Ideenmanagement als nächstes großes Ding: Ahhha sucht Ideen und macht sie zu Geld

Jürgen Vielmeier

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Manche Ideen sind so gut, man könnte sie direkt umsetzen. Mit allem, was dazu gehört: Investoren, Designern, Technikern, Marketing. Das ist die Geschäftsidee des jungen Startups Ahhha aus Palo Alto in Kalifornien. Nutzer können ihre Ideen über ein Formular beim dem Startup einreichen und entweder veröffentlichen oder privat halten. Öffentliche Ideen kann man von anderen Nutzern bewerten lassen. Gefällt Ahhha der Vorschlag, versucht das Team ihn umzusetzen. Der Ideengeber wird dabei allerdings nur mit 1 Prozent (!) beteiligt. Den Rest teilen Ahhha und die Fachkräfte unter sich auf, die das Projekt letztlich umsetzen. Um diese geringe Beteiligung zu begründen, zitiert Ahhha Thomas Alva Edison: „Genie ist 1 Prozent Inspiration und 99 Prozent Transpiration.“

Ahhha ist offiziell erst am vergangenen Freitag gestartet und noch in der geschlossenen Beta-Phase, die aber eher wie eine Alpha-Version anmutet. Reicht man eine Idee ein, stimmt man der 1:99-Prozent-Verteilung automatisch zu. Man kann dann an Hand von vier Stufen (öffentlich, halb-öffentlich, eher privat und privat) entscheiden, wer seine Idee zu sehen bekommen soll. Feedback von anderen gibt es aber natürlich nur, wenn andere Community-Mitglieder die Idee zu Gesicht bekommen. Der Registrierungsprozess ist denkbar einfach. Noch bevor man sich anmeldet, kann und soll man bereits seine Idee einreichen, noch ohne zu wissen, was eigentlich damit passiert.

Erst dann kann man sich registrieren oder mit Facebook Connect anmelden. Später wird die Idee an die Pinnwand der Community gepostet oder eben privat gehalten. Hier kann man sich auch die Ideen der anderen Mitglieder anschauen:

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Idea Crowdsourcing das nächste große Ding?

Und wie schützt man seine Idee vor Missbrauch und Diebstahl? Gar nicht. Wer die Idee veröffentlicht, sollte also keinerlei Interesse daran haben, damit reich zu werden. Was die 1:99-Regel ja ohnehin nahezu verhindert. Es sollte ihm alleine darum gehen, dass die Idee umgesetzt wird, von wem auch immer. Ideen- und Innovationsmanagement ist ein recht neues Feld in der Wirtschaft. Einzelne Unternehmen wie Cassiber, 1stMover, Hype und BrightIdea bieten Unternehmen Software für ein internes Ideenmanagement. Die Idee, das ganze zu crowdsourcen ist natürlich heikel, weil hier ein sehr gutes Rechtemanagement zwingend notwendig ist. Und selbst dann ist Ärger kaum auszuschließen. Dass Ahhha sich des Themas annimmt, ist also entweder mutig, leichtsinnig oder beides.

Trotzdem: Die Idee, Ideen zu sammeln, zu sondieren, zu finanzieren und umzusetzen, verdient Respekt. Wenn ein Unternehmen sich mit einem guten Ideenmanagement verbessern kann, dann könnte das auch für ein ganzes Land möglich sein. Mehr noch: Professionell umgesetzt, könnten Crowdsourced Ideas nach Social Networking das nächste große Ding werden. Und deswegen, und auch damit uns nach Facebook nicht schon wieder ein US-Anbieter mit seinem Angebot überrollt, wäre eine solches Startup aus Deutschland eine sehr schöne Lösung. Wenn ihr ein solches professionell umsetzen wollt, sei euch unser Segen (und unsere Berichterstattung) sicher. Wir verraten auch niemandem, dass es dann eigentlich eine Copycat ist.

Und wenn es sowas für Deutschland schon gibt und wir das übersehen haben – aber bitte kommt uns nicht mit Erfinderklubs – dann teilt uns das bitte in den Kommentaren mit.

(Jürgen Vielmeier)

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Jürgen Vielmeier ist Journalist und Blogger seit 2001. Er lebt in Bonn, liebt das Rheinland und hat von 2010 bis 2012 über 1.500 Artikel auf BASIC thinking geschrieben.