Neue Probleme für Apple: Jailbreak für iOS 4 kommt und 'Glassgate' zieht seine Runden

Marek Hoffmann

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Ich weiß nicht, wie hoch die Zahl jener unter euch ist, die mit der Möglichkeit eines Jailbreak für A4 (S5L8930)-betriebene Apple-Gadgets liebäugeln, zu welchen das iPhone 4, iPod Touch 4, das iPad und Apple TV2 gehören. Für die, die es tun, habe ich jedenfalls gute Neuigkeiten. Wie ihr dem Teaser-Bild entnehmen könnt, ist es Joshua Hill und einigen weiteren Hackern des „Chronic Dev Team“ gelungen, sich ins Apples iOS 4.1 reinzuschmugeln. Und sie sind nun soweit, potenziellen Nachahmern ein entsprechendes Tool am zehnten Oktober (pünktlich um zehn Sekunden und zehn Minuten nach Zehn, die alten Scherzbolde) zur Verfügung stellen.

Mit dem von den Jungs entwickelten Greenpoison-Tool wird ein „unthetered Jailbreak“ möglich sein, obwohl das Tool auf dem sogenannten SHAtter-Exploit basiert, das selbst tethered ist. Das wiederum bedeutet für den Besitzer eines entsprechend gehackten iGadgets – wenn ich es recht verstehe – dass es nun nicht mehr nach jedem Neustart erst an den PC angeschlossen werden muss. Klingt in meinen Ohren doch ganz gut. Noch besser hört sich gar die Info an, dass Apple den Einbruch nun nicht mehr mit einen simplen Firmware-Update wird patchen können, sondern eine überarbeitete Version der Geräte von Nöten sein wird. Und die dürfte so bald nicht kommen. 

Apropos Not: Der angekündigte Jailbreak stellt wohl momentan ein eher geringes Übel für den Konzern aus Cupertino dar. Viel mehr Kopfzerbrechen dürften den Verantwortlichen um Steve Jobs Berichte bereiten, die momentan die Runde durch etliche Tech-Blogs machen – unter anderem Gdgt und Gizmodo (wobei man hier wohl noch immer sauer auf Jobs sein und jede Gelegenheit nutzen dürfte, um gegen Apple zu schießen). In Anlehnung an „Antennagate“ haben die Blogger das von iPhone-Entwicklern neu entdeckte Design-Problem kurzerhand „Glassgate“ genannt. Hiermit beziehen sie sich auf den Umstand, dass das Spezialglas, auf der Rückseite des Geräts zum Einsatz kommt, doch anfälliger für Kratzer und Sprünge zu sein scheint, als ursprünglich gedacht und behauptet.

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Als Verursacher der Schäden treten ironischerweise die von Apple selbst als Lösung für den Abfall des Empfangs bei den neusten iPhone-Modellen beschworenen Bumper und Schutzhüllen in den Fokus. Decken sie nämlich die gesamte Geräte-Rückseite ab, können zwischen dieser und der Sicherheitshülle eingeschlossene Staub- und Schmutzpartikel dazu führen, dass die Glasoberfläche zerkratzt oder im schlimmsten Fall sogar bricht.

(Marek Hoffmann)

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Marek Hoffmann hat von 2009 bis 2010 über 750 Artikel für BASIC thinking geschrieben und veröffentlicht.