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Nach 14 Jahren: Legendäres Spiel "Duke Nukem Forever" ist auf dem Markt


Der Ego-Shooter „Duke Nukem Forever“ ist da. Nein, im Ernst: 14 Jahre nach der ersten Ankündigung, auf die noch viele weitere folgten, ist das Spiel jetzt weltweit auf dem Markt und dort prompt auf Platz 1 der UK-Game-Charts eingestiegen. Wir sind weder Game-Blog, noch schreiben wir eigentlich über Spiele. Aber „Duke Nukem Forever“ hat eine Meldung verdient. Denn der Shooter über den Actionhelden Duke Nukem ist zum geflügelten Wort und zu einem Paradebeispiel des Ausdrucks „Vaporware“ geworden: ein Produkt, dessen Auslieferungsdatum immer wieder auf unbestimmte Zeit verschoben wird, und das mitunter gar nicht mehr in den Handel kommt.

„Duke Nukem Forever“ erhielt mehrfach den Preis „Vaporware of the Year“ im Wired-Magazin: in den Jahren 2000-2002, 2005-2008 sowie 2010. Im Jahr 2003 erhielt das Spiel den zweifelhaften Ehrentitel „Vaporware Lifetime Achievement Award“. 3D Realms gab die Entwicklung des Spiels nach den zahlreichen Ankündigungen im Jahr 2009 auf (und den eigenen Geschäftsbetrieb gleich mit). Gearbox Software übernahm die Entwicklung noch im selben Jahr und brachte das Spiel am vergangenen Freitag nun tatsächlich noch weltweit auf den Markt. Viele Tester sind allerdings wenig angetan davon.


„Sie haben Dukes Bier leergesoffen!“

Die Games-Site Metacritic gibt dem Spiel 51 von 100 Punkten in der Version für die Xbox 360. Die Playstation-3-Version erhält darin 58 von 100 Punkten und die PC-Version immerhin noch 62 von 100 Punkten. Tester kritisieren die veraltete Technik, anzügliche Witze und Machosprüche, Fäkalhumor, Sexismus und Chauvinismus. Im Bild ganz oben steht der Duke etwa vor dem Ortsschild einer Stadt namens „Morningwood“ (Morgenlatte). Nun ja, hat irgend jemand etwas Anderes erwartet? Held des Spiels ist der stahlharte Macho Duke Nukem, der die Welt wie schon im Vorgänger „Duke Nukem 3D“ vor bösen Aliens befreien muss. Der Hersteller beschreibt das im O-Ton so:

Während er von seinen Babes in seinem Penthouse in Las Vegas verwöhnt wird, bricht plötzlich die Hölle los! Schweinebullen und allerlei anderes fieses Aliengesocks steigen aus den Mutterschiffen und entführen reihenweise die schärfsten Bräute der Stadt und was noch viel schwerer wiegt: Sie haben Duke´s Bier leergesoffen! Das geht gar nicht! Mit einer Stink Wut im Bauch schnappt sich Duke seine Knarre und macht sich auf, mal wieder ein paar Arschtritte zu verteilen…

Gar nicht einmal so schlecht kam das Spiel in der Wertung von „PC Games„, „Gamers Global“ und „PC Gamer“ weg. Entscheidet selbst. Das Spiel ist ab 18, kostet in Deutschland etwa 40 Euro (PC-Version) bis 50 Euro (PS3, Xbox) und ist nach allem, was ich darüber in Erfahrung bringen konnte, mit ziemlicher Sicherheit in erster Linie für Männer gedacht…

(Jürgen Vielmeier, Screenshot: Gearbox)


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Über den Autor

Jürgen Vielmeier

Jürgen Vielmeier ist Journalist und Blogger seit 2001. Er lebt in Bonn, liebt das Rheinland und hat von 2010 bis 2012 über 1.500 Artikel auf BASIC thinking geschrieben.

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