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Office 2010: Outlook wird sozialer, spricht Facebook und MySpace

Vor wenigen Tagen hatte AOL seinen Usern eine neue Version des eigenen Instant Messengers AIM vorgestellt, mittels dessen nun das Chatten mit Facebook-Kontakten möglich wird. Wenig begeistert hatte ich dem Internet-Dienst etwas ketzerisch geraten, sich lieber auf seine Stärken zu berufen und das Entwickeln solcher Services den Unternehmen zu überlassen, die etwas davon verstehen. Gut möglich, dass Microsoft mit dem heute gelaunchten Dienst „Outlook Social Connector“ (Beta) unter Beweis stellt, dass es zu diesen Unternehmen gezählt werden kann.

Wie der Name es schon erahnen lässt, findet die Verbindung zu den sozialen Kontakten über Microsofts Personal Information Manager Outlook statt. Die Add-on-Software soll eine ganzes Set an Features enthalten, die es dem User beispielsweise erlauben, beim Lesen einer eingegangenen Mail in einem separaten Fenster („People Pane“) detailierte Informationen zu dem Kontakt zu sehen (siehe Bild). Dieses beinhaltet nicht nur Angaben zur Person, die Kommunikations-Historie oder eine verbesserte Suche nach Daten, die mit dem Kontakt ausgetauscht wurden. Sie bietet zudem auch Infos, die vor allem Social Network-Enthusiasten freuen dürften. Beim Anklicken einer Mail erhalten sie nämlich auch die letzten Aktivitäten ihrer Kontakt auf den Plattformen LinkedIn, Facebook und MySpace angezeigt, etwa einen hinzugefügten Businesskontakt oder ein Status-Update – in Echtzeit, versteht sich.

Ich hoffe sehr, dass sich die Redmonder bei den erstgenannten Features ein wenig an dem bereits existierenden Outlook-Plugin an Xobni orientiert haben, wo das Ganze ja schon seit längerem gut umgesetzt wurde. Oder sie es sogar noch besser machen. Zudem bietet der Outlook Social Connector durch seine Verbindung zu Microsofts Sharepoint Server eine Erleichterung beim gemeinsamen Bearbeiten von Dokumenten. Die an ihnen vorgenommenen Änderungen werden nämlich ebenfalls in Real-Time angezeigt. Aber nun vorerst genug der Worte, Vorhang auf für eine kleine Präsentation:

Wer sich nun aber schon voller Vorfreude die Hände reibt, sollte aufpassen, dass er keine Schürfwunden davonträgt. Trotz Beta-Phase wird der Connector nämlich in seiner ausgereiften Form erst gegen Mitte dieses Jahres zum Download bereit stehen, nämlich zeitgleich mit der Veröffentlichung von „Office 2010“. Bis dahin gibt es nur das, wohl vor allem für das amerikanische Publikum bestimmte Plug-in für die Businessplattform LinkedIn (Download).

Daher hab ich an dieser Stelle auch keinen ausführlichen Test mit Screenshots vorgestellt. Wer sich aber weiter informieren möchte, kann dies auf der offiziellen Blog-Seite des Outlook-Teams tun. Ich hoffe ja wirklich sehr, dass ich als Microsoft-und Social Network-Fan endlich einen vernünftigen Desktop-Client für die diversen Dienste bekomme, wie es sie für Twitter ja schon lange gibt (zum Beispiel twhirl).

(Marek Hoffmann)

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Über den Autor

Marek Hoffmann

Marek Hoffmann hat von 2009 bis 2010 über 750 Artikel für BASIC thinking geschrieben und veröffentlicht.

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