Sonstiges

Webradio: SqueezeBox Boom von Logitech

habe am Donnerstag von Logitech Post bekommen und in einer großen Metallkiste (!) war die sog. „Squeezebox Boom„:
Squeezebox Boom
Ein Zettel lag nicht bei, lediglich ein Verweis auf eine Werbeseite. Ich nehme an, ich soll über das Werbegeschenk schreiben? Klar, ist was Neues für mich:) Tue ich aber gerne, weil das Mistding zugleich tierisch nervt und erfreut.

Vorneweg: Es handelt sich dabei um ein „nerdiges Radiogerät“, das per WLAN-Verbindung sowohl Musik aus dem Internet aber auch von der lokalen Festplatte abspielen kann. Für mich eine neue Welt, mit der ich mich erst jetzt befasse und langsam reinkomme. Insgesamt macht das Teil Laune, obwohl ich die Bedienung (Doku als PDF) als Einsteiger in dieser Geräteklasse alles andere als gut finde. „Schuld“ an der guten Laune ist die große Musikauswahl, die ein übliches Küchenradio übertrifft (mit dem man eben nicht alle möglichen Sender weltweit empfangen kann / habe zwar auch einen Weltempfänger, nutze den aber nie, nur hin und wieder im Ausland / und auch schlecht die Platte anzapfen kann), aber und vaD die Soundqualität der Aktivboxen. Kosten tut der Spaß rund 280-300 Euro (je nach Internetquelle;) und wird ab September erhältlich sein. Keine Ahnung, wann genau.

Eigentlich könnte ich jetzt die Bedienung und Funktionen des Geräts beschreiben, da aber die Jungs von Neuerdings.com bereits ein ähnliches Gerät („Duet“) von Logitech getestet haben, erspare ich mir eine nähere Beschreibung, denn das Modell „Duet“ (s.a. Amazon) und „Boom“ sind vom Kernprinzip gleich. Siehe:
Logitech Squeezebox Duet im Test I
Logitech Squeezebox Duet im Test II
Allerdings glänzt das Modell „Duet“ ähnlich wie Sonos (das ungleich teurere Referenzmodell der Konkurrenz) gegenüber der Boom durch eine Besonderheit: Man kann in verschiedenen Räumen eine Lautsprecherbox im Handumdrehen mit dem Zentralgerät verbinden und damit je Raum eine andere Musik abspielen lassen. Sonos-Konzept eben, wers kennt. Das ist so mit der Boom nicht möglich.

Abgesehen davon, dass die Boom vom Hörvergnügen und der umfangreichen Musikauswahl her ohne Frage Laune macht, kommen wir zu den Knackpunkten, die einen Einsatz für einen 08/15-Konsumenten meiner Meinung nahezu unmöglich machen. Wer denkt, dass es ein Kinderspiel ist, die Boom wie ein handelsübliches Radio bedienen und handhaben zu können, hat sich geschnitten. Und es ärgert mich, dass weder Neuerdings, noch Heise, noch Golem (siehe älteren Golem-Artikel) darauf explizit hinweisen. Daher will ich die Rolle des Bad Guy übernehmen.

Logitech hat Thomas D angeworben, um die Squeezebox per Video zu präsentieren:
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Was Thomas D natürlich nicht erwähnt, ist die komplizierte Einrichtung der WLAN-Verbindungsdaten. Thomas D spricht von kinderleicht, was im Video nur 1 Sekunde dauert. Pustekuchen! Wenn man Pech hat, muss man die WLAN-Adresse und das Passwort „einrollen“. Einrollen? Nicht eintippen? Nope. Man muss am Gerät das fette Rädchen benutzen, um das erste Zeichen einzugeben. Dann drückt man das Rädchen und kommt zum nächsten Zeichen. Wie in guten alten Joystick-Zeiten:)

