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Die Fronten sind verhärtet

Kürzlich musste ich wieder an diese Szene aus dem Film „Pirates of Silicon Valley“ denken. Der junge Steve Jobs spaltet die Belegschaft seines jungen Vorzeigeunternehmens namens Apple, indem er dort zwei Teams bildet und sie gegeneinander antreten lässt: das Apple-Team gegen das Macintosh-Team. Es kommt zu Streitigkeiten, Schlägereien, das Thema polarisiert die Mitarbeiter wie Kunden und Beobachter der IT-Szene. Es endet damit, dass Jobs wenige Monate später seine eigene Firma verlassen muss.

Heute, gut 25 Jahre später, polarisiert Apple immer noch und gar mehr denn je. Man muss sich nur die Kommentare unter den Beiträgen durchlesen, die wir in den vergangenen Tagen über Apple und das neue iPhone 4S verfasst haben. Ich hab mir eine Zeitlang einen Spaß daraus gemacht, Apple abwechselnd zu loben und zu kritisieren, wofür ich regelmäßig entweder als „Fanboi“ oder „Apple-Hasser“ bezeichnet werde. Inzwischen lache ich nicht mehr, denn die Leute scheinen das ernst zu meinen, und etwas anderes als Schwarz und Weiß scheint es bei dem Thema für viele nicht zu geben.

Reizthema

Es gibt immer ein Reizthema, an dem sich die Geister scheiden. Früher war es „Mac oder PC“, heute hat sich das reduziert auf „Apple oder nicht Apple“. Kein anderes Thema polarisiert so stark wie dieses. Und es scheint vielen nicht mehr um die Wahrheit oder das Abwägen von Argumenten zu gehen. Es geht aus irgend einem Grund um Gut, Böse und nichts dazwischen, wobei ich Apple auf beiden Seiten vertreten sehe.

Ein alter Bekannter lauerte mir vor ein paar Wochen auf einer Party auf. (Er hat studiert, einen sehr guten Abschluss gemacht, mehrere Jahre Berufserfahrung und verdient sehr gut.) Er kam auf mich zu, grinste und sagte mir, mein (leicht kritischer) Beitrag über Apples neues Betriebssystem Lion neulich sei ja Mist gewesen. Aha, antwortete ich, und wieso? Weil er vor ein paar Jahren auf Apple umgestiegen und das die beste Entscheidung seines Lebens gewesen sei. Was das damit zu tun habe, dass der Lion auf meinem Mac nur leidlich funktioniere, fragte ich zurück. Ich hätte da bestimmt etwas falsch gemacht, sagte er. Bei ihm funktioniere alles super.

Wenn es um Apple geht, zählen Argumente manchmal nicht mehr. Es scheint um mehr zu gehen als einfache Probleme. Es geht um das große Ganze.

Unter all den Trauerbekundungen um und Nachrufen auf Steve Jobs, fand ich in einer als seriös geltenden Zeitung auch eine Vergleich zwischen Jobs und Mahatma Gandhi. Irgendwann hört es für mich dann doch auf. Sicher, beide haben die Massen bewegt. Aber der eine hat mit gewaltlosem Widerstand um die Freiheit seines Landes gekämpft und dafür mit seinem Leben bezahlt. Der andere war ein gerissener Geschäftsmann, der vor wenigen Monaten noch die Suizide in den chinesischen iPhone-Fabriken gegen die Freitod-Statistik der USA aufgerechnet und gemeint hat, das seien ja gar nicht so viele.

Der neue „Spiegel“ hat diesmal Steve Jobs als Titelthema („Der Mann, der die Zukunft erfand“) und ich wette schon jetzt, dass er sich besser verkaufen wird als alle vier Ausgaben vorher. Ich würde gerne einmal appellieren, bei dem Thema die Kirche im Dorf zu lassen, mal sachlich zu argumentieren. Aber das scheint völlig aus der Mode gekommen zu sein. Komische Zeiten, in denen wir leben.

(Jürgen Vielmeier, Logo: Apple)


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Über den Autor

Jürgen Vielmeier

Jürgen Vielmeier ist Journalist und Blogger seit 2001. Er lebt in Bonn, liebt das Rheinland und hat von 2010 bis 2012 über 1.500 Artikel auf BASIC thinking geschrieben.

47 Kommentare

  • Jürgen, deine Beobachtung der Kommentare spiegelt doch nur wieder, das Apple polarisiert.. „love it or hate it“ ist die Devise. Ich kenne auch kaum Leute die sagen „Ja, Apple ist so mittelmäßig.. ganz gut halt“.
    Interessant ist allerdings die Feststellung vom Thema „Apple oder PC“ zu „Apple oder nicht Apple“.. es scheint als dreht sich momentan alles nur noch um Apple..

