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Neue Beta des Opera 10.50: Zehn Mal schneller als der Internet Explorer 8

Wow, die Norweger haben nicht zuviel versprochen! Zum Launch der Beta des Opera 10.50 hatten sie vollmundig versprochen: „Der schnellste Browser der Welt.“ Dass es sich dabei um kein Werbe-Geplärre, sondern um eine tatsächlich erwiesene Tatsache handelt, hat nun Computerworld in einem Benchmark-Test herausgefunden. Die Beta hat aus dem Stand Safari für Windows vom ersten Platz gejagt, die bisherige Nummer zwei, Chrome, muss sich nun mit Bronze begnügen. Opera 10.50 ist in Sachen JavaScript 15 Prozent schneller als Safari, 20 Prozent schneller als Chrome, doppelt so schnell wie Firefox 3.6, acht mal schneller als der eigene Vorgänger Opera 10.0 und satte zehn Mal schneller als Microsofts Internet Explorer 8.

Um die Zahlen zu ermitteln, hat Computerworld jeweils drei Mal pro Browser den SunSpider JavaScript Benchmark-Test angeworfen und dann die Mittelwerte errechnet.

Die Jungs von Opera konnten die Messlatte für sich ziemlich hoch legen, die Beta 10.50 verwendet eine völlig neue JavaScript-Engine, die sogenannte Carakan-Engine, die seit etwa einem Jahren in der Entwicklung ist. Für zusätzlichen Speed wurde die ebenfalls noch frische Vektor-Grafikbibliothek Vega in den Browser integriert, über die die Anzeige nun abgewickelt wird: „Das ermöglicht äußerst schnelle und weiche Bildläufe für alles – vom Wechseln der Tabs über Animationen bis hin zu den Webseiten“, versprechen die Entwickler. Insgesamt gibt es in der Version 10.50 zehn neue Features zu entdecken.

Opera hofft, durch die Neuauflage über kurz oder lang auch verlorene Marktanteile zurück zu erobern. Laut Net Applications war der Browser im Januar lediglich auf 2,38 Prozent aller registrierten Internet-Rechner zu finden gewesen. Im Dezember waren es noch 2,40 Prozent. Deshalb auch meine kurze Frage: Hat sich jemand von euch die Beta bereits gezogen und kann uns an seinen Erfahrungen teilhaben lassen?

(André Vatter)

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Über den Autor

André Vatter

André Vatter ist Journalist, Blogger und Social Median aus Hamburg. Er hat von 2009 bis 2010 über 1.000 Artikel für BASIC thinking geschrieben.

34 Kommentare

  • Schnell hin, schnell her…
    Ich bleibe bei meinem (vielleicht schwerfälligeren) Kraftprotz-Funktions-Boliden Firefox.
    Die zeit die der beim Laden länger braucht, hole ich mir mit 120% Funktionalität wieder rein.
    Aber irgendwie freu ich mich ja heimlich, wenn Safari nicht mehr der schnellste ist 😀

  • Kann nur bestätigen, dass der 10.50 rattenschnell ist. Der einzige Flaschenhals ist jetzt nur noch die Leitung. Wenn die Daten einmal da sind, bauen sie sich so schnell wie noch nie bei mir auf.

    Frage: Von wann ist die Beta? Bin mir nicht sicher, ob ich eine Alpha oder schon eine Beta habe. Ist hier irgendwo der Link von der Beta-Version?

    Und gibt es beim 10.50 gar (noch?) keine gar keine normalen Symbolleisten mit Datei, Bearbeiten usw.? Habe nämlich nach einer Updatefunktion gesucht.

  • Ich hab ihn eben kurz getestet, kann aber keinen deutlichen Unterschied zum Chrome feststellen. Chrome kommt mir sogar etwas schneller vor.

  • Ich verstehe nicht, wieso alle so auf Firefox abfahren. Als ich einmal Opera getestet hatte (damals 9.10) wollte ich nichts anderes mehr.
    Leider gibt’s für Linux erst die Alpha 🙁 Sobald die Beta raus ist – nichts wie drauf damit!!

  • Hm, ja also ich hab das Gefühl, in letzter Zeit geht Opera ASA echt in die vollen und haut ein Browser besser als der ältere raus.

    Kann man Opera-Aktien kaufen, ich glaub das könnt sich bald lohnen, wenn die Marktanteile in die Höhe schießen. 😉

  • Vielleicht hört sich das etwas nach Spielverderber an, aber möglicherweise ist der SunSpider Test nicht wirklich der aussagekräftigste, wenn es um die JS Performance ‚relevanter‘ Webseiten geht. Wenn man Googles V8 Benchmark nimmt sieht es mit der neuen Opera Version noch nicht nach Platz 1 aus. Ergebnisse bei mir:

    Opera 10.50 Beta: ca. 2900
    Chrome 4: ca. 3200

  • Ich kenn mich mit diesen Tests nicht so aus, aber Computerworld is immerhin unabhängig mit ihrem Test.

