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CeBIT: Vodafone stellt Virtual Desktop über Motorola Atrix vor, setzt auf M2M

Los geht’s mit der CeBIT. Sie beginnt eigentlich erst morgen, aber die ersten interessanten Pressekonferenzen sind schon heute. Basic Thinking ist für euch zwei Tage lang vor Ort und gibt euch einen kurzen Überblick über die weltgrößte Messe für IT und Hightech. Los ging es heute um 11 Uhr mit der Pressekonferenz von Vodafone. Der deutsche Marktführer im Bereich Mobilfunk hat dort eine Marschrichtung für die Zukunft vorgestellt. Vor allem zwei Dinge klingen darunter besonders interessant: Virtual Desktop und Machine to Machine (M2M).

Vodafone stellt zusammen mit dem Motorola Atrix ein sehr interessantes Modell für die Arbeit der Zukunft vor: Das mit einem Dual-Core-Prozessor ausgestattete Smartphone kann über eine Schnittstelle einen Laptop antreiben. Dazu mehr in einem späteren Post. Nur so viel: Auf dem Atrix laufen zwei Betriebssysteme, wie mir Matthias Fischer, Product Manager bei Vodafone erklärte. Ein System betreibt das Smartphone, ein anderes Cloud-System kommt zum Einsatz, wenn man das Smarthone in einen Laptop steckt. Der Laptop, ebenfalls von Motorola, ist nichts als Tastatur und Bildschirm. Er ist auf den Prozessor, die Anschlüsse und den Speicher des Smartphones angewiesen.

Interessant ebenfalls: Vodafone setzt auf das Feld M2M (Machine to Machine). Hier tauschen verschiedene Geräte Daten ohne Zutun der Nutzer aus und ermitteln dadurch etwa Verkehrsrouten. Vodafone zeigt das auf der CeBIT anhand des Services Taxi Berlin. Hier bestellen die Nutzer verfügbare Taxis über eine iPhone-App. Die App übermittelt die Standortdaten des Nutzers per GPS an ein Taxi. Ganz Berlin ist hier in 40 virtuelle Waben eingeteilt und 4.500 Fahrzeuge benutzen in Berlin die Technik, die mit Vodafone-SIM-Karten funktioniert. Der Dienst funktioniert ähnlich wie der von uns kürzlich vorgestellte Dienst MyTaxi.

Geschäftskundenbereich wächst stärker

Was Vodafone noch auf der CeBIT vorstellt: Neben jeder Menge neuen Smartphones und Tablets (darunter Nokia N8, Samsung Galaxy S und HTC Flyer) auch weitere aktuelle und zukünftige Geschäftsfelder: Der nächste Mobilfunkstandard Long Term Evolution (LTE) ist bei Vodafone bereits erhältlich. Nach Aussage von Vodafone-Geschäftskundenchef Jan Geldmacher sollen zunächst die weißen Flecken auf der Breitbandkarte mit LTE geschlossen werden; noch in diesem Jahr sollen allerdings auch Ballungsräume folgen. Der Mobilfunkbetreiber will sich künftig stärker auf das Geschäftskundengeschäft konzentrieren, mit dem Vodafone Deutschland ein Drittel des Jahresumsatzes erwirtschaftet.

Die Mobilfunker zeigen auf der CeBIT auch mobile Live-Übertragung von HD-Videos über LTE, Mobile Payment, den sicheren Firmennetz-Login per Handy und weltweite Cloud-Lösungen für Unternehmen, die einem Plug-and-Play-Office ähneln. Außerdem wird Rennfahrer Lewis Hamilton für eine Testfahrt im Rennwagen erwartet. Vodafone hat auf der CeBIT in diesem Jahr also offenbar einiges zu bieten. Wir sind gespannt, was die Telekom heute am späteren Nachmittag präsentieren wird.

(Jürgen Vielmeier)


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Über den Autor

Jürgen Vielmeier

Jürgen Vielmeier ist Journalist und Blogger seit 2001. Er lebt in Bonn, liebt das Rheinland und hat von 2010 bis 2012 über 1.500 Artikel auf BASIC thinking geschrieben.

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