  • Viele Apple-Nutzer sehen es wirklich nicht mehr als Spaß an, wenn man was gegen Apple sagt. Sie werden eingelullt, bis Apple am Ende ihre Realität ist, die mit aller Kraft verteidigt werden muss.
    Das hat mich auch dazu veranlasst, über die psychischen Mechanismen zu schreiben, die dazu führen, dass Apple-Kunden so unglaublich loyal und realitätsfern handeln. (Link in Überschrift)
    Bei der richtigen Betrachtungsweise kann man es dann sogar irgendwie nachvollziehen: denn auch Apple-Kunden sind nur Menschen und können manipuliert werden.

  • Warum schreibt man „Fanboi“ eigentlich auf diese Art und Weise? Habe ich was verpasst?

    Joa, man sollte wirklich die Kirche im Dorf lassen „Der Mann der die Zukunft erfand“ – Weil, „einer der letzen Superstars hat die Bühne verlasssen“ ja auch so schön sachlich ist, gelle?! 😉

    Ich bewundere Steve Jobs aber gleichzeitig hasse und verabscheue ich Apple von ganzem Herzen und es geht mir gut dabei!!!!! :-))

  • Ich hatte früher einen Macintosh, habe Software entwickelt und fand Apple innovativ und konkurrenzlos. Es hatte seine Gründe, die mich bei Apple aussteigen ließen. Mir gefielen Produktpolitik, Preise und Lieferzeiten nicht. Daran hat sich bis heute nichts geändert.

    Diesen missionarischen Eifer, mit dem Menschen „Produkte“ befürworten oder ablehnen halte ich persönlich für überzogen. Aus Sicht des Marketings aber genial, wenn man das schafft.

    Und so sollte man es auch sehen. SJ ist sicherlich eine schillernde, erfolgreiche Persönlichkeit gewesen, dem es gelungen ist mit seinen Visionen Trends zu setzen – völlig unabhängig davon, ob man seine Methoden gut fand oder ihm diesen Erfolg gegönnt hat.

  • Apple ist für viele wirklich so was wie eine Religion. Und so verhalten sie sich die „Jünger“ auch. Kritik wird als blasphemie abgetan. Nur veralltete Modelle Geräte haben Makel die aber durch das Neue vollständig behoben wurde.
    Nicht alle Apple Käufer sind so, aber diese schreiben wohl auch kaum in Internetforen.

  • Als verhärtet könnte man Fronten ansehen, bei denen es wirklich um was geht. Hier geht es doch nicht wirklich um irgendwas, sondern nur um die Bewertung der Bedeutung von etwas. Die wird von vielen Apple-Hatern eben völlig verkannt. Apple hat riesige Bedeutung für die gesamte IT-Entwicklung, und damit auch für die vielen Apple-Hasser. Die Würdigung dieser Bedeutung hat wenig bis nichts mit einer persönlichen Kaufentscheidung für Apple zu tun. Ich selbst hatte auch noch nie ein Apple-Gerät, obwohl ich rein interessehalber schon neugierig auf sie bin.

  • Diese Diskussionen sind doch uralt und nicht nur auf Apple beschränkt. Ich kenne das aus den 80igern ob man MS Word oder Word Perfect benutzt. Ist eben nur Intoleranz verbunden mit der beschränkten Möglichkeit Produkte nur nach dem eigenen Nutzen zu bewerten.

  • „Apple ist für viele wirklich so was wie eine Religion“

    Nur das gerade der Religionsgründer und „Führer“ verstorben ist. und damit könnte es auch mit der Religion zu Ende gehen.
    Die ganzen Jobs-Fanboys werden sich in ihrer Fixierung immer nach etwas sehnen, daß einfach nicht mehr da ist:
    „Steve hätte das vermutlich anders gemacht ….“
    „Als Steve noch Apple Chef war, da war alles besser.“…

    @Jürgen hat hier ein gutes Thema angesprochen, die Frage ist aber eher wie wird bei Apple die Zukunft aussehen?
    Welches Apple-Team oder Unternehmens – Religion wird sich nun zukünftig Durchsetzen?
    Das der ewig „gestrigen“ was die reinen Lehren eines Steve Jobs weiterhin zum Grundsatz bei Apple machen wollen und jede Änderung oder „Öffnung“ ablehnt oder Leute welche den Sekten und “Fanboi” Ansatz bei Apple ablehnen und es zu einen völlig normalen IT Unternehmen machen wollen.

    Vieles könnte dabei schnell den „Steve Jobs Jüngern“ vor den Kopf stoßen wie vielleicht eine „Aussöhnung“ mit Adobe, Samsung oder Google und Zulassung von Flash auf den Ipad / iPhone und weitere Öffnungen.
    Die Zukunft wird hier sicher Interessant.

  • Egal wie du schreibst, man hört immer den Unterton, dass du Apple nicht magst, und ich habe in den letzten Wochen eigentlich keinen Beweis in deinen Beiträgen gesehen, dass dies anders wäre. Dein Kollege hingegen hat übrigens sehr wohl recht 😉

  • Dass Apple so unglaublich polarisiert kann ich nur bestätigen. Ich weiß nicht genau woran es liegt – mit bloßem Marketing wäre das doch eigentlich kaum zu schaffen?!
    Was mir jedoch in den Sinn kam ist, dass Appleprodukte als Lifestyleobjekte und Statussymbole gelten. Wer diese trendigen Produkte besitzt ist stolz darauf – ein Angriff auf die Marke ist ein Angriff auf sich selbst.
    Die Applehasser hingegen sehen in den Produkten überteuerte Ware, die sich irgendwelche eingebildeten Proleten kaufen um die Länge „von etwas“ zu erhöhen..