    Du hast mit nem Google-Benchmark den Opera-Browser mit nem Google-Browser verglichen. Naja… 😉

  • Weiß nicht, ob es an den weniger geöffneten Tabs liegt (12 Stück), aber der 10.50 schließt Tabs auch merklich schneller als mein alter 10er Opera (mit 21 geöffneten Tabs). Auch Seiten auf dem eigenen PC öffnet er viel schneller, und zwar jetzt blitzschnell. Das wäre ein weiteres Plus in der Handhabung.

  • Chrome finde ich in der Handhabung und im Speicherbedarf auch behäbiger als der merklich leichtfüßiger wirkende Opera.

  • Auch Videos auf youtube oder Musik auf last.fm bauen sich rasend schnell auf. Ich habe das Gefühl, Opera stößt mit der Version in neue Dimensionen des Surfens vor. Man kann vielleicht erst aber dieser Version von einer brauchbaren Surfgeschwindigkeit sprechen. Denn bisherige Operas waren zwar die schnellsten Browser, aber warten mußte man auch mit ihnen trotzdem immer noch zu lange.

  • Ich habe Opera jahrelang verwendet und sogar mal Geld für eine Lizenz bezahlt, bevor ich zu Firefox gewechselt bin. Mittlerweile nutze ich seit gut einem halben Jahr ausschließlich Chrome und bin seitdem Chrome die Möglichkeit bietet, Extensions zu installieren vollends happy.

    Die aktuelle Beta ist nicht schlecht. Aber so lange Opera keine Möglichkeit bietet den Browser mit Erweiterungen aufzupeppen, wird das nix mit dem Erfolg. Abgesehen davon will ich den ganzen Bloat nicht, den die Norweger mir da mitliefern. Ich will keinen Mail-Client, ich will keinen Feedreader, ich will keinen lokalen Webserver. Ich verstehe bis heute nicht, warum man den ganzen Crap nicht bei der Installation abschalten kann.

  • Erweiterungen? Opera braucht keine Erweiterungen, weil man sie im Browser selbst vornehmen kann.
    Braucht allerdings, wie ich einräumen muß, etwas Erfahrung und Recherche, z.B. in Foren oder Google. Zum Beispiel das Einrichten neuer Mausgesten, Tastaturkürzel, Suchen u.ä. Das meiste davon habe ich mir in Foren geholt, wenn ich irgend ein Bedürfnis an einer Änderung und Verbesserung hatte. Das Schöne an Opera ist, er erfüllt fast jeden Verbesserungswunsch, den man in der Nutzung und Navigation hat.

  • Ich benutze schon lange Opera als meinen Hauptbrowser und bin sehr zufrieden. Nur zum testen und für Add ons wie Firebug oder Toolbars verwende ich Firefox.

    Acht mal schneller als Opera 10? Da freue ich mich schon wirklich drauf.

  • Ach, sowas für Facebook und Google war auch mit Erweiterungen gemeint. Ich dachte, es wären vor allem Add-Ones wie bei Mozilla für simple Tastaturkürzel u.ä. gemeint. Ich meinte an Vorteilen Operas vor allem den, sich den Browser nach Belieben für eigene Wünsche in der Nutzung, Navigation herrichten zu können. Das Einrichten beliebiger Buttons für die unzähligsten individuellen Funktionen für den eigenen Gebrauch hatte ich z.B. noch vergessen. Ich denke, Opera läßt sich wie kein anderer Browser vor allem für individuellen Wünsche in der Nutzung anpassen. Man kann ihn sogar als einen richtigen Browserbaukasten bezeichnen. Negativ läßt sich dazu nur anmerken, dass das in der Tat einiges Gefrickel braucht. Viele Optimierungsmöglichkeiten sind auch ziemlich versteckt und ohne Nachfrage in Foren kaum auffindbar. Das könnte noch verbessert und vereinfacht werden, um diese Baukastenvorteile Operas besser auszuspielen und zu verbreiten.

    Im übrigen soll es auch für Opera Erweiterungen geben, wie ich nach kurzem Blick in Google feststellen konnte. Welche genau, bin ich aber überfragt. Oh, schau da, sogar welche im Browser: http://widgets.opera.com/
    Danke auch für den Hinweis auf die Chrome-Erweiterungen, kannte ich noch garnicht.

  • Ähh… die Addons für den Feuerfuchs sind alles andere als simpel und schon gar keine Widgets. Für Chrome übrigens auch. Na ja, wie dem auch sei: Opera war einmal und da kann das Ding noch so schnell sein. Ich bleib lieber bei Chrome.

