Sonstiges

YouTube Copyright School: Happy Tree Friends und Idiotentest für Rechtsverletzer

Und wenn ihr nicht artig seid, dann schicke ich euch in die Schule! Die YouTube Copyright School. Kein Scherz, aber nahe dran am WTF: Bei wem es auf YouTube eine Beschwerde gegen widerrechtlich hochgeladenes Material hagelt, der wird von Google künftig nicht mehr automatisch gesperrt, er wird belehrt. Google leitet ihn dann automatisch auf eine Website namens Copyright School um, wo er einige Fragen zum Urheberrecht beantworten muss und sich ein durchaus unterhaltsames, unblutiges Lehrvideo mit den „Happy Tree Friends“ ansehen darf.

Im Test werden dem Nutzer Fangfragen gestellt wie: „Solange ich den betreffenden Content gekauft habe, kann ich durch den Upload auf YouTube nicht gegen das Urheberrecht verstoßen.“ Richtig oder falsch? „Wenn Content im Internet veröffentlicht wurde, handelt es sich um Gemeingut und darf deshalb auf YouTube hochgeladen werden.“ Richtig? Falsch! Erst wenn ein Sünder alle diese Fragen richtig beantwortet hat, darf er bei YouTube wieder Videos hochladen. Wenn nicht? Dann passiert erst einmal noch nichts. Man wird über seine richtigen und falschen Antworten belehrt und kann den Test wiederholen, bevor man ihn abschickt.

Google hat neben der Schule auch seine Richtlinien zum Urheberrecht ein wenig gelockert. Wer gegen das Urheberrecht verstößt und eine Beschwerde erhält, wird darüber per Mail informiert. Nach drei Verstößen wird nach wie vor sein YouTube-Account gesperrt. Google wendet hier eine Art Three-Strikes-Modell an. Einzelne Verstöße kann man aber jetzt wieder gut machen.

Eine von mehreren Bedingungen ist, die YouTube Copyright School erfolgreich zu absolvieren. Eine andere, so heißt es wortwörtlich von Google, ist: gutes Betragen über einen längeren Zeitraum. Google zeigt sich also toleranter als bisher. Und der Happy-Tree-Friends-Film ist wohl das unterhaltsamste Lehrvideo, das ich je gesehen habe. Aber ich glaube trotzdem, ich schwänze die letzte Stunde…

(Jürgen Vielmeier)

Jobs in der IT-Branche


Über den Autor

Jürgen Vielmeier

Jürgen Vielmeier ist Journalist und Blogger seit 2001. Er lebt in Bonn, liebt das Rheinland und hat von 2010 bis 2012 über 1.500 Artikel auf BASIC thinking geschrieben.

7 Kommentare

  • Eigentlich ne coole Idee, vielleicht hilft es ja dem einen oder anderen. Das wichtigste an einer Regel ist ja, dass jeder sie erstmal verstehen kann.

  • Es hilft zumindest wirklich bei verstößen die einfach aus unwissenheit entstanden sind, aber viele sind sich sicher bewusst das sie gegen das Urheberrecht verstoßen. Aber Accounts zu sperren ist genauso sinnfrei, schließlich kann man sich einfach einen neuen erstellen…

    Eine witzige Idee ist es auf jeden fall 😉

  • Isch habe gar kein YouTube Account. Die Idee allerdings finde ich sehr gut. Vielen Usern fehlt bestimmt die eine oder andere Info das Urheberrecht betreffend. Allerdings hat mein Vorredner ja auch genau den Schwachpunkt erwähnt der auch mir nicht ganz klar ist: Alter Account gesperrt – dann erstellen wir uns halt einen neuen.

  • Ich denke nicht, dass damit die immer wieder auftauchenden Urheberrechtsprobleme gelöst werden können. Aber vielleicht etwas Aufklärungsarbeit für tatsächlich Unwissende…

  • Ich Habe ein youtube account .ich finde es eine gut idee aber es ist nur nicht cool das mann die fragen 100 beantworten muss das regt einfach auf -.-

Kommentieren