  • Sag mal einem Harleyfahrer, vsein Stück Schwermetall aus Milwaukee sei technisch von vorgestern und jedes japanische Motorrad wäre besser und zuverlässiger ;).

    Gerade beim iPhone 4S (steht das S eigentlich für ‚Sorry?) sieht man, dass Apple viel von seinem innovativen Pulver verschossen hat.
    Apple verkauft ein Gesamtpaket, das in sich funktioniert und stimmig ist. Dieses Paket mag nun nicht alles können, was Stand der Technik ist, aber es funktioniert. Und zu dem guten Gefühl, was man kauft, gibts ein Handy dazu :).
    Dadurch, dass sich Apple von allem anderen Abschottet, wird es zu einem Eliteclub, in den sich jeder reinkaufen kann. Bei Android gibt es dutzende Hersteller, hunderte Designs und jeder kann was eigenes basteln.
    Aber bei Apple gibt es nur EIN aktuelles Gerät. Und um dieses eine Gerät dreht sich alles. Da gibt es auch kein „ich kauf mir irgendwas mit iOS“ wie bei Android.
    Das oder gar nichts. Und daher kommt auch das Schwarz-weiß-denken.
    Denn wenn man sich auf Apple einläßt, muß man sich völlig drauf einlassen. Die Musiksammlung wird von iTunes übernommen und so.
    Und alle Programme, die man vorher kannte, laufen auf einem Apple nicht mehr.
    Inkompatibel.

    Alles oder nichts.

  • Apple hat ganz klar Vor- und Nachteile. Ich als jemand der vom Iphone zum Android Lager gewechselt ist, sehe mehr Nachteile, das liegt jedoch im ermessen des Betrachters. Was in letzter Zeit durch die Presse ging ist wirklich traurig, klar war Steve jobs ein großer Mann, er war aber nur der Kopf einer Firma von etwa 50.000 Mitarbeitern, Chinesische Produzenten nicht mitgezählt. Da kann man nicht davon sprechen, das er allein die Zukunft geprägt hat, sicherlich werden da auch andere im Hintergrund einiges geleistet haben…

  • @hackandshare: Was soll denn dieses „nur“ und „aber“ bei der zutreffenden Feststellung, dass er der Kopf einer Firma von 50.000 Mitarbeitern im Hintergrund war. Seine Größe liegt ja gerade darin, die Kapazitäten dieser vielen Leute zu den etlichen tollen wegweisenden Innovationen von Apple für den Massenmarkt gebündelt und geführt zu haben.

  • Hast Du dir schon mal Gedanken gemacht, ob du evtl. ne etwas beengte weltsicht hast? In deinem Umfeld (blog, technikbegeisterte Freunde, rssfeeds die dich interessieren, etc.) mag es dir so vorkommen, daß es nur Apple und nicht Apple gibt, aber dem ist nicht so. Das bißchen was du von der Welt mitbekommst, ist nur ein Bruchteil der Realität. Ok, über was sollst du sonst bloggen. Kannst nur deine eigenen Erfahrungen mitteilen. Nur ein Bruchteil der Leser kommentiert auch, ergo bekommst du auch nur einen Bruchteil der Meinungen mit. Lange Rede kurzer Sinn: Halte nicht zuviel der dir zugetragenen Informationen und visuellen Eindrücke für Tatsache.

  • Auf jeden Fall werden noch viele andere etwas geleistet haben, denn Steve himself wird sich sicherlich nicht nochmal an das Reißbrett gesetzt haben, um am Design seiner Geräte zu schrauben. Aber er ist der Kopf, der Apple nach außen präsentiert (hat). Und wenn man etwas personalisieren kann, etwas Greifbares hat, dann wird auch etwas „angreifbarer“. Polarisierender. Besser, als ein anonymes Konglomerat ohne Gesicht.

    Als es um wikileaks ging, war Mr. Assange Angriffspunkt, bei Microsoft damals der Gates, bei Facebook der Zuckerberg. In der Nicht-IT war der Nonnenmacher Hassobjekt für die HSH-Nordbank, DSDS besteht gefühlt zu 90% aus dem Herrn Bohlen, usw.

    Auch Google steht immer wieder in der Kritik, aber dort ist der CEO (je nachdem, wer’s denn gerade mal ist) nicht so im Rampenlicht der breiten Presse – zumindest von der Haptik her weniger als seine Mitstreiter. Es ist einfach menschlich sich auf eine Seite zu schlagen und somit teilen sich die Lager ganz einfach auf…plus der Gefolgschaft der Lemminge, die nur reden, ohne aber wirklich was zu sagen.

