Social Networks und Unternehmen: Wie nutzen?

Robert Basic

folgende Mail von Gabriel Matuschka/Gründer von Triphunter (einem aktionsbasierten Reisevermittler zu spannenden Zielgebieten) hat mich erreicht, die ich gerne zitieren möchte und auch darf. Sie steht in Bezug zu einer nicht ganz so alten Meldung, die von Triphunters Integration in WKW handelt.

Hi Robert,
hi Jochen [er meint damit unseren E-Commerce Krisch;],

Ihr beiden schreibt ja immer wieder einmal über wer-kennt-wen – wenn auch aus unterschiedlicher Sicht. Vielleicht interessiert Euch die Aktion, die wir mit unserem www.TripHunter.de seit gestern (Montag) Abend dort laufen haben. Finde es extrem spannend aus der Sicht „was bewegt User auf Social Networks“.

Wir haben dort ein Gewinnspiel laufen, bei dem eine New York Reise gewinnen kann. Jede Person, die man in unsere TripHunter Gruppe einlädt, zählt als Los. Während wir gestern um 16 Uhr noch ca. 9.000 Mitglieder in der Gruppe hatten, sind es jetzt 94.000 – in ca. 24 Stunden. Das ist das größte Mitgliederwachstum, das WKW selbst je in einer Gruppe gesehen hat.

Wirklich erkenntnisreich finde ich: 2 Monate relativ intensiver Bebannerung in einem Social Network schafft ca. 9.000 Mitglieder. 1 Tag „gaming“ im Co-Brand schafft 90.000 Mitglieder. Ich glaube daraus könnte man schon ableiten, dass Werbeformen mit einer Interaktionskomponente direkt auf der Plattform eine signifikant höhere Durchschlagskraft haben.

Wenn Euch das Thema näher interessiert, stehe ich gerne für Fragen bereit.

Grüße
Gabriel

An dieser Stelle aber muss man auf die Erfahrungen von Facebook verweisen. Es handelt sich um systemübergreifende Effekte, die die externen Facebook Applikationen betreffen (die letzte Zahl, die im dazu Kopf habe, dass es wohl mittlerweile an die +50.000 Apps sein sollen, oder mehr?). Zu Beginn funktionierten solche Aktionen wie die von Triphunter, die usergetrieben sind, durchaus gut. Irgendwann aber beschwerten sich die User über die fast schon an Spam grenzenden Einladungen untereinander und man musste als Unternehmen gegensteuern, indem man die Regeln und Möglichkeiten, User für eine Facebook-App zu gewinnen, mehrfach angepasst hatte. Heißt? Es führt kein Weg daran vorbei, dass auf Dauer entweder das beworbene Produkt oder die Werbung selbst ausgeprochen gut sein muss, so dass man nicht in der Masse untergeht.

Und Triphunters Aktion heißt ja noch lange nicht, dass die User auch zu buchenden Kunden werden, wenn sie einer gewinnbasierenden Gruppe beitreten. Es kommt eben drauf an, was man anbietet. Im Fall von Triphunter geht es um das Thema günstige Reisen zu interessanten Locations, da kann es schon sein, dass die Lücke zwischen dem Wecken der Aufmerksamkeit und Buchen nicht so groß ist.

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Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.