Sonstiges

PrePeat-Drucker benötigt keine Tinte oder Papier – kostet dafür aber satte 5.500 Dollar

Dass die Preise für Drucker-Tinte zu hoch sind, hat André uns ja zu Beginn der Woche anhand eines sehr eindringlichen Vergleichs vor Augen geführt. Daher wäre ein Drucker, der keine Tinte verbraucht, herzlich willkommen. Umso mehr, wenn er auch kein Papier benötigt – zumindest sollte man das annehmen. Auf den PrePeat-Drucker der japanischen Firma Sanwa Newtec trifft nämlich beides zu, ob er nun aber so viel günstiger und umweltschonender ist, als ein herkömmliches Peripheriegerät, ist die Frage.

Das Wunder-Gerät kostet nämlich satte 5.500 Dollar (etwa 4.000 Euro) und jedes der benötigten Spezial-Blätter nochmal 3,30 Dollar (knapp 2,40 Euro). Und so funktioniert das Ding: Im PrePeat befindet sich ein Präzisions-Thermalkopf, der Impulse unterschiedlichster Hitzgerade punktgenau aussenden kann. Legt man nun eine der speziell angefertigten, hitzeemfpindliche Plastikfolien ein, wird der gewünschte Text oder das Bild in einem Grauton quasi darin eingebrannt. Der Clou ist nun, dass diese Prozedur mit ein und demselben Blatt ungefähr Tausend Mal wiederholt werden kann. Durch Verwenden einer anderen Temperatur löscht der Thermalkopf den vorhergehenden Text oder überschreibt ihn. Und so sieht ein PrePeat in Aktion aus:

Der einfabrige Druck und der hohe Preis sind natürlich nicht gerade Features, die mich direkt zum nächsten Drucker-Händler sprinten lassen. Möglicherweise rentiert sich das Gerät ja für größere Unternehmen, wobei auch dort das Problem bestehen dürfte, dass sie die Spezialblätter unter anderem aus Kostengründen nicht an Dritte werden weitergeben können oder wollen. Grundsätzlich ist aber interessant zu sehen, dass Drucker-Hersteller langsam damit beginnen, sich zu überlegen, wie sie ihren Beitrag zum Umweltschutz leisten können. Die Verwendung von Plastik-Blättern ist in diesem Fall aber natürlich nur suboptimal.

Eine mehr dem Recycling zugewandete Drucker-Design-Studie ist der Pencil Printer von Hoyoung Lee. Er funktioniert mit den Resten abgenutzter Bleistifte, mit denen man ihn durch einen Trichter „füttert“ und aus denen er sich dann den Grafit extrahiert und zur Tinte verarbeitet:

(Marek Hoffmann)

facebook-fan


Vernetze dich mit uns!

Like uns auf Facebook oder folge uns bei Twitter


Über den Autor

Marek Hoffmann

Marek Hoffmann hat von 2009 bis 2010 über 750 Artikel für BASIC thinking geschrieben und veröffentlicht.

15 Kommentare

  • Die Überschrift hat sich doch zu gut angehört.
    Irgend einen Hacken musste er doch haben.
    Ich denke den werden sich nicht viele kaufen.

  • Alles eine Sache des Marktes. In dem Dingen stecken unmengen an Entiwcklungskosten, denk ich mir jetzt einfach mal.
    Auf jeden Fall mal was anderes.

  • Das einzig Neue an dieser Idee ist vielleicht das man das Papier neu beschriften kann. Ansonsten nicht wirklich Innovativ. Das erinnert mich an den Thermosublimations- oder Thermotransferdruck. Coole Idee, aber für den gewöhnlichen Verbraucher noch nicht wirklich geeignet.

  • Ich finden den Ansatz wirklich sehr interessant.
    Der Preis vor allem für das „Papier“ wird in 5 Jahren sicherlich nur noch ein zehntel kosten. Somit ist es betrachtet man es unternehmen intern, sind dies große Ersparnisse.

    Probleme für mich: Man darf da nicht auf das Papier schreiben oder das Papier falten.

  • Sehr interessante Technikspielerei , aber ökonomisch noch ziemlich Weltfremd. Papier ist ja gradezu da um es abzulegen und einzuordnen. Das eine Frima einmal angefertige Ausdrucke unbedingt überschreiben möchte wäre mir neu.

  • Gut, das Gerät ist noch sehr teuer, aber der Blattpreis ist fantastisch. 3,30 Euro für 1000 Druckvorgänge ist toll. Leider braucht man ja nicht nur ein Blatt, sondern einen Vorrat an wenigstens 100 Blättern. Für Redenschreiber ideal, wenn es irgendwann bezahlbar ist. Wer braucht sonst noch Papier, das man zwar bedrucken, aber nicht weiterverarbeiten, beschriften etc. kann?

  • @Joerg: Gebe dir Recht, dass die meisten Unternehmen ihre ausgedruckten Unterlagen wohl entweder archivieren oder immer wieder verwenden – und somit ein Neubedrucken der Seiten fuer sie nicht infrage kommt. Aber @P.D. Hinweis auf die Redenschreiben erscheint auch plausibel.

Kommentieren