    Außerdem ist es in, sich über Apple den Mund fusselig zu reden. 😉 Warten wir mal ein Jahr ab, dann fragt sich der eine oder andere sicherlich: Apple who?

  • Warum nicht einfach das Beste aus allen Welten mixen? Ich habe ein iPhone 4S bestellt, weil ich inzwischen so viele Apps gekauft habe, dass sich ein Umstieg auf Android nicht lohnt bzw. recht teuer würde. Deshalb ist Android noch lange nicht schlecht, wer damit glücklich ist, bitte sehr.

    Genauso wie „Windows oder OS X“ – ist doch Quatsch! Auf meinem MacBook Pro laufen Windows UND OS X, als Dual Boot. Nur mit OS X könnte ich auf Dauer nicht glücklich werden, vor allem das Spieleangebot auf OS X ist mir zu klein. Und ab und an ein Spielchen muss eben sein.

  • Danke für diesen Artikel, recht treffend. Es gibt sie allerdings doch, die Menschen, die gemäßigte Positionen vertreten. Die „Extremisten“ schreien einfach nur lauter.
    Aber der Grundtenor ist schon richtig. Ich selbst, als jemand der sehr viele Apple-Produkte verwendet und auch (nur auf Nachfrage) deutlich sagt, das er Mac OS X besser als Windows findet, bekomme z.B. regelmäßig ungefragt zu hören „das was ich hier gerade mache, kann man am Mac nicht machen“. Da kann man manchmal nur mit dem Kopf schütteln.

    Apple-Produkte haben halt nicht nur mit technischen Features zu tun, sondern auch sehr stark mit der Vermarktung als (Status-)Symbol zu tun („Dies ist, was der Wirtschaftswissenschaftler Roger Mason bereits 1985 als „Social Visibility“ bezeichnete: „For the conspicuous consumer, the influence and effect of other people on his purchasing behaviour is overwhelming. It is the symbolism rather than the utility of products which is his prime consideration.““ [http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/0,1518,790318-2,00.html]). Das polarisiert eben sehr – verkauft aber auch sehr gut.

  • Nun ja, diese „Religion“ ist und war Teil des Apple Marketings. Apple hat nicht nur Technik gebaut und verkauft, sondern schon immer Lifestyle. Das ist einerseits genial und hat ganz offensichtlich funktioniert, ist andererseits aber an einen kreativen Kopf wie Jobs gebunden (Verwaltungsfachleute und Finanzhaie werden das nicht hinbekommen). Fragt sich, ob Jobs‘ Nachfolger auch von dem Kaliber ist.

  • Apropos Lifestyle, für dessen verstärkte Beachtung Apple ja vor allem vielfach gescholten wird. Es wäre ja auch wirklich schlimm, wenn Technik irgendwas mit dem Leben zu tun hätte. Diesem Lifestyle-Denken hat man letztlich auch die vielen Basis-Masseninnovationen von Apple zu verdanken: Dass Steve Jobs nämlich Technik vom Leben und ihrem Nutzen fürs Leben gedacht hat. Für was auch sonst. Gemäß der Anekdote, die dieser Tage von Jobs überliefert wurde, dass er Apple-Produkte, wohl bei seinem Neueinstieg in Apple nicht sexy genug fand und das dann in den folgenden Jahren um so tiefgreifender änderte. Das war ja auch das Geniale an Jobs, dass er Design und Funktion zusammengedacht hat und das alles verbunden mit genialem Marketing zu einer Einheit zusammenführte.

  • Wenn man sich die Videos ansieht, wo Leute die ganze Nacht vor einem Apple store verbracht haben, damit sie als erstes ein neues iRgendwas-Produkt kaufen können, dann kann man schon durchaus sehen, dass es sich hier um eine Art Ersatzreligion handelt. Das würde natürlich kein Apple-Jünger zugeben, man ist ja schließlich ein aufgeklärter, moderner Mensch. Genauso wie die meisten Verrückten abstreiten, dass sie verrückt sind. Die überteuerten Preise sind in Wahrheit Spenden an eine Kirche.

    Nach Jobs Tod wird es zwangsläufig mit Apple bergab gehen, weil das Unternehmen den Nimbus des unfehlbaren Genies verloren hat. Die Konkurrenz wird Apple mit billigeren, aber technisch gleichwertigen Produkten das Leben schwermachen. Letztlich ist das aber ein ganz natürlicher Vorgang, weil wirtschaftliche Entwicklungen immer wellenförmig verlaufen und Apple aktuell auf der Spitze steht.

  • So kann man es auch darstellen, wenn man es will.

    War es nicht eher das Schimpfen auf den Monopolisten Bill Gates und die einzige Alternative Mac, die den alternativ denkenden zu diesem merkwürdigen Unternehmen getrieben hat?

    Die Alternative, die neben einem Betriebssystem mir gleich noch Hardware dazu an die Hand gibt. So, mit dem rundum-sorglos Paket, kann man ein System schaffen was Stabil läuft.

    Die User haben sich mit den Mainstream Produkten aber geändert. Darum mußte, um zu gewährleisten das alles toll läuft, ein geschlossenes System her. Ein System was so geschlossen ist, das ein Jail Break gleich zum Garantieverlust führt. Nein, Steve Jobs sagt euch, was für euch gut ist.