Zudem hantiert Thomas D im Werbefilm mit der Fernbedienung vom Modell „Duet“ herum. Das ist aber so nicht richtig, denn der Boom ist eine billige Fernbedienung beigelegt. Im Vergleich, links die FB für Duet, rechts die FB für Boom (die Buchstaben sind nicht wirklich drauf, das Bild stammt aus der Doku):
FB DuetFB Boom
Irgendwie muss es ja einen Grund geben, warum die Duet rund +200 Euro und mehr kostet (Grundgerät knapp 400 + Boxen sind separat zu kaufen). Ok. Aber zur Bedienung kommen wir gleich. Die nämlich so schlecht ist, dass es wirklich keinen Spaß macht, sich mit der günstigen Fernbedienung durch die Menuestrukturen zu hangeln. Eine Auslagerung auf eine FB mit kleinem Monitor wie bei der Duet nimmt dem Nutzer etwas von der Qual und entschädigt durch das wertige, visuelle Feeling. Außerdem kommuniziert die FB per Infrarot mit dem Grundgerät. Bedeutet? Sobald man etwas seitlich steht, kann man die Lautstärke nicht mehr verstellen. Oder nicht mehr eine andere Mucke hören, oder irgendeinen Punkt auswählen. Es ist zwecklos, seitlich zu stehen. Man muss die Menues auf dem Display sehen können, um irgendwas überhaupt umzuschalten. Was zugleich der Grund sein wird, warum die Ingenieure den Kunden zwingen, das Gerät frontal bedienen zu müssen. Daher spielt die FB eine große Rolle, sonst würde ich nicht meckern. Legt die FB von der Duet bei und gut ist;) Ob das Gerät dadurch statt 280-300 dann eben 330-350 kostet, macht den Bock auch nicht mehr fett.

Nächster Punkt, der mich noch mehr wurmt: Es ist nicht möglich, die Boom mitzunehmen und irgendwo -solange ein WLAN vorhanden ist- einzuschalten. Das Teil besitzt nämlich weder Akku noch sonst Batterien. Aua… man benötigt immer einen Stromanschluss. Thomas D wirbt im Video damit, dass er seine Musik überall auf seinem Bauernhof hören kann und verschweigt, dass man dazu ein 50 Meter Verlängerungskabel und ggbfl. auf dem Feld einen Stromgenerator benötigt:) Das schränkt den Einsatz der Boom erheblich ein. Nix mit hypemodernem Ghettobluster, verpasste Chance!

Und kommen wir zur Bedienung per se: Grausam:) Entnehmt das bitte einfach der oben verlinkten Doku. Die Menuestrukturierung ist unter aller Kanone und Logitech sollte dazu einfach mal Apple-Mitarbeiter abwerben, damit das was wird. Ich habe schon dutzende Male in die Fernbedienung gebissen. Wie kann man es nur schaffen, dermaßen tief verschachtelte Menues zu bauen. Zudem, wenn man etwas auswählen will, muss man nicht wie üblich den Enter-Button drücken, sondern man geht nach … „rechts“. Das birgt aber manchmal eine Überraschung. Nehmen wir an, es spielt ein cooles Lied aus der lokalen Festplattensammlung und ihr wollt das als „Favorit bookmarken“, um es in Eure Playlist aufzunehmen. In dem Fall nutzt man nicht mehr die „Rechststeuerung“, sondern man muss einen eigenen Button „+“ drücken. Nutzt man allerdings die Boom zusammen mit dem Musikportal Last.fm, bedeutet ein Rechtsklick beim Abspielen der Mucke, dass man den Titel als „love it“ deklariert. Und in anderen Fällen kommen dann eben nochmals 5 Unterpunkte. Grummel… please fix this crap! Es ist ein totales Durcheinander.

