'Go' for Fun & Productivity: Google stellt eigene Programmiersprache vor

Marek Hoffmann

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bumperBei Google ist man offenbar der Meinung, die Zeit sei reif – nicht nur für ein neues Produkt aus dem eigenen Haus, sondern auch für eine neue Programmiersprache. Und weil die bisherigen offenbar allesamt nicht einfach zu handhaben sind, lahmen, unproduktiv sind, keinen Spass machen und nicht Open Source sind, hat man beschlossen, dem abzuhelfen – mit „Go„.

Bei der mit den gebündelten Erfahrungen der eigenen Entwickler gespeisten, neuen Programmiersprache handelt es sich eigenen Angaben zufolge um ein Experiment des Suchriesen, die Entwicklungsgeschwindigkeit einer dynamischen Sprache wie Python mit der Performance und Sicherheit kompilierter Sprachen wie C und C++ zu verknüpfen. Tatsächlich erweckt „Go“ auch derzeitig noch eher den Eindruck, ein Potpourri aus verschiedenen, bereits vorhandenen Programmiersprachen zu sein, als eine eigene. So entdeckt man das Konzept des Interfaces, das man beispielsweise für das Sortieren von Daten benötigt, bei „Go“ ebenso wieder, wie den Garbage Collector, der die Freigabe von nicht mehr benötigtem Speicherplatz verwaltet. Stark orientiert hat man sich offenbar an C und C++. Tools wie „Compiler“ und „Linker“ sind in C geschrieben und die Datentypen „int“, „float“ und „unit“ sind bereits aus C bekannt. Zudem kann man Funktionen von C von „Go“ aus nutzen. 

Weil ich, wie bereits erwähnt, kein ausgewiesener Programmier-Spezialist bin, möchte ich hier nicht tiefer in die Materie einsteigen. Wer sich aber komplett dem Studium von „Go“ widmen möchte, für den steht ausreichend Material zur Verfügung: Ein fast einstündiges Video sowie Infomaterial samt Tutorial, FAQ, Installations-Guide etc. auf der Website golang.org.

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Mir erschließt sich auf den ersten Blick nur noch nicht, warum Google nun auch in diesen Sektor vordringt und wer die Konkurrenz darstellen soll. Es wird sich aber zeigen müssen, ob die Programmierer bereit sein werden, sich die Mühe zu machen, eine neue Sprache zu erlernen. Voraussetzung wird hier vor allem sein, dass „Go“ einfach und schnell ist, das bedeutet, unter geringstem Arbeits- und Zeitaufwand bestmögliche Resultate liefert – also das gegebene Versprechen eingehalten wird. Zudem wird die Wahl der API und IDE eine nicht unerhebliche Rolle spielen. Last but not least wird man auch dieses Mal wieder gespannt sein müssen, wie der Datenkrake mit den durch „Go“ gewonnen Daten der Programmierer umzugehen gedenkt.

Ärger scheint Google übrigens schon ins Haus zu stehen – und zwar wegen des Namens. Offenbar hat den Namen „Go“ jemand schon für seine Programmiersprache benutzt…

(Marek Hoffmann)

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Marek Hoffmann hat von 2009 bis 2010 über 750 Artikel für BASIC thinking geschrieben und veröffentlicht.