Spielzeug wird zum Elektroschocker: Wer zu viel denkt, wird bestraft

Marek Hoffmann

Im Original stammt der Mindflex vom amerikanischen Spielzeugkonzern Mattel, wurde zu Beginn des vergangenen Jahres auf der CES vorgestellt (keine Ahnung, ob es das Teil mittlerweile auch bei uns zu kaufen gibt) und war ein echter Hingucker. Es befähigte nämlich den Spieler, nur Kraft seiner Gedanken einen kleinen Ball durch ein Plastiklabyrinth zu führen. Der Trick dabei bestand darin, dass mittels eines Kopfaufsatzes die Hirnströme gemessen wurden und je stärker diese waren, desto stärker blies ein Ventilator den Spielball durch die Lüfte.

Nun haben die Jungs von Harcos Labs ihre eigenen Vorstellungen davon gehabt, was man mit dem Mindflex so alles anstellen könnte und haben sich eine Do-it-yourself-Variante desselbigen gebastelt. Auch bei ihr werden die Hirnströme gemessen, allerdings mit einem entscheidenden Unterschied: Nun gilt es, so gut wie möglich nichts zu denken und seine Gehirnströme auf einem niedrigen Level zu halten. Steigt deren Intensität nämlich, was durch eine Ampel-ähnliche Lämpchenanordnung angezeigt wird, und übersteigt dabei einen kritischen Punkt, setzt es… Stromstöße (siehe Bild). Wer andere nicht leiden sehen kann, sollte jetzt nicht weiter lesen, alle anderen werden vermutlich mit den (freiwilligen) „Testpersonen“ mitlachen müssen…

Laut Wikipedia handelt es sich bei „offener Schadenfreude“ um Freude über das Unglück einer anderen Person, die dieser Person auch direkt mitgeteilt wird. Ich frage mich, ob diese Definition hier noch greift. Wie dem auch sei, ich stelle es mir jedenfalls sehr schwierig vor, an nichts zu denken, erst recht nach dem ersten Stromstoß. Es sieht so aus, als würden die Versuchsteilnehmer das ähnlich sehen.

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Wer Genaueres darüber erfahren will, wie genau das Teil funktioniert – oder schlimmer: wie man es nachbauen kann, der findet alle nötigen Informationen auf der oben verlinkten Seite. Unter anderem den Preis für den Elektroschocker: satte 105 Dollar haben die Jungs von Harcos Labs sich ihren Jux kosten lassen. Erfahrungsberichte mit Wettkampfzeiten bis zum ersten Stromstoß bitte in den Kommentaren posten. Ende des Jahres krönen wir hier dann denjenigen, der sein Gehirn am längsten auf Leerlauf schalten konnte.

Via: Ohgizmo

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(Marek Hoffmann) 

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Marek Hoffmann hat von 2009 bis 2010 über 750 Artikel für BASIC thinking geschrieben und veröffentlicht.