Kommen wir zur Musikauswahl. So habe ich gerade angedeutet, dass ich bspw. Last.fm mit der Boom koppeln kann. Dazu muss man allerdings, was anders schwer zu lösen ist, im hauseigenen SqueezeNetwork der Boom online die Genehmigung erteilen, auf Last.fm zugreifen zu dürfen. Ich bin mir jetzt unsicher, aber kann sein, dass man ohne diese Freigabe per se nicht auf Last.fm zugreifen kann. Anyway, nun könnte man sich denken, dass man Last.fm einfach so nutzen kann. Einfach ist gut. Auch hier gilt, dass man vom Menuewust erschlagen wird. So gut das auch von Logitech gemeint war, externe Spezialdienste wie Last.fm (neben Live365, MP3Tunes, RadioIO und RadioTime) einzubinden, so misslungen ist die Bedienung derselben. Es hat aber gereicht, dass ich mich bei Last.fm als Premiumkunden registriert (war zuvor Normalo) und 30 Euro überwiesen habe;) Was ich aber von Last.fm als Unverschämtheit empfinde: Selbst als Premiumkunde kann ich nicht mehr als ca. 5 Titel vorspulen, dann sagt das System, ich solle es später wieder probieren. Ebensowenig ist es möglich, einzelne Songs gezielt anzusteuern! Ein 08/15 Kunde würde, wenn er denn überhaupt einmal so weit vorgedrungen ist, so einen Hals bekommen. Ich trinke halt nen Schwarztee und harre der Dinge auf bessere Zeiten.

Wenn jemand btw weiß, wie man die Boom mit Deezer.com koppeln kann, bitte melden!

Kommen wir zu den Radiosendern: Wer erwartet, dass er deutsche Radiosender einfach so abspielen kann, sollte sich lieber vorher mühsam in Foren durchwühlen, wie man an die teils arg versteckten oder verbogenen Playlisten der Radiosender rankommt. Bis jetzt habe ich keine Liste gefunden, die mir alle verfügbaren Radiosender in D anzeigt.

Und ein letzter Meckerpunkt zum Schluss: Es gibt manche, die beklagen bei der Squeezebox das Fehlen des UPnP-Standards, das mich allerdings nicht sonderlich wurmt. Viel schlimmer wiegt, dass man deswegen die Boom nicht mit iTunes koppeln kann! Boom, Krach, Peng! KO! Es sei denn, man kauft sich Songs, die über iTunes Plus (nicht mit fair-Songs verwechseln, die kann Boom auch nicht abgreifen!) freigegeben sind. Da ich das nicht tue und meine gesamte Sammlung nahezu auf iTunes DRM-geschützter Mucke basiert, kann ich die Boom so gut wie gar nicht mit meiner lokalen Musiksammlung nutzen. Autsch! Die Sonos-Anlage kann sich mit iTunes verbinden, das nur mal am Rande! Wer auf diesen Punkt Wert legt, muss einen weiten Bogen um die Boom machen! Btw, das Gleiche gilt für Duet, die das ebensowenig kann. Da sollte man lieber zum teureren Sonos greifen, wenn man was haben will, das vaD mit iTunes reden kann.

Über einen Punkt sollte Logitech nachdenken: Ich kann mit meinem billigen SanDisk Sansa Fuze ohne Probleme Radiostückchen aufnehmen. Das erwarte ich bei einem Gerät wie der Boom, das 3x soviel kostet, ebenso. Rechteproblematik hin oder her. Und von einem „kauf-mich-Musiksystem“ will ich gar nicht erst träumen;)

Also? Die Boom ist cool, macht Laune, trotz all der Meckerpunkte. Der Sound ist klasse, ich bin unerwartet zum Last.fm Premiumkunden aufgestiegen, höre Musik von Sendern, die ich noch nie gehört habe. Das steht auf der Habenseite. Auf der Sollseite stapelt sich allerdings Einiges auf. So ist Boom weniger bombastich für Normalsterbliche, denn zu groß sind die Macken und Hürden, die es zu nehmen gilt. Was die Bedienung und Mobilität angeht. Und ich rechne nicht damit, dass man mit so einem Grundgerät den Massenmarkt erobern kann. Obwohl Logitech einen Massenanbieter ist. Ich kann nur hoffen, dass man extrem am Bedienkonzept feilt, sonst wird das nie was. Wenn Logitech dann aber erneut iTunes außen vor lassen will, lasst es lieber gleich sein mit den Squeezbox, das geht so einfach nicht, bei aller Liebe. Denn die Grundidee, sich Musik aus egal welchen Quellen beliebig zusammenstellen und abspielen zu können, ist 100% richtig.

