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Print vs. elektronisch: iPad- und Kindle-Besitzer lesen noch überwiegend gedruckte Bücher

Marek Hoffmann
Aktualisiert: 17. Februar 2025
von Marek Hoffmann
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Ein Studie der Codex Group, eines auf den Bücher-Sektor spezialisierten Marktforschers, brachte nun zutage, was viele Bücher-Fans schon geahnt oder gar prognostiziert haben: Dass nämlich durch den Verkauf von Amazon Kindle und Apples iPad das echte Buch (noch) nicht vom Aussterben bedroht ist. Demnach kaufen die Besitzer der genannten Gadgets weiterhin mehr Bücher in gedruckter als elektronischer Form. Diese Einschätzung basiert auf den Ergebnissen einer Untersuchung, die die Codex Group im vergangenen Monat unter 6.700 Buchkäufern mit E-Reader durchgeführt hat.

Demzufolge hatten „nur“ 37 Prozent der befragten Kindle-Besitzer ihre Bücher bis dato als E-Books erworben, 50 Prozent hingegen in ihrer klassischen Variante. Bei den iPad-Besitzern lag die Zahl derer, die sich ihren Lesestoff aus dem iBookstore (oder Kindle Store) geladen haben, etwas höher: rund 46 Prozent der Leseratten setzen auf die Lektüre ihrer Schmöcker via Reader.

In diesem Kontext muss aber natürlich zum einen darauf hingewiesen werden, dass der Apple-Reader sich bei weitem noch nicht so lange auf dem Markt befindet, wie das Konkurrenzprodukt von Amazon. Und wenn man dann sieht, dass der E-Book-Kauf bei iPad-Besitzern um fast zehn Prozent höher liegt, dann könnte hier durchaus ein Trend – weg vom Papier- hin zum elektronischen Buch – vermutet werden. Andererseits könnte man auch sagen, dass eben aufgrund dieser relativen Jungfräulichkeit des iPad im Verhältnis zum Kindle, jeder Anstieg bei dem Buchkauf über iBookstore „signifikant“ ausfallen muss, da er quasi bei Null gestartet ist.

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Zum anderen ist es durchaus denkbar, dass durch Apples aggressive PR-Strategie in Bezug auf das iPad viele Menschen jetzt erst auf den Geschmack kommen, Bücher auf einem E-Reader zu lesen. Laut Peter Hildick-Smith, dem Präsidenten der Codex Group, ziehen beide Reader vor allem Menschen an, die ohnehin schon viel lesen und sich häufig Bücher und Zeitungen kaufen. Darüber hinaus könnten aber unter anderem sowohl sehgeschwächte Menschen als auch jene, die Interesse an interaktiven Büchern haben, ihre Leidenschaft für E-Books entdecken.

Zuletzt spielt natürlich auch die Preisgestaltung eine große Rolle. Es ist gut vorstellbar, dass die Leser ihre Kaufentscheidung mitunter von Discounts abhängig machen. Dies könnte sowohl den Absatz der Papier-Bücher als auch der E-Book beeinflussen. Ohne weitere Informationen hierzu sind die obigen Zahlen zwar als Indikatoren für einen möglichen Trend nutzbar, aber leider nicht komplett aussagekräftig. Leider konnte ich die Studienergebnisse, die im Rahmen einer Konferenz für Verlage an der Wharton School der University of Pennsylvania vorgestellt wurden, im Netz aber nirgendwo im Original finden.

(Marek Hoffmann)

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