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'Sustail' hat den Dreh raus: Erste PC-Maus zum Aufziehen

sustail
Als ich die Sustail-Maus vorhin entdeckte, musste ich zuerst an diese ganz, ganz alten Spielzeuge denken, die man mittels eines Schlüssels (wie dem oben) aufziehen und dann losflitzen lassen konnte. Ich glaube sogar, es gab die auch als Mäuse, aber der Schlitz zum Aufziehen war seitlich. Checkt das mal bei den Blechspielzeugverkäufern auf dem Weihnachtsmarkt, bitte. Habe mich jedenfalls gewundert, wo denn die Logitech-Maus (konnte leider noch nicht in Erfahrung bringen, ob es sich um eine „offizielle“ Maus handelt) nach dem Ankurbeln hinrennen würde.

Die Antwort lautet: nirgendwohin. Trotzdem ist die Idee die gleiche, wie bei dem Spielzeug-Pendant: Durch das Aufziehen wird Energie gespeichert, die das Teil dann anschließend antreibt. Batterie-Kauf und -wechsel werden überflüssig. Erinnert stark an das Konzept der Wind-Up-Batterie – ob man sich aber dessen bedient hat oder eine Feder für Antrieb sorgt, wird nicht gesagt. Mit wie viel Energie man die Maus bereits aufgezogen hat, wird dem User übrigens per Sound-Feedback mitgeteilt: tiefe Okatven für wenig und hohe für viel Energie.

Ahmet Bektes, der Designer dieser „grünen“ Maus, möchte mit ihr die User zum Umdenken animieren, sie daran erinnern, dass sie erst „produzieren“ müssen, bevor sie „konsumieren“ können – in seinen Augen die Grundvoraussetzung für Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit. Guter Ansatz. Nur wahrscheinlich völlig nervtötend, wenn’s mal gerade brennt und es schnell gehen muss – und die Maus macht schlapp. Denn ein Strombetrieb als Notfallplan ist nicht vorgesehen.

Da ich die Idee als solche eigentlich für gut und förderungswürdig halte, überlege ich schon die ganze Zeit, ob ich die Sustail-Maus nicht den Politikern in Kopenhagen vorstellen sollte. Passt doch sehr gut zum Weltklimagipfel. Und ein Problem wäre es dank der Fortschrittlichkeit der dortigen Behörden auch nicht. Das dänische Außenministerium hat nämlich extra zum Zweck des gegenseitigen Austauschs einen Twitter– und Facebook-Account angelegt. Also, wer macht mit?

(Marek Hoffmann)


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Über den Autor

Marek Hoffmann

Marek Hoffmann hat von 2009 bis 2010 über 750 Artikel für BASIC thinking geschrieben und veröffentlicht.

11 Kommentare

  • I used google translator in order to understand your article :). I want to thank to you for focusing on the „real“ meaning of Sustail in your article.

  • Also die Idee ist wirklich pfiffig. Allerdings sollten meiner Ansicht nach manuell aufladbare Akkus nur dort eingestzt werden, wo sie Batterien oder elektrisch aufladbare Akkus erstzten können. In Taschenlampen zum Beispiel. Denn Akkus sind Sondermüll.

  • @ Ahmet: You’re welcome. In case you read this: How does the Mouse work? Via rechargeable batteries or do you wind up some sort of other device? And: Is it an „official“ Logitech mouse?

    @ Schon, aber du weißt ja nicht, wie lange der Strom vorhält.

  • Wäre es nicht eine viel bessere Idee, wenn man direkt die Mausbewegungen mittels eines Schwungrades dafür nutzt – bei einigen Armbanduhren soll das meines Wissens nach recht zuverlässig funktionieren. In dieser Form ist das leider nur ein unbrauchbarer Ansatz, der sich wohl kaum durchsetzen kann und den ein oder anderen vor der Gebrauch alternativer Energien durch eine derartige Unhandlichkeit ehr abschreckt.

    Das Konzept greift weder auf die naheliegenste Energiequelle zu, noch spart der Nutzer etwas ein, wenn beim Aufziehen ein 200 Watt-Rechner (eine optische Maus hat mit 2 AA-Akkus gerade mal ~5Wattstunden) ungenutzt weiterläuft. Diese Maus ist daher ehr als Kuriosität aufzufassen.

  • Hi,

    4.6V – 1.8 V is enough to connect a wireless mouse to the PC. In this case, the energy production wont be problem, however, the weight of the mouse can cause usability problem in terms of ergonomics and so on. The mouse has a rechargeable battery that can be charged by winding action. The technological problems can be solve easily. You can find some winding lamps that you wind one minute and gives 40 min. light.

    In my opinion, user decisions from buying to using are the main problem of these kind of products. The products that we are using shapes our behaviors and lifestyles ;therefore, companies need to find ways to change consumerism behavior in an alternative( funny, seduce.. etc..) way. This must be the core point of the philosophy of sustainable products because changing a habit is not so easy. The situation can be described as an addicted person who wants to quit the addicted thing. We used to live in a world which we always believed that resources are enough to consume more with closed eyes but it is not. It was an illusion…

    There can be also mouse that can be charged with scroll wheel. I believe that it can also not a big problem from the technological aspect. However, the effect of a mouse that is charging with scroll mouse, is going to be totally different from a mouse that you HAVE to do something before usage. It will be just a solution to reduce the energy consumption of mouse which is not going to teach something to user. It can be dictation but i want to define it as a lovely forcing action.. 🙂

    The main problem is not if it can not be built or not the question is if you want to use it..

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