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Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

58 Kommentare

  • Robert, in dir steckt ein echter Gadget Blogger. Respekt!

    Selten so einen fundierten, ehrlichen und erhellenden Beitrag gelesen. Außer vielleicht bei Vowe. Weiter so, dann brauche ich mich nicht mit dem Gadget Geblogge rumzuschlagen 😉

  • @moritz, danke, dass das als Werbung durchgeht, ich hatte schon Angst, dass ich als purer Meckerfritze Mecker bekomme:)

    @Yves, thx, aber als Gadgetblogger eigne ich mich nicht wirklich, weil ich eher auf das achte, was man hätte besser machen sollen.

  • Kein Vorwurf, aber man weiß gerade wirklich nicht, ob du das Ding geschenkt bekommen hast oder gekauft hast, behalten kannst oder wie oder was oder wen. Ändert nichts am Artikel könntest du aber dennoch mit einem Halbsatz am Anfang oder Ende klarer machen.

    PS: kann Yves nur Recht geben, besser als viele Gadgedblogs, solltest du öfter machen, fand deine Herangehensweise beim Mactesten schon gelungen und hier gehst du genauso „gefühlig“ ran. Gefällt.

  • Ich finde es ist ein sehr guter Artikel, du bewirbst das Gerät mit allen Vor und Nachteilen, Logitech konnte auf jeden Fall in meinen Augen dadurch an Glaubwürdigkeit gewinnen.
    Nettes Teil, wenn ich nicht in einer kleinen Studentenbude leben würde wäre es echt eine Überlegung wert.

  • „…Und ein letzter Meckerpunkt zum Schluss: Es gibt manche, die beklagen bei der Squeezebox das Fehlen des UPnP-Standards, das mich allerdings nicht sonderlich wurmt. Viel schlimmer wiegt, dass man die Boom nicht mit iTunes koppeln kann!…“

    jep- wegen der fehlenden unterstützung von upnp!

    ich habe auf meinem mac einen kleinen upnp server (von elgato) laufen, und schon kann ich auf meinem upnp client die mukke vom großen hören.

    für mich wäre „kein upnp“ ein „no go“

  • Also ich habe von denen auch eine Werbe-Mail bekommen, aber kein Paket! Nun darfst du raten warum mir nicht danach war/ist, über das Gerät zu schreiben.

  • Neus Produkt… Kampagne… Link… und Tschüß. Bin da aber auch nicht der einzige Blogger den sie da angeschrieben haben ohne Paket. So eine leckere Schachtel Bonbons hätten für so einen kleinen Blogger wie mir ja auch den guten Willen und Geste gezeigt, aber so… ganz sicher nicht.

  • „ok, danke für die Info!!! ich ärgere mich grün und blau, dass ich iTunes nicht anzapfen kann, grummel“

    für windows gibts u.a. den twonky media server, kostet nur wenig und funktioniert auch gut… aber hilft nicht wenn der client kein upnp mag

  • Nunja. Wer soll das brauchen können? Mobil ist es nicht. Batterien hat es nicht. Irgendein Netzwerk drumrum braucht es. Ebenso einen Musikserver, den es anzapfen kann. Also ist es wieder ein Satellit einer bereits vorhandenen Medien-Infrastruktur.

    Da kann ich dann aber auch folgendes machen:

    1. Apple Airport Express – 89 Euro
    2. Harman Kardon Soundsticks – 199 Euro

    Beschehrt mir als Ergebnis eine satt klingende Soundausgabe von dem Zeug, was iTunes gerade abspielt. Sei es nun ein Stream, eine MP3-Datei oder irgendetwas gekauftes (womit ich also auch gleich noch die ganze iTunes Store-Geschichte mit drin habe). Kostet genausoviel wie der Logitech-Kram.

