Ausgestoßene des Tabletmarktes unterstützen Tizen: Acer, Asus, WeTab

Jürgen Vielmeier

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Ich bin unzufrieden mit Intel! Mit MeeGo schießt man ein inzwischen halbwegs bekanntes System einfach in den Wind, um mit Tizen noch einmal fast bei null anzufangen und ein weiteres halbes Jahr gegenüber iOS, Android und Windows zu verlieren. Es geht nicht nur darum, einfach später auf dem Markt zu sein. Es geht auch darum, ob man dann noch Entwickler und Hersteller für seine Plattform begeistern kann. Wie will man den Rückstand jemals wieder aufholen?

Sollte meine Skepsis unbegründet sein? Denn nach Samsung wollen sich laut Berichten der Digitimes und Golem gleich drei weitere Hersteller der Initiative anschließen: Acer, Asus und der deutsche WeTab-Hersteller 4titoo. Wäre es zu böse zu behaupten, dass alle drei auf dem Tablet-Markt bislang nicht gerade eine tragende Rolle spielen? Ja, richtig, Tizen soll nicht nur auf Tablets zum Einsatz kommen, sondern auch auf Smartphones – hat da jemand von den Genannten ein Knallermodell im Angebot? Ebenso auf Netbooks, wo Tizen mit Windows 7 und bald auch Windows 8 konkurrieren darf.

Tizen, der Megakracher im Auto?

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Wo Tizen noch durchstarten soll? Auf KFZ-Entertainment-Konsolen. Nicht gerade der Ort, in dem Samsung, Acer und Asus primär aktiv sind. Die Hersteller, die es sind, wie Pioneer, entwickeln bereits eigene Lösungen. Blieben noch Smart-TVs, ein zugegeben noch fast unerschlossener Markt. Hier könnte Acer an einer Alternative zu Samsungs Smart-TV-Plattform interessiert sein, Samsung dafür logischerweise eher weniger. Asus ist bisher noch nicht unter die Verkäufer von Fernsehgeräten gegangen. Laut der Digitimes wägt auch HTC gerade ab, ob man bei Tizen einsteigen will. Die Taiwaner sind nicht ganz glücklich darüber, dass Google Motorola gekauft hat und schauen sich deswegen zumindest einmal interessiert an, welche Alternativen zu Android es noch gibt.

Ich sag ja gar nicht, dass es nicht chic und nützlich wäre, ein weiteres System auf dem Markt zu haben. Aber jetzt noch damit voll durchstarten? Wo denn? Und mit einer erst einmal irritierten Entwicklergemeinde, die nach Moblin und MeeGo jetzt für Tizen wieder alles neu machen soll? Und wo Acer, Asus und HTC den Teufel tun werden, sich alleine auf Tizen zu stürzen, sondern Android und Windows weiter unterstützen werden. Es könnte bei dem 1 Prozent Marktanteil bleiben, über den Linux auf dem Desktop trotz immer besserer Versionen nie hinaus gekommen ist.

Allerdings muss man der Initiative zu Gute halten, dass sie schon jetzt mehr Unterstützer um sich schart, als MeeGo und Limo das in den Jahren davor geschafft haben. Wächst da zusammen, was zusammen gehört? Überzeugt mich gerne vom Gegenteil, aber ich bleibe skeptisch.

(Jürgen Vielmeier)

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Jürgen Vielmeier ist Journalist und Blogger seit 2001. Er lebt in Bonn, liebt das Rheinland und hat von 2010 bis 2012 über 1.500 Artikel auf BASIC thinking geschrieben.