    Datenspeicherung: Was hat man über B. Gates geschimpft, als mit WinXP eine Online Aktivierung notwendig wurde. Heute, im Jahr 2011 sammelt Apple so viele Daten (die nicht mal anonym sind) auf die jeder Kripo Beamte neidisch ist. Ein Aufschrei? Nein, die Apple gemeinde fühlt sich dabei gut aufgehoben, weil die Daten ja nur zu Apple übersandt werden.

    Hardware: Schon mal einen Mac mit BlueRay Player gesehen? *lach* Nein? Oh, das liegt daran, das bei dem eh schon ‚geringen‘ Kaufpreis nicht einmal die Lizenzen für BlueRay mit drin sind. Ein Armutszeugnis für ein Unternehmen, was mir ein rundum-sorglos Paket anbietet.

    Bei sämtlichen Geräten fehlt es an Basics, die geschickt mit was innovativem Überstrahlt werden. Wie Autos mit einem innovativem Motor, aber leider ohne Räder.

    Den Mainstream Markt wird Apple nicht halten können. Die Masse ist nicht bereit überhöhte Preise zu zahlen, sondern geht eher zu günstigeren Geräten über, die vergleichbar einfach zu bedienen sind.

    Der Mainstream Markt ist undankbarer als eine feste Jüngerschaft, der man alles verkaufen kann.

    Ich habe -und hatte auch immer schon- Mitleid mit Apple Usern.

  • @Anonymus: Könnte auch insofern was dran sein, als mit Touch-Smartphone und Tablet auch längst das Meiste, was es so fürs Internet braucht, erfunden ist. Apple hat tolle neue Sachen geschaffen und Märkte begründet, jetzt kommt eben verstärkt die große Horde zum Mit-Absahnen. Was sicher kaum so schnell zum Untergang von Apple führen dürfte, aber kleinere Brötchen werden sie womöglich schon backen.

  • @Jaqueline: Wenn du Mitleid mit Menschen hast, die eine Marke bevorzugen, kannst du nicht wirklich intelligent sein. Aber hey: Das ist nur meine Meinung. Deine Meinung intressiert mich nicht weiter -lach- *huustopferhuuuust*

  • Nippelnuckler: Du meinst wohl „einer Marke verfallen sind“. Aber so ist das bei jeder Ideologie. Egal ob Nationalsozialismus, Sozialismus, Islamismus oder dem Applemus.

  • Mal ein netter Hinweis an so manche Mitmenschen: Es ist nicht alles so, wie es scheint.

    Es ist zum Teil lustig, zum Teil arg befremdlich das gewisse Menschen der Meinung sind, das alles sei „Religion“. Überaus scheint das Argument immer dann zu kommen, wenn einem die Argumente auszugehen scheinen. Streng nach dem Schema: „Das kann doch nicht sein.“ a.k.a „Ich versteh das nicht.“ Aber wo käme man hin, wenn man die eigene, offensichtliche Unwissenheit zugeben würde?

    Warum schreiben Medien (wo auch nur reale Personen sitzen) über etwas, was sie nicht kennen, dann andauernd von „Religion“, von „Jüngern“? Ich kenne keinen Mac- oder iPhone-Benutzer (und nein, das ist Mitnichten dieselbe oder gar gleiche Gruppe von Menschen!), die sich religiös zu Apple befinden, oder so verhalten. Vielleicht kenne ich die falschen, vielleicht ist es aber auch einfach nicht so. Aber zumindest kann ich von mir behaupten, das ich beide (PS: es sind mehr) „Welten“ kenne. Und mit kennen meine ich nicht, das ich irgendwo mal ein paar Screenshots oder das Demogerät bei Saturn gesehen habe.

    Das gleiche kann man im Übrigen auch zu dem immer wieder kommenden „Aber Apple hat doch X gar nicht erfunden, das war Y“. Ja, stimmt. Nur hat das Apple in der Regel auch nie gesagt oder behauptet (einmal abgesehen von dem berühmten „We reinvented the phone“; wo ich allerdings auch zu stimmen würde, das die Aussage der Neu-Erfindung in diesem Falle zumindest nicht gänzlich unwahr ist.)
    Weitestgehend stammen die Meinungen über die angeblichen „religiösen Anhänger“, die „Erfindungen Apples“ oder die sonstigen Vorurteilen von Extern: Leuten, die nicht wirklich wissen, worüber sie schreiben oder sprechen, aber es deswegen scheinbar ganz genau wissen.

    Die übliche Vorgehensweise ist doch immer die selbe:
    1. Apple stellt Produkt/Feature X vor.
    2. Blogs, Medien schreiben: Apple erfindet X. Toll. Super. Grandios.
    3. Andere Blogs, Medien finden auf einmal: Stimmt gar nicht, Apple lügt ja, das war Firma Y. Schweinerei.
    4. Apple wird in Form anderer Meinungen vorgeworfen, Erfindungen für sich zu beanspruchen.
    5. Go back to 1 and repeat this lesson.