    Und wer eine etwas bequemere Fernbedienung haben möchte, der holt sich ein iPhone oder einen iPod Touch (noch einmal 279 Euro), das kostenlose Programm Remote von Apple, und kann bequem von überall im Raum per _WLAN_ das iTunes fernsteuern.

    Und dieses System ist natürlich jederzeit um weitere Airport Express und Lautsprecher erweiterbar. Per Fernbedieung am iPhone kann umgeschaltet werden, wo der Sound rauskommen soll. Damit haben wir also auch die Duet-Erweiterbarkeit und Flexibilität abgedeckt.

    So, und wo ist jetzt der Mehrwert der Logitech-Lösung? Weder ist Logitech günstiger, noch ist es flexibler, noch ist es besser zu bedienen.

  • Robert, ich nehm dir das Teil gern ab, wenn du dich genug drüber geärgert hast. 🙂

    Irgendwo hab ich bestimmt noch ne Steckdose frei.

  • Die Soundsticks II sehen nicht nur Klasse aus, die klingen auch noch gut. Ausgewogenes Klangbild, satter, knackiger, nie brummender Bass. So mag ich es gerne. Wer natürlich an „meine“ Lösung andere Boxen ranschraubt, der kommt auch mit 130 Euro klar und kann iTunes-Musik in anderen Räumen hören.

    Per last.fm-Proxy kann übrigens auch iTunes last.fm abspielen und somit an eine Airport Express weiter reichen, inkl. Browser-GUI zum lieben oder bannen (wo wir wieder beim iPhone oder iPod Touch wären).

    Und die iTunes-Anbindung von dem Logitech-Krams ist ja wohl ein Witz. Die iTunes-XML-Datei in irgendein Logitech-Programm kippen? Geht’s noch? Da sollte sich Logitech mal mit Roku unterhalten, da muss ich nur in iTunes „Share“ anklicken und die Roku-Produkte sehen meine iTunes-Musik, Playlisten usw.

  • wsa ich nur nich ganz verstehe, hilf mal kurz: Airport Express dient als Router, um Mucke von A nach B zu schaffen. Ok. Windoof auch? Frage 2: Wie koppel ich die mit der Box? Hat die Box WLAN? Oder Kabl von Box to Airport? Und wie steuer ich dann die Box an, bzw. wie steuer ich die Musik? Per iTunes?

  • Ja, Windoof auch.

    Airport Express holt sich den Stream von iTunes ab. In iTunes erscheint Airport Express als Lautsprecher-Auswahl, also z.B. als „Schlafzimmer“: http://www.apple.com/de/airportexpress/features/airtunes.html

    Ethernet oder WLAN geht beides.

    Steuerung per iTunes (Apple Remote, also Infrarot, bei Mac) oder iPhone/iPod Touch (dann WLAN, also von überall in der Wohnung): http://www.automatedhome.co.uk/New-Products/AH0015-Apple-Remote-iPhone-Application.html

    Insgesamt bin ich umgefallen, als ich dieses Remote-Programm gesehen habe. Das war echt ein Traum. Ich bin schon etliche Streaming-Boxen durch, alle waren schlecht. Die Remote-App auf dem iPhone kickt einfach alle dieser Fernbedienungen. Das in Verbindung mit der Airport Express und der Lautsprecherauswahl direkt in der „Fernbedienung“ ist einfach perfekt. Anwendungsbereich bei mir: Im Bett liegen und denken „Jetzt ein wenig Musik“. iPhone zücken, Fernbedienung öffnen, Lautsprecher im Schlafzimmer auswählen, Song auswählen, Play, habe fertig. Traumhaft. Einfach, simpel, elegant :D.

    Auch wenn viele was gegen Apple haben, diese ganze iTunes/iPod/iPhone-Infrastruktur ist schon in ihrer Zusammenarbeit sehr angenehm.

