Das 'Nirvana Phone' von Citrix macht aus einem Smartphone einen PC

Marek Hoffmann

nirvana-phoneObwohl Firmen wie VMware und Citrix im IT-Bereich schon seit vielen Jahren zu den Schwergewichten zählen, ist ihr Name dem breiten Publikum, das heißt dem gemeinen PC-User noch nicht sehr vertraut. Das hängt maßgeblich damit zusammen, dass sie sich mit ihren Produkten – in erster Linie Virtualisierungslösungen – bisher nicht an den Privatnutzer, sondern an Unternehmen gewandt haben. Zumindest die Verantwortlichen bei Citrix arbeiten nun daran, sich mit dem sogenannten „Nirvana Phone“ einen neuen Kundenkreis zu erschließen. 

Das in Kooperation mit den Open Kernel Labs entwickelte Smartphone soll eine Art Laptop-/Desktop-Alternative sein, ohne diese gänzlich zu ersetzen. Tatsächlich funktioniert es nur in Verbindung mit beiden, und zwar so: Alle Anwendungen, die ein User auf seinem PC hat, werden in einem ersten Schritt mittels einer Software (zum Beispiel XenDesktop) virtualisiert. Das bedeutet quasi, dass alle Daten und Anwendungen auf einen Server ausgelagert werden und man nur noch in einer virtuellen Umgebung arbeitet.

Im nächsten Schritt werden diese virtualisierten Informationen in die Cloud gesogen und dort für den Abruf von unterwegs bereitgestellt – und zwar über das „Nirvana Phone“ und der von den Open Kernel Labs speziell dafür entwickelten Mobile-Virtualization-Software. Je nach Bedarf können für ein bequemeres Arbeiten dann Peripheriegeräte wie Monitor, Tastatur und Maus an das Smartphone angeschlossen werden (siehe Bild oben). Nachfolgend eine kleine Vorführung des Phones:

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Die Idee hinter dem Konzept ist klar: Mittels eines kleinstmöglichen Gadgets auf einfachste Weise auf seine gesamten Daten Zugriff haben. Dadurch erhält der User eine größere Flexibilität als mit einem Laptop/Notebook, und hat gleichzeitig gegenüber einem herkömmlichen Smartphone die Möglichkeit, sein Gerät mittels externer Zusatzgeräte zu einer Art PC zu pimpen.

Die Nachteile liegen aber auch klar auf der Hand, allen voran der, dass die „Nirvana Phones“ erst in Zusammenarbeit mit Hardware-Herstellern produziert werden müssten. Zudem steht nicht immer und überall mal eben ein Monitor oder eine Tastatur zur freien Verfügung rum, wenn das Display des Smartphones zur Erledigung einer Aufgabe nicht ausreicht.

Nun die Frage an euch: Wie gefällt euch die Idee eines „Nirvana Phones“? Könnte es eurer Meinung nach ein Konkurrenzprodukt zum Litl, dem sich noch in der Konzeptphase befindlichen Chrome-Tablet oder Apples iPad werden? Oder seht ihr vielleicht eine Chance für das Phone in einem anderen Segment? Zuletzt noch ein Hinweis, der in diesem Zusammenhang erwähneswert ist: Mithilfe der oben erwähnten Software soll es laut Citrix bald sogar möglich sein, Windows 7 auf dem Apple iPad zu benutzen… 

Via: Venturebeat

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(Marek Hoffmann)

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Marek Hoffmann hat von 2009 bis 2010 über 750 Artikel für BASIC thinking geschrieben und veröffentlicht.