  • @René Fischer: Dafür gibt es Userscripts, auch eine Erfindung Operas.

    Ich mag an Opera, daß man beim Update nicht mit halbem Funktionsumfang starten muß, weil die Addon-Autoren noch Wochen nachhängen. Und was man nicht braucht – Mail- und Newsreader, Chat, Widgets, Unite usw. – das kommt einem auch nicht in die Quere. Deshalb ist mir auch nicht klar, wie man sich daran stören kann …

    Man kann übrigens ohne Risiko oder Hacks beliebig viele Installationen parallel betreiben. So teste ich immer die Schnappschüsse. Weil ich meine Mails noch keiner Beta-Version anvertrauen möchte und sie mit einer Linux-Installation teile, läuft die Beta bei mir derzeit noch nebenher. Aber die Versuchung ist schon gewaltig …

  • Bei Opera fehlen mir einfach die Addons. Habe ihn auf einem Rechner nur installiert um zu schauen wie die Webseiten dort aussehen. Sollte der Browser mich nicht überzeugen fliegt er ganz von der Platte wegen fehlenden Marktanteilen.

    Ich mochte bisher Firefox am liebsten, wechsle jedoch nun mehr und mehr zu Chrome, weil er einfach schneller und stabiler ist. Der Firefox stürzt mir einfach zu oft ab. Erst nachdem ich die addons auf 3 minimiert habe läuft er wieder vernünftig, aber sorry, dann brauch ich den Firefox nicht.

    Der Internet Explorer ist eh schon am aussterben, Microsoft weiß es nur noch nicht.

    Nachtrag: Gefühlt ist Chrome beim Hochladen und bei manchen Seiten nach wie vor schneller

  • wieso wird immer nur die Eigenschaft „Geschwindigkeit“ hervorgehoben? Muss mich da meinem Vor-KOmmentator anschliessen: Wichtiger ist dass das Dingens schnell UND STABIL läuft – auch mit Addons; was widerum bedeutet dass es auch erstmal vernünftige Addons verfügbar sein sollten…

  • @Thomas Scholz: Du meinst, ich kann die in diesen Erweiterungen verbauten Userscripts „irgendwo“ auf meiner Festplatte ablegen und Opera zieht die dann automagisch? Hast du ein Link mit mehr Infos?

  • Ich kann diese Diskusion nicht nachvollziehen, denn im Zeitalter von 32 Mbit Anschlüssen ist doch der Seitenaufbau rasant schnell. Ich bleibe für immer bei Firefox, da es viele Entwickler hat und nichgt kommerzeiel ist, wie Google. Google will doch nur mit ihrem Browser mehr Daten über ihre User sammeln. Es reicht denen nicht zu wissen, was jeder von uns sucht. Google speichert alles, was es kriegt, egal ob er das darf oder nicht, denn die Daten landen auf Servern, die in Ländern liegen, bei denen der Datenschutz egal ist. Hier dürften sie eigentlich nicht einmal die IP speichern.

  • Ich liebe diesen Browser einfach 😀
    Firefox war mir immer zu umständlich und Opera gefällt mir einfach besser.
    Ich bin Opera seit Version 8 treu geblieben, hatte damals irgendwie nen ordentlichen „tabbed Browser“ gesucht, die waren da ja noch nich so vertreten und Opera war, meiner Meinung nach, einfach am Besten.
    Die Plugins vermiss ich zum Teil zwar auch, aber zumindest die Werbung kann man mit der Urlfilter.ini blocken und das irc/dcc modul is auch simple und nützlich.

  • Ich liebe Opera und werde immer dabei bleiben.

    Nutze Firefox nur bei der Arbeit, weil ich leider muss.
    Und ich merke richtig wie er mir auf den Sack geht.

    Chrome, google. Ich weiß nicht wie man sich den freiwilig installieren kann.

    Opera ist absolut super anpassbar, wie oben erwähnt ein baukasten. Es ist organisatorisch ein super Browser und hilft mir sehr, sehr, sehr!
    Ich finde ihn auch total einfach, was vermutlich daran liegt, dass ich ihn seit Jahren nutze.

  • Auch ich bin seit Jahren ein begeisterter Anhänger von Opera!

    Es gibt eigentlich nichts was man mit dem Browser nicht von „Anfang an“ machen kann, wohingegen man bei FF und Chrome doch erst deutlich in vorm von Erweiterungen nacharbeiten muss.

    Die neue Beta ist wirklich rasend schnell, einziges und auch größtes Manko ist hier allerdings das im Moment der Google Reader noch nicht richtig angezeigt wird!
    Ansonsten gibts kaum was zu meckern, fehlender Support in vorm von Google- Gears, Wave usw. sehe ich nicht als Fehler des Browsers.

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