  • Ich such jetzt nur noch Boxen für das Badezimmer, die klanglich wie die Soundsticks sind, aber ganz klein. Ja, ich erkenne auch, dass es da einen Widerspruch gibt. Aber ich möchte ja auch die Bildqualität meiner 2000-Euro-Kamera aus dem iPhone fallen haben, ohne dass es größer wird ;).

  • Nach allem was ich über die Squeezebox Boom gelesen habe, kann das Gerätchen sehr wohl UPnP. Vielleicht einfach mal einen TwonkyMedia-Server in der Trialversion runterladen und ausprobieren? Twonky liest auch die iTunes-Datenbanken.

    Das schöne an UPnP ist die Dreifachtrennung: Server, Client und Controlpoint. Man kann auf dem PDA oder dem Internet Tablet oder einem Mobiltelefon mit WLAN die Controlpoint Software installieren und hat dann eine bessere Fernbedienung als jedes Infrarot-Gerätchen.

  • „wsa ich nur nich ganz verstehe, hilf mal kurz: Airport Express dient als Router, um Mucke von A nach B zu schaffen. Ok. Windoof auch? Frage 2: Wie koppel ich die mit der Box? Hat die Box WLAN? Oder Kabl von Box to Airport? Und wie steuer ich dann die Box an, bzw. wie steuer ich die Musik? Per iTunes?“

    @robert: guten morgen!
    das habe ich seit jahren zuhause im wohnzimmer, küche und attelier… hab ich dir auch schon gezeigt – aber das schöne an alzheimer ist das man immer was neues lernt oder? :-)))

  • Ich habe ne Squeezebox classic, und bin glücklich. Die Verbindet man direkt mit der Stereoanlage. Zugegeben, die Fernbedienung ist echt ein Krampf, sie funktioniert bei mir aber auch, wenn ich mit dem Rücken zum Gerät stehe. Man kann die Squeezebox übrigens auch per Computer über die open-source software Squeezecenter steuern. UPnP Support ist dabei, genauso wie iTues support, meine ich.

    Die Squeezebox hat einen entscheidenden Vorteil gegenüber dem Airport und Consorten: den Sound! Ein guter D/A Wandler und ordentliche Ausgänge sind dafür verantwortlich.

    Hier noch der Link zum Produkt: http://www.slimdevices.com/pi_squeezebox.html
    Bin übrigens nicht assoziiert mit der Firma, nur ein zufriedener Kunde.

  • Dann stellt sich jetzt die Frage: Ist das ein Problem von slimdevices (bzw. logitech) oder von Apple?

    Weder noch. Es ist dein Problem, weil du die Musik, die du gekauft hast, leider nicht abspielen kannst. Und somit ist es ein generelles Problem von DRM geschützten Dateien.

  • für ipod/iphone gibts übrigens ein spezial skin für das squeezecenter: http://penguinlovesmusic.de/?page_id=27
    sehr coole arbeit des pinguins. ersetzt auf jeden fall die fernbedienung und hat auch so nette geschichten wie cover anzeige. man hat dann also sozusagen gratis eine duet 🙂

    ich für meinen teil gebe meine squeezebox nicht mehr her und werde mir auf jeden fall noch eine boom zulegen. an das bedienkonzept gewöhnt man sich ja schnell und wenn man sich so durchliest, dann ist der sound wohl wirklich gut. gute soundqualität kostet halt auch. übers internet gibts das ding bei uns in der schweiz schon ab CHF 300.– (ca. 180 Euro)

    last.fm funktioniert bei mir übrigens tadellos.

  • Und für jedes andere Handheld device can man den „Handheld“ skin vom squezecenter benutzen. Ich kann also von meinem SE P1i per W-lan die Squeezebox steuern.
    Wenn ich noch ne UPnP fähige Festplatte hätte, gings wohl sogar ohne den Laptop an zu haben.