    Dazu kommt, das mittlerweile nicht mehr nur noch die Techblogs oder Tech-Medien dem Thema „Apple“ aneignen, sondern auch die „klassischen“ oder „normalen“ Medien. Natürlich könnte man jetzt fies sein, und behaupten, dass natürlich eine einjährliche Produktproduktion wesentlich interessanter ist, als jede Woche ein neues Produkt der Konkurrenz. Aber die Medien sind den „Apple-Wahn“ selber schuld. Man hat kein Problem, andere Themen sogar deutschlandweit totzuschweigen (bspw. die seit Wochen andauernde Proteste an der Wall Street). Aber wenn Apple ein Pups macht, dann kommt das sogar bis auf tagesschau.de — am selben Abend.
    Wenn wir von Religion und Gehorsamkeit sprechen, dann wohl eher dort.

    Zum Theme „Markenwahn“: Das Argument kommt wahlwechselnd mit Religion zum Zuge. Wer also nur Jeans von Marke X kauft (obwohl Marke Y wesentlich günstiger ist), der ist im Markenwahn (und natürlich religiös zu der Marke verfallen). Wer der Meinung ist, das nur Autos des Herstellers X gut sind, der muss ja nicht mehr ganz dicht sein: Schließlich reicht auch ein Wagen der Firma Y.
    Wenn jemand der Meinung ist, das er mit Windows besser klar kommt: okay. Wenn jemand der Meinung ist, das ein Android das beste System ist: okay. Wenn sich jemand nicht informieren will: okay.

    Verschiedene Menschen, verschiedene Ansichten.

    Übrigens funktioniert die Logik Markenwahn nicht. (Schlimmer, es verwässert das wirkliche Problem „Markenwahn“, wohl ähnlich wie Kaufsucht.) Was ist mit Microsoft Windows?
    Entweder ist die Mehrheit der computernutzenden Menschheit im Markenwahn von Microsoft, weil die ja coole Systeme und Produkte herstellen. Oder aber sie sind total abhängig, und wollen es eigentlich gar nicht. Oder aber man kauft und nutzt die Produkte bei vollem Bewusstsein und im Vollbesitz seiner geisten Kräfte. Wirklich, so einfach?

    Aber wie ich bereit sagte: Wer sich nicht informieren will, der bleibt es. Jeder darf machen, was man will. Jeder kriegt aber das, was er „will“.

  • @ Jan:
    Bei Erfindungen gibt es eine klare Apple Regel. Hat Apple es erfunden, dann haben sie ein Patent darauf und behindern den Markt bei der Entwicklung. Alles was man auf dem Markt sieht, was wie auf einem Apple ist, ist nicht von Apple.

    Dein Vergleich mit dem Markenwahn hinkt doch arg. Denn wenn jemand eine teuere und minderwertige Hose der Marke X kauft und dieser Marke treu ist, dann wird er es mit fadenscheinigen Grünen rechtfertigen wollen (also wie bei Apple). Aber ihm wird es wumpe sein, wenn man sich gegen die Marke ausspricht.

    Und zu Deinem letzten Abschnitt, der schon zeigt das Du null verstanden hast. Welchen PC gibt es denn von Microsoft? Na.. na… merkst Du den UnterschieD? (ich bezeweifel nein).

    Wann hast Du dir deinen letzten Mac zusammen gebaut, der dann ohne Betriebssystem ausgeliefert wurde?

    Na? kommst Du jetzt dahinter?

    Die Medien schreiben im übrigen recht selten negativ über Apple, das ist aber leicht politisch zu erklären. In Redaktionen sitzt das gleiche alternative Zeug, was auch in Apple eine Alternative zu den bösen Kapitalisten von IBM gesehen hat.

  • Das „diese Regel“ natürlich nur in Rubrik Polemik Substanz ist, ist aber allen Beteiligten klar? Es ist Mitnichten okay, was Apple dort macht. Aber man wäre naiv zu glauben, die Konkurrenz würde anders handeln (Tatsache ist auch, dass Apple gar nicht immer der Agressor bzw. der Kläger ist). Ja Patente, worauf sollte sich diese „Regel“ sonst auch beziehen?

    Warum ist Markentreue (und schon wird Markenwahn positivistisch an den Mann gebracht) nur mit fadenscheinigen Argumenten erklärbar?

    Warum muss ich mir meinen Mac selber zusammenstellen wollen? Wie viele Leute bauen sich tatsächlich ihren PC selber zusammen? Viele? Ja klar. Aber nicht wirklich viele am Gesamtmarkt. Und insbesondere seit dem, naja, Siegeszug der Notebooks ist damit auch Schluss. Und ja, Notebooks haben schon seit 1-2(?) Jahren die klassischen PCs ausgebremst. Wenn man natürlich der Meinung ist, man müsste Apple direkt der „Ich-bau-mir-den-PC-selber-zusammen“-Fraktion gegenüberstellen, kann ein Komplettpakethersteller unter dem gewählten Gesichtspunkt höchstwahrscheinlich nur noch verlieren.

