gruppe war damals das, was heute Dieter Bohlen, Tokio Hotel und Bushido zusammen sind (In ihrer aktiven Zeit erreichten ABBA mit ihren Songs in 23 Ländern 143 Mal den ersten Platz der jeweiligen Single-Charts. In Deutschland konnte die Gruppe sich mit 26 Songs in den Charts platzieren. Davon erreichten 21 Songs Top-10-Platzierungen und neun Hits – davon sechs Songs hintereinander – erreichten den ersten Platz in den deutschen Charts). Wie sich das anhört? Auf eigene Gefahr:

1. Waterloo, 1974, ABBA kam tatsächlich mit diesem Lied beim Eurovision Song Contest groß raus.

2. Fernando, 1976 ein absoluter Tophit in D und UK

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3. SOS, 1976

4. Chiquitita, 1979, ich glaube, die Zähne von Agnetha waren dann endlich begradigt

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ABBA ist nicht mehr modern? Mag sein, aber ihre Methoden waren damals ziemlich fortschrittlich: Die Gründe für den weltweiten Erfolg. Einfache und einprägsame Mucke, Einsatz von Musikvideos, Image-Branding als heile Gruppe, TV-Auftritte in wichtigen Sendungen, länderspezifische Auskopplungen, aufwendige Konzerte. Und meine Eltern, die mich als Kind mit Abba am laufenden Band beschallten, uahhh. Selbst in Jugoland war Abba damals eine Wundergruppe. Es gab Mercedes, Grundig und Adidas, das waren absolute Highflyer-Marken, und Abba. Mein Cousin hatte sich mehr über die ABBA-Cassette gefreut denn über die Adidas-Sportschuhe:) Laut Wikipedia ist das Marketing anscheinend so gut, dass man heute noch täglich 3.000 Songs verkloppt. Uffz. Gut, 1982 war der Zauber vorbei, die Gruppe ist auseinander, weil man sich bis heute nicht mehr riechen kann:]

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Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.