  • Naja,
    netter Artikel, aber hättest dir ein bisschen mehr Zeit nehmen können mit der Recherche.
    Mag sein, dass Thomas D das ein bisschen zu „werbig“ locker sieht, aber Fakt ist: man kann die Boom mit der Fernbedienung der Duet benutzen (die Duet kann übrigens alle Modelle der Squeezbox auch ohne in Sichtweite zu stehen bedienen).
    Fakt ist auch, dads iTunes ohne Probleme angeschlossen werden kann. Voraussetzung dazu ist aber, dass auf dem Computer/NAS auf dem iTunes läuft auch das von Logitech mitgelieferte Programm SqueezeCenter installiert ist. Damit kann man iTunes sofort anbinden, kann lastFM und andere Dienste ohne teure Premium-Mitgliedschaft anzapfen und lastFM sogar mitteilen, welches Lied seiner Festplattensammlung man gerade über die Squeezebox abspielt damit sich dessen Profil anpasst (und noch vieles mehr) .
    Zugegeben, die Eingabe der WLAN Kennung ist umständlich, aber das macht man meist nur einmal und außerdem sähe das schicke Radio mit einer Blackberry-ähnlichen Tastatur ziemlich bescheiden aus…

    Ciao
    CptHarlock (der mit einer Duet auch sein iTunes und lastFM hört)

    PS: Für den Preis ist das Ding vom Sound und von den Möglichkeiten schon der Hammer. Sonos ist auch toll aber 3x so teuer!

  • FB: Erweiterte FB kostet Geld, ist nicht Standard bei Boom
    iTunes: Wie beschrieben, iTunes Songs mit DRM = n.i.c.h.t. a.b.s.p.i.e.l.b.a.r.
    Scrobbling: Es steht auch nirgends was davon, dass man Premium-Kunde bei last.fm sein muss

    Wie findest Du das Duet-Modell insgesamt? Zufrieden soweit oder hats auch Macken?

  • FB: ist in der Tat nicht Standard bei Boom. Man sollte aber wie erwähnt darauf hinweisen, dass sie alle Squeezeboxen im gesamten Haus (oder Hof) steuern kann und dass man zwischen den Squeezeboxen aktuelle Playlisten und gespielte Songs austauschen kann.
    iTunes: bei DRM gebe ich dir recht, das ist idT ärgerlich.

    Ich benutze die SB Duet zusammen mit einem NAS. Die Menüstruktur ist eigentlich sehr gut (identische Baumstruktur wie bei anderen SBs (auch Boom) aber halt über ein schönes Display!).

    Ist mit dem Sonos-Konzept vergleichbar. Allerdings zu einem viel kleineren Preis.

    Mein SB Receiver ist über 100MBit am Heim-Netzwerk und per Digital-LW Kabel an meiner HiFi-Anlage angeschlossen. Der Sound ist selbst bei „normalen“ mp3 Dateien sehr gut und bei FLAC-Dateien hervorragen.

    Alles in allem sehr zufrieden. Spiele auch mit dem Gedanken für weitere Zimmer Boom oder SB2 anzuschaffen (habe ja die richtige Fernbedienung ).

    Gruß,
    CptHarlock

  • @Robert
    Deezer ist jetzt als Dienst im aktuellen Squeezecenter und im Squeezenetwork enthalten.

    Ach ja, für den Apple Fan jetzt noch iPeng als App für den Ipod Touch und iPhone http://penguinlovesmusic.de/

    Also ich hatte mit Itunes und AirPort Express meinen Weg in die digitale Musikspeicherung gefunden. Als Windows User aber mit vielen Hürden verbunden und ich wollte nicht einen leistungsfähigen Rechner für Itunes verheizen müssen. Nun läuft Squeezecenter auf einer kleinen VIA C7 Box unter Ubuntu und wird bei Bedarf von meiner Squeezebox Classic aus dem Standby (4 Watt) gekickt (dann 20 Watt).

