Xing-Bilanz 2009: Mehr Bezahl-Mitglieder, mehr Werbung – mehr Verlust

André Vatter

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Wenn ein Konzern-CEO die Bilanz eines Geschäftsjahres mit den Worten „Unser Unternehmen hat in 2009 die Weichen für weiteres Wachstum gestellt“ kommentiert, dann klingt das fast wie eine Entschuldigung. Dabei braucht sich Xing-Chef Stefan Groß-Selbeck keinesfalls für die Performance seines Netzwerks zu rechtfertigen: Die Business-Plattform hat ein erstklassiges Jahr 2009 hingelegt!

Die Zahl der Mitglieder schoss im vergangenen Jahr um 25 Prozent in die Höhe, heute haben 8,75 Millionen Nutzer bei Xing ein Profil. In Deutschland betrug das Wachstum sogar 29 Prozent. Positiv zeigte sich auch die Entwicklung im Bereich der zahlungswilligen Premium-Kunden, von denen es heute 687.000 in dem Netzwerk gibt – 2008 waren es noch 550.000.

Besonders freuen dürfte sich Groß-Selbeck aber über das gute Abschneiden im Ausland: Um der expansionsfreudigen Konkurrenz aus Amerika (namentlich LinkedIn) die Ankunft in Europa so schwer wie möglich zu machen, hat Xing schon vor einiger Zeit in erster Linie die beiden Kernmärkte von Spanien und der Türkei ins Visier genommen: In Spanien stieg die Zahl der Mitglieder nun um 25 Prozent auf 1,19 Millionen, in der Türkei konnte ein Wachstum von 58 Prozent verzeichnet werden (insgesamt 724.000 Mitglieder).

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In barer Münze ausgedrückt lautet das bisherige Fazit so: Xing konnte einen Umsatz in Höhe von 45,1 Millionen Euro erwirtschaften, ein Plus von 28 Prozent verglichen mit 2008. Dazu beigetragen haben in erster Linie die Premium-Kunden, doch auch das Geschäft mit der Werbung konnte offenbar kräftig anziehen (um 46 Prozent auf 2,37 Millionen Euro). Besonderns verwundert könnte man über die Entwicklung des Segments E-Recruiting sein, unter dem Xing das Geschäft mit Stellenangeboten subsumiert: 2009 war nicht wirklich ein Knüllerjahr des Wirtschaftsbooms – dennoch konnte die Plattform auch in diesem Bereich um elf Prozent zulegen.

Dennoch steht unterm Strich beim Konzernergebnis ein Minus von 1,7 Millionen Euro: Xing begründet den Verlust damit, dass „einmalige, außerplanmäßige Abschreibungen“ in Höhe von 5,4 Millionen Euro vorgenommen worden seien. „Einmalig“ klingt doch gut. Das würde heißen, dass da tatsächlich einige Weichen für dieses Jahr gestellt wurden.

(André Vatter)

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André Vatter ist Journalist, Blogger und Social Median aus Hamburg. Er hat von 2009 bis 2010 über 1.000 Artikel für BASIC thinking geschrieben.