Aus 'Pink' wird 'KIN': Microsoft stellt seine Social Phones vor

André Vatter

Mann, Mann, Mann – so ein wenig Feierabend hin und wieder wäre schon schön. Doch das will ich euch heute nicht vorenthalten: Microsoft launcht seine erste eigene Handy-Reihe! Dann haben sich die ersten Gerüchte und späteren Spekulationen in Bezug auf das geheime „Projekt Pink“ also doch bewahrheitet. Microsoft nennt seine neue Entwicklung „Social Phones“, gebaut werden sie von Sharp, vermarktet werden sie unter dem Begriff „KIN„, den ich ziemlich spontan als reines Kunstwort interpretieren würde. Schauen wir also mal rein…

Auffällig ist, dass sich Redmond mit konkreten Hardware-Spezifikationen zurückhält – anders ausgedrückt: ich habe in meinem Leben noch nie eine so schwammige Pressemitteilung gesehen. Was wir bislang wissen: Es wird zwei Modelle geben, das KIN One und das KIN Two – beide verfügen über einen Touchscreen und eine Slide-out-Tastatur. Das KIN One ist geradezu grotesk winzig und kommt in einem fast schon kreisrunden Design daher – passend für schwielenlose Kinderhände. Es verfügt über eine 5-Megapixel-Kamera mit Blitz und Bildstabilisator. Der interne Speicher misst vier Gigabyte – ob er aufstockbar ist, kann ich zur Stunde nicht in Erfahrung bringen. KIN Two, der große Bruder, besitzt einen größeren Bildschirm und eine größere Tastatur. Der Speicher wird mit acht Gigabyte angegeben, die integrierte Kamera bringt es auf acht Megapixel und soll in der Lage sein, auch HD-Videos schießen zu können. Die beiden KINs werden nach Unternehmensangaben die ersten Windows Phones im Markt sein, die die Zune-Dienste einschließlich Musik, Video, FM-Radio und Podcast anbieten. Wenig überraschend: Die Microsoft-Suchmaschine Bing wurde in beiden Handys ebenfalls integriert.

Der eigentliche Übernutzwert beider Handys soll aber in ihren Social Media-Fähigkeiten liegen. Lassen wir Robbie Bach, President der Entertainment & Devices Division von Microsoft, zu Wort kommen: „KIN ist für Menschen, die sich in einer vernetzten Welt ausdrücken sowie mit ihren Freunden und ihrer Familie austauschen möchten. Diese Generation der sozialen Netzwerker wünscht sich mehr von ihrem Handy. Hier finden sie alle relevanten Informationen und die Menschen, die für sie am wichtigsten sind.“

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Der Clou an der Geschichte ist das User-Interface des Homescreens, auf dem laufend alle neuesten Informationen aus den sozialen Netzwerken angezeigt werden. Microsoft nennt das Feature „KIN Loop“. Unterstützt werden unter anderem Facebook, MySpace, Twitter und natürlich sämtliche sozialen Dienste aus dem Microsoft-Imperium. Der Nutzer wählt seine gewünschten Kontakte – deren Status-Updates, Nachrichten, Feeds und Bilder werden dann automatisch von KIN priorisiert angezeigt. Microsoft setzt nicht auf Icons, sondern auf Themenkanäle, wie man sie schon von Windows Phone 7 kennen könnte – kommt genau dieses Betriebssystem zum Einsatz? Diese Information konnte ich gerade noch nach einer telekommunikativen Odyssee in das Redmond-Hauptquartier einer deutschen Sprecherin entlocken: Ja. Offenbar war die Entwicklung der beiden KIN-Handys eng an die Entwicklung des Betriebssystems geknüpft. Mit weiteren Informationen rechne ich im Laufe des Dienstagmorgen. Vielleicht sind dann auch ein paar knallharte Fakten dabei.

Die beiden KINs wird es ab Mai in den USA geben, interessierte Kunden können hier bei Verizon zuschlagen. In Deutschland wird es die Microsoft-Handys „ab Herbst“ geben, der exklusive Vertriebspartner ist Vodafone.

Soviel erst einmal zum Stand der Dinge. Wenn wir mehr wissen, gibt es ein Update.

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(André Vatter)

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André Vatter ist Journalist, Blogger und Social Median aus Hamburg. Er hat von 2009 bis 2010 über 1.000 Artikel für BASIC thinking geschrieben.