    Die IR Bedienung ist gewöhnungsbedürftig und definitiv nicht mit der Steuerung via Web Interface oder IPod/IPhone (IPeng) vergleichbar. Allerdings geht bei dem Display nicht viel mehr und es belohnt einen mit einer Titelinfo, etc., die allen zur Verfügung steht (Classic/Boom). Auch nicht zu verachten.

    Dem reinen Itunes Anwender wohl keine Empfehlung, aber sonst eine Überlegung wert, so mein ich.

    Grüße,

    John

  • Ach ja, und zu der Sonos kann ITunes Geschichte, wieso lese ich dies in den FAQ von Sonos:

    ***

    FairPlay – über iTunes erworbene Musik

    Das Sonos Digital Music System kann keine Musik abspielen, die über den iTunes Music Store erworben wurde, da diese Titel durch ein DRM-Schema (Digital Rights Management) namens FairPlay geschützt sind. Apple hat sich dagegen entschieden, die FairPlay-Titel an Dritte (einschließlich Sonos) zu lizenzieren.

    ***

    Wie wird denn dann DRM geschütze Musik aus Itunes über das Sonos System wiedergegeben?

  • Die ziehen konsequent ihr Geschäftsmodel durch, und da stören Fremdanbieter, soweit Apple die Dinge aus dem eigenen Portfolio abdecken kann oder will.

    „Geht und Gut“ Lösungen sind leider häufig mit geschlossenen Systemen verbunden. Wir sind ja nicht alle die Freaks vor dem Herrn. Da haben die Jungs von Apple schon ein glückliches Händchen.

    Noch ein Pluspunkt für die Boom, oder für Slimdevices/Logitech, da läuft sogar die alte SLIMP3 aus dem Jahr 2001 noch mit der aktuellen Software. Ist ja selten in unserer schnelllebigen Welt.

  • Da würde ich als notorischer Besserwisser gerne noch ein paar Fehler im Artikel korrigieren:
    1. Man kann sehr wohl beliebig viele Booms miteinander synchronisieren, dafür braucht man nicht die Duet.
    2. Das mit dem „von der Seite kann man die Lautstäke nicht verstellen“ stimmt nach meiner Erfahrung nur im Freien (oder vielleicht in Kathedralen). Einfach die FB auf die nächste Wand halten und das Signal kommt schon an. Der Kommentar mit dem Display stimmt natürlich, aber für die Lautstärke braucht man das ja nicht.
    Am Besten ist die Boom eh als Teil eines Systems mit mehreren Empfängern (ähnlich Sonos) geeignet, und da lohnt sich dann schon die Anschaffung de SqueezeboxControllers (oder iPengs 🙂 ).

    zu DRM: wer sowas kauft, ist eh selber schuld. Microsoft und WalMart schalten schon mal ihre Server ab, Apple wollte einen Aufpreis für das „nochmal runterladen“ als „+“-Version, … Einfach nicht kaufen. Hat bei CDs auch geholfen, da gibt’s Kopierschutz inzwischen fast gar nicht mehr.
    Man muss sich das schließlich mal überlegen: die Plattenfirmen wollen diejenigen einschränken, die für ihr Produkt BEZAHLEN und sie damit schlechter stellen, als diejenigen, die sie raubkopieren. Und dass das auch nur einen daran hindert, die Musik bei eDingens einzustellen, glaubt ja wohl niemand, oder (schließlich ist die Umgehungsmöglichkeit für den Kopierschutz auch gleich eingebaut). Einfach nur hirnverbrannt.

  • Naaaaa, wer macht den da ’n bisserl Eigenwerbung 🙂

    Kannst du aber ruhig auch, würd auch nur noch mittels Ipeng meine SB steuern. Nur hat da die Eigentümerin des Ipod was dagegen.

    =D

  • Unbedingt, dies ist die Quelle aller Entscheidungen des angebissenen Apfels. =D

    Wobei die Umändergebühr echt unglaublich ist. Naja, wenigstens merken es so langsam die Damen und Herren Musikindustrie.

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