Sonstiges

regionale Verbreitung von Twitter

ergänzend zum gestrigen Beitrag über Twitter bin ich heute über Joi Itos Bericht (Lokalisierung von Twitter auf japanisch, sein Invest und die Nutzung von Twitter in Japan) auf Twitterlocal gestoßen. Dieser Dienst zeigt u.a. die Top 30 Lokationen (Städte) an, die in den letzten 24 Stunden am meisten Tweets produziert haben (Anzahl Twitter-Posting). Ich habs mal nach Ländern zusammengefasst:
tweets local
tweets local

Wenn man das als Trend versteht, so wird Twitter von Amerikanern mit Abstand am häufigsten genutzt, an zweiter Stelle kommen die Japaner, erst dann einige europäische Länder. Insgesamt wurden von den Top 30 Lokationen 200.000 Postings in 24h erstellt. Das ist in der Tat nicht gerade wenig! Ich werde, so ich dran denke, das Tool nächsten Monat wieder anschmeißen. Wollen doch mal sehen, ob sich bei der regionalen Ausbreitung was tut.


Vernetze dich mit uns!

Like uns auf Facebook oder folge uns bei Twitter


Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

13 Kommentare

  • wärs in dem fall nicht sinnvoll, die postanzahl zur einwohnerzahl der stadt bzw. region in beziehung zu setzen? ich meine, amiland hat ja schon nen kleinen bevölkerungsvorsprung zu uns hier.

  • du meinst jetzt die Verbreitung innerhalb einer Region? Das wäre jetzt eine etwas andere Vorgehensweise, mich hatte lediglich die Verbreitung auf Länderebene interessiert, was die Internationalisierung von Twitter angeht. Obwohl es wie bei WKW natürlich spannend zu beobachten wäre, wie sich ein Dienst innerlandes ausbreitet. Doch da Twitter international genutzt wird, macht das hier wenig Sinn imho. Zumal das Tool hierzu keine Möglichkeiten anbietet (man kann keine genauen Regionalanalysen fahren, schaus dir mal an)

  • Dass USA und Japan vorne liegen, wundert mich nicht, wobei ich mir vor Jois Announcement nicht sicher war, ob die Japaner nicht vielleicht ein hierzulande unbekanntes Microblogging Tool bevorzugen.

    Erstaunlicher finde ich allerdings, dass Deutschland so weit hinter Frankreich und Spanien liegt. Scheint doch wirklich ein Land der Late Adopter zu sein hier.

  • Robert Rober so kriegst du einen Job beim ifo Institut. Du kannst einfach nicht gut genug lügen.

    Die USA haben 292.000.000 Einwohner.
    Deutschland hat 82.310.000 Einwohner.
    Das bedeutet das es rund 3,6 mal mehr Amerikaner gibt als Deutsche.

    Bereinigt um die höhere Kopfzahl, hätten die USA also 14 Prozent Anteil und wir 1,12. Die USA in der der Dienst schon länger läuft und dem Spieltrieb noch mehr entgegenkommt, hätte also den zehnfachen Marktanteil wie wir. Damit kann ich gut leben. Wir senden eben mehr SMS.

    Berlin hat gestern 2.495 Sendungen gehabt, New York City hatte 12629.
    New York City hat ca 7.200.000 Einwohner, Berlin hat 3.405.259 Einwohner. Rechne ich die Einwohnerzahl um kommt New York City auf 5.957 Tweetsm also etwas mehr als das Doppelte. Die drei Wallstreetnasen, denen ich folgen würde, wenn ich die Nerven hätte, hauen aber alleine schon um die hundert Tweets am Tag raus.

    Du magst Twitter halt nicht. Aber Twitter wird ein Hit. Sobald du verbergen wem du followst bzw. Follower Gruppen bilden kannst, wird SMS Alteisen.

  • danke für die gewichtete Umrechnung, ich war zu faul dafür, aber völlig richtig:)

    Wo steht, dass ich Twitter nicht mag? Das ist eine geniale Lösung, die ich aber so nicht brauche.

  • Wenn ich mich da einmischen darf: Ich weiß nicht ob ich Twitter mag, weil ich es nicht verstehe.

    Aber, hey Jochen, glaubst du im Ernst, dass Twitter irgend eine Relevanz im Vergleich zur SMS erhält? Nicht wirklich, oder?

    Wenn es gestern in Berlin (sicher eine der Twitter-Hauptstädte in D) 2400 Sendungen gab – was sagt uns das denn? Das es eine sicherliche sehr feine aber ebenso kleine Twittergmeinschaft gegenseitig durch das Leben folgt und herumtwittert.

    Und alle anderen 79,999 Millionen Deutschen haben keine Ahnung, worum es dabei geht – und werden dies auch nicht ändern weil sie mit Telefon, E-Mail, SMS, Handy und wasweißich genug zu tun haben.

    denke, ich jedenfalls 😉
    eric

  • @ eric 7

    Die anderen Deutschen werden es sehr schnell lernen weil es eine Frage des Geldes sein wird.

    Ich will es mal mit einem kleinen Szenario versuchen.

    Festnetz und Handy haben ihren Höhepunkt weltweit überschritten. Mit den neuen IP-Nummern des IPV6 die bald kommen, weil sie gebraucht werden, hat jeder Mensch, jeder Kühlschrank, jedes Auto eine eigene IP-Nummer.

    Wir haben heute schon Voice over IP also Telefon über das Datennetz. Email, Webseiten, Online-Zeitungen, Online-Fernsehen, Onlineradio, Blogs. Als Online-SMS haben wir Twitter.

    Sobald du für eine 50 Euro Flatrate Mobil wie stationär ins Netz kannst, wirst du das machen, wenn du damit eine Rechnung für alle Dienste hast. Es kommt. Frag mich nicht welche Bedeutung es haben wird. Vielleicht gibt es dann ja kein Twitter mehr sondern ständige Videoconferenzen der Kids. Das glaube ich aber eher nicht, weil die Flats nach oben gedeckelt im Verbrauch angeboten werden.

  • Keine Frage, Jochen: Das kommt. Und keine kann sich sicher sein, dass der Begriff „Twitter“ vielleicht nur als Gattungsbegrif funktioniert und Vodafone und O2 eigne „Twitterdienste“ einführen.

    Allerdings muss ich schon eines sagen: Falls Twitter als Twitter auch nur ein Promill des gesamten SMS-Volumens erreichen würde (kurz gegoogelt: 25 Milliarden SMS/Jahr in D) würde sich das Unternehmen selber von der Platte pusten. Denn auch wenn die User die Nachrichten kostenlos bekommen – umsonst werden die nicht verschickt… (oder liege ich da falsch?)

    Mit anderen Worten: das Prinzip „Twitter“ funktioniert im großen Stil nur, wenn es die Netzbetreiber betreiben. Und da wissen wir ja schon, wie lange das erstens dauern kann und zweitens wie kompliziert das am Anfang sein wird (kostenlos Freunden im eignen Netz followen, die anderen kosten 1 Cent/Nachricht – oder so ein Quatsch). Das hat definitiv Potential, dass es weg-verkompliziert wird.

    So lange Twitter kein eigenes Geschäftsmodell ist (und da ist wohl keines zu sehen) hat das für mich noch keine Zukunft.

    denke ich 😉
    eric

  • @ eric

    In Japan sind sie mit Werbung gestartet. Das wird überall kommen. Ich glaube an die Flatrate mit Transferbeschränkungen und an deutschlandweites WMAN unabhängig von der Technikbasis.

Kommentieren