Unüberspringbare Audio-Werbung soll MySpace Music profitabel machen

Marek Hoffmann

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Das Joint Venture bestehend aus Rupert Murdoch mit seinem Unternehmen News Corp. und einigen großen Musik-Labels ist nun wirklich nicht zu beneiden. Eine Plattform – MySpace -, die zu den angesagtesten Adressen für Musikbegeisterte im Netz gehört(e), steht zur Verfügung und es gelingt dennoch nicht, sie profitabel und gleichzeitg wieder ansprechend für die User zu gestalten. Oder andersherum, ganz wie man mag. Und auch ein im Grunde konsequent richtiger Schritt – nämlich der zur Sparte MySpace Music, wo Künstler ihre gesamte Werke als MP3 anbieten können – lässt sich nicht vergolden.

Doch damit soll nun laut eines Berichts der Associated Press Schluss sein. Wie der Dienst nämlich berichtet, experimentieren Murdoch & Co. neuerdings mit Audio-Werbung. Wird wohl nicht so schlimm sein, wie die Metallica-Musikfolter, aber möglicherweise nah dran. Denn erstens kann der User nicht auswählen, was ihm da vorgespielt wird und zweitens hat er keine Möglichkeit, die Audio-Belästigung abzustellen, wegzuklicken oder zu minimieren. Dafür gibt es dann aber anschließend weiterhin Musik für Umme. Guter Deal? Wahrscheinlich nicht.

Die User laufen MySpace davon, weil sie offenbar das gleiche Angebot woanders zu attraktiveren Bedingungen wiederfinden. Und eine 30-sekündige Audio-Werbebotschaft, die ihnen auf den Profilen der Musiker, den Album-Seiten oder Playlists als Gegenleistung für kostenlose Musik entgegendudelt, wird sie wohl kaum zum Umdenken beziehungsweise Umkehr bewegen können. Insgesamt kann sich der Musikliebhaber ein ganzes Album oder bis zu 100 Songs von einer Playlist anhören, bevor nach dem ersten Lied die Ad läuft. Noch.

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Denn die Frequenz soll diesen Monat noch erhöht werden, bevor man sich dann auf eine verbindliche Abspielrate festlegt und das Konzept weltweit ausrollt. Das scheint bisher noch nicht der Fall zu sein. Auf einem von mir vorhin mal eben schnell erstellten Test-Account ist mir nämlich keine Audio-Ad aufgefallen. Schade, denn ich hätte gern getestet, ob sie mich mehr nervt als ihr Video-Gegenstück. Die Wahrscheinlichkeit ist bei mir enorm groß, weil ich Radio-Werbung schon als die größte Qual ansehe. Nun denn, wir dürfen also gespannt sein, wie das Feedback der amerikanischen User bis dahin ausfällt, um das der Konzern explizit gebeten hat, und was uns anschließend erwartet. Was meint ihr – Daumen hoch oder runter?

(Marek Hoffmann)

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Marek Hoffmann hat von 2009 bis 2010 über 750 Artikel für BASIC thinking geschrieben und veröffentlicht.