Vom iMac abgeschaut: PC-Branche setzt auf All-in-One-PCs, und warum mir das gefällt

Jürgen Vielmeier

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Man hat einiges gelesen in den vergangenen Monaten: die Post-PC-Ära sei jetzt da, PCs seien zumindest in der Midlife Crisis, Apple mache das Rennen. Stimmt nur teilweise, denn PCs sind plötzlich wieder gefragt, zumindest wenn es um neue Geräteklassen geht. Aber man muss zugeben, dass die PC-Hersteller zum Teil selbst Schuld an diesen Schlagzeilen sind. Michael Dell hielt sich lange bedeckt, was die Zukunft der PCs aus seinem Hause angeht. Die Absatzzahlen sinken nämlich. Und bei HP soll der einstige Umsatzgarant künftig bloß nicht mehr die heikle Konzernbilanz in den Dreck ziehen: Die Sparte wird ausgegründet. Sollen die PC-Jungs doch selbst sehen, wie sie durch den Winter kommen.

Aber eben dieses HP hat dem Abwärtstrend jetzt doch recht überraschend eine Absage erteilt. Der IT-Pionier stellte gleich einen ganzen Reigen von All-in-One-PCs vor, zum Teil mit Touchscreens. All-in-One-PCs wie sie auch auf der IFA schon einer der heimlichen Trends waren, auch wenn sie im Schein der Tablets und 3D-Fernseher weniger auffielen. Asus hatte welche im Programm, Acer, Toshiba, Lenovo und Sony auch. Von Dell wird in absehbarer Zeit einer erwartet. Die Branche hat Blut geleckt: Hardware ist wieder chic.

Vom iMac abgeschaut

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HP hat gleich sieben neue All-in-One-PCs vorgestellt, die in den kommenden Wochen in den USA zu Preisen zwischen 400 und 900 US-Dollar auf den Markt kommen sollen. Die ersten davon sogar schon am Sonntag. Wie der Name schon sagt, baut HP bei seinen All-in-One-PCs die Rechnerfunktionen in den Bildschirm ein. Die Linie HP Omni kommt mit Bildschirmen ab 20 Zoll daher, die TouchSmart-Reihe in verschiedenen Größen mit Touchscreens ebenfalls ab 20 Zoll. Der HP Pro 3420 komplettiert die Reihe für Unternehmenskunden. Die Preise gefallen mir und da Hardware und Bildschirme ohnehin eine geringe Halbwertszeit haben, spricht wenig dagegen, alles in einem Gehäuse unterzubringen und dann eben alle zwei, drei Jahre neu zu kaufen. Fertig.

Man kann der PC-Branche also nicht vorwerfen, den Trends nicht zu folgen. Dass man sich dabei aber nur noch an Apple orientiert, ist schon ein bisschen merkwürdig. Nennt mich Fanboy, so viel ihr wollt, aber wie erklärt ihr euch, dass Netbooks plötzlich in Ungnade gefallen sind? Apple hatte nie eins im Programm und Apple macht mehr Umsatz, also sind Netbooks bei den PC-Herstellern ein wenig ins Abseits geraten? Apple verkauft die schlanken MacBooks Air wie geschnitten Brot, also müssen Powerbooks her, die Apples Modelle imitieren. Tablet-PCs hatten keine Aussicht auf Erfolg, ehe Apple mit dem iPad auf den Markt kam, also baut die ganze PC-Industrie jetzt eifrig Tablets. Mit Smartphones, die sich am iPhone orientieren, fange ich gar nicht erst an. Dass All-in-One-PCs dem iMac hinterhereifern, daran zweifelt ihr auch nicht wirklich, oder? Und wenn dann HP seine neue Reihe auch noch mit einem Video vorstellt, das sich sehr an Apples persönlichen Videos orientiert, bei denen die Produktentwickler von ihrer ach so tollen Arbeit erzählen, dann ist die Sachlage recht eindeutig, oder?

Aber ich will hier nicht alles schlecht reden. Apple gibt zwar den Ton vor und alle folgen, aber was die Verbesserungen angeht, legen die PC-Hersteller schon recht kreative Verbesserungen an den Tag. Und ich bekomme hier gute Hardware für deutlich weniger, als das, was ich für einen iMac berappen müsste. Von daher geht das für mich in Ordnung, uninspiriert ist es trotzdem.

(Jürgen Vielmeier, Bilder: HP)

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Jürgen Vielmeier ist Journalist und Blogger seit 2001. Er lebt in Bonn, liebt das Rheinland und hat von 2010 bis 2012 über 1.500 Artikel auf BASIC thinking geschrieben.