    Die Medien tun vor allem eins: Viel labern und texten. Und Apple wird überhaupt gar nicht mehr nur positiv herübergebracht, sondern es wird — in letzter Zeit — eigentlich immer häufiger auch gleich ein Schwung negatives mitgeteilt: China/Foxconn, Patente, mangelnde Freiheit. Transparente Berichterstattung würde nicht nur über Apple berichten, sondern auch über die Mittbewerber. Und inkl. deren Probleme. Die Konkurrenz kann sich einerseits also ärgern, das sie so wenig Aufmerksamkeit erhält, andererseits wird sie sich bedeckt halten. Kein Hersteller ist derzeit glücklich, wenn an die große Glocke gehangen wird, wer in Foxconn produziert (nämlich quasi alle).

    Was ich in diesem Zusammenhang auch nicht so ganz verstehe: Wieso ist Apple jetzt so ein alternatives Zeug? Wieso ist alternativ wieder gleich verblendet? (Das schließe ich ja aus dem Absatz.)

    Vielleicht war das in meinem vorherigem Posting nicht richtig angekommen: Ein Mac-User, der historisch bedingt nichts mit einem iPhone zu tun hat(te), entscheidet sich nicht „gegen IBM“ oder gegen das böse Microsoft. Sondern weil er das für sich bessere System gefunden hat.

    Soviel zum Thema Toleranz.

  • Tut mir leid, aber ich habe noch niemanden gesehen, der Blumen vor einem Geschäft eines Großkonzerns abgelegt hat, weil der Chef gestorben ist.

    Das ist krank, einfach nur krank.

  • Bei jedem anderen Promi ist es das nicht? Wenn es nur eine lokale Persönlichkeit ist, dann ist es okay?

    Muss man sich darüber wirklich aufregen, muss man sich darüber wirklich unterhalten?

    Nö, ich würde so etwas nicht machen. Aber auch bei keinem anderen, hierbei mal die Familie ganz aussen vor gelassen.

    Nur mal so ein Tipp: so etwas einfach ignorieren.

  • Da finde ich es nicht weniger krank, wobei ich noch unterscheide, ob man bei seinem Haus die Blumen niederlegt, oder bei einem Musiker in den nächsten CD Laden tingelt und die Blumen vors CD Regal legt.

    Lies doch die einträge zum Blog vor ein paar Tagen. Das die Jünger ihren Heilland nicht gleich als Gott darstellen, fehlte noch. Und genau solche Aussagen prägen das Religions Getue.

    Man glaub nicht an Gott, man glaubte an Steve Jobs.

    Zum Glück wurde er nicht in Israel beerdigt, da ist schon mal einer auferstanden.

  • Wenn man sich so sehr mit einer Technik identifiziert, dass diese quasi zu einem Teil der Kernpersönlichkeit wird, dann wird jede Kritik an diesem Produkt automatisch auch als Ablehnung der eigenen Person erlebt. So funktioniert das auch bei einem kleinen Teil der Apple-User, der sich jedoch lautstark bemerkbar macht. Aber am liebsten identifiziert sich der Deutsche immer noch mit seinem “heißgeliebten” Automobil…

  • hmm,

    welche Religion vertreten denn die Leute die gegen Apple wettern? So weit mir das aufgefallen ist fängt der Streit meistens nur an weil wieder mal jemand etwas gegen Apple sagt.

    Von seitens Apple sagen die wenigsten Fanboys etwas gegen Windows, oder, oder, oder…. Taucht aber ein neues Produkt von Apple auf, heißt es direkt Apple ist scheiße, die neue Hardware ist scheiße und so weiter und so fort.

    Ich mache mir da schon lange keine Gedanken mehr drüber. Ich besitze einen iMac den ich mir nach 16 Jahren Microsoft Windows zugelegt habe, diesen besitze ich jetzt 1 Jahr, das für ich persönlich viel entspannter ablief als die 16 davor.

    Zudem lerne ich noch schön dazu und erfreue mich jeden Tag an dem Produkt. Wenn jemand etwas dagegen sagt, dann macht er das eben, mir doch egal, ich kenne den Wert meinen Produktes und welchen spaß es mir bereitet.

    Wer etwas dagegen sagt hat einfach kein solches Gerät verdient. Kommt bestimmt wieder ein Anschluss Kommentar der etwas gegen Apple sagt, zudem besteht hier das Problem das viele die sich gegenseitig beschimpfen nie ein Produkt des jeweiligen Herstellers in der Hand hatten…

    mfg nothing

  • Meine Meinung zu Apple:
    Tolle Technik und Bedienung, schönes Design.

    Warum mag ich Apple trotzdem nicht? Weil die Kunden nach dem Kauf an Apple festgekettet sind.

    Hinzukommt, dass die Produkte der Liebling der Lifestyle-Fraktion sind und von diesen Leuten möchte ich mich so weit wie möglich abgrenzen. 🙂
    Der Patentwahn macht den Laden auch nicht unbedingt sympathischer…

  • Was ich nicht kapiere, warum das Wort HASS hier so inflationär gebraucht wird…
    Apple-Hasser?
    Wikipedia:
    Hass ist eine menschliche Emotion scharfer und anhaltender Antipathie. Ausgehend von der Fähigkeit zu intensiven negativen Gefühlen wird der Begriff auch im übertragenen Sinne verwendet und steht allgemein für die stärkste Form der Abwendung, Verachtung und Abneigung. Als Gegenbegriff in vergleichbarer Gefühlstärke wird vor allem die Liebe angesehen.

    Verachtung Menschen gegenüber, die Apple-Produkte benutzen?
    Hä? Was soll das?
    Warum tut der Hass gut? (s.o.)
    Warum muss ich mich rechtfertigen dafür, dass es mir nach 10 Jahren Windows jetzt (auch) Spaß macht, mit einem neuen System zu arbeiten?
    Warum ist jemand krank, der eine Beileidsbekundung in einem Apple-Store ablegt? KRANK?
    Wie wäre es mal mit weniger Verachtung/Abwertung, Bewertung anderer Menschen überhaupt? (> Jaqueline!!)
    Ich kann Blogbetreiber/Webseitenbetreiber verstehen, die KEINE Kommentare auf ihren Seiten zulassen…..!!!

  • Ich teile meine Meinung mit „#12 Phaidros schrieb am 09.10.2011, 12:24:“.
    Nicht mal die Dateien aus MS-Office sind unter Mac und Win kompatibel.
    Beruflich bin ich auf Win angewiesen, weil Mac nur leidlich oder gar nicht unterstützt wird. Gut, ich kann Windows auf nen Mac-Rechner installieren, aber das wäre so, als wenn ich Lion auf einen Windows installieren würde, nur um eine bestimmte Apple-Applikation fahren zu können. Banane.
    Ich habe ein iPhone und bin zufrieden. Konnectivität ist super, viel Zubehör und Integrationsmöglichkeiten. iTunes habe ich vorher schon benutzt und daher für mich kein schlechtes Tool. Apple Hardware ist toll, wenn ich insbesondere die Retina PC-Displays sehe. Auch als Gamer brauche ich potente Hardware und Windows. Potente Mac-Hardware ist mir dann zu teuer und die Bootcamp-Win-Treiber-Versorgung ist auch ehr mager oder nicht.
    Grüße
    groovy

  • @ fmuell
    „Wie wäre es mal mit weniger Verachtung/Abwertung, Bewertung anderer Menschen überhaupt? (> Jaqueline!!)“

    Damit die Menschheit noch weiter degeneriert?

  • @Jaqueline
    Ah, o.k., „interessante“ Argumentation:

    Akzeptanz/weniger Abwertung führt zu Degeneration?

    Verachtung führt hingegen zur Weiterentwicklung?

    Dann ist der oftmals so kritisierte und harsche Führungsstil von S. Jobs in Ihrem Sinne, Jaqueline?

    Jemanden herausfordern, provozieren, gerne, das kann jemanden (auch einen selbst) weiterbringen…
    Aber Verachtung basiert auf Hass, Machtausübung, Definition von Überlegenheit und Höherwertigkeit…
    Genau das was Sie ja nun so heftig an den „Apple-Jüngern“ kritisieren…
    Damit dreht sich die Argumentation gegen Sie selbst…

  • #39 fmuell [www] schrieb am 10.10.2011, 10:38:
    „Akzeptanz/weniger Abwertung führt zu Degeneration?
    Verachtung führt hingegen zur Weiterentwicklung?“

    Richtig.

    „Dann ist der oftmals so kritisierte und harsche Führungsstil von S. Jobs in Ihrem Sinne, Jaqueline?“

    Er ist nicht in meinem Sinne, aber ich finde es genial. Ich finde auch Sektführer genial, ich finde auch Hitler genial, ich finde die Grünen genial und und und…

    Aber für deren Anhängerschaft habe nichts übrig, denn sie sind die Opfer der genialen Köpfe/Systeme, die sich gerade durch Akzeptanz noch mehr manifestiert.

  • #40 Jaqueline
    Hä?

    „Er ist nicht in meinem Sinne, aber ich finde es genial. Ich finde auch Sektführer genial, ich finde auch Hitler genial, ich finde die Grünen genial und und und…

    Aber für deren Anhängerschaft habe nichts übrig, denn sie sind die Opfer der genialen Köpfe/Systeme, die sich gerade durch Akzeptanz noch mehr manifestiert.“

    Na gut, lassen wir es…..
    Ist mir zu trolllig/abseitig/eigenartig/krude/verquer, was auch immer, irgendwie verbohrt und eingeengt…

  • Um das mal klar zu sagen: Es ist die Apple-Sekte samt ihrer Jünger, die die Fronten verhärtet. Diese Polarisierung (in Wirklichkeit ist es schlicht Hetze) ist ja seitens der Sektenführung gewollt. Man erinnere sich an den unsäglichen 1984-Spot oder die nicht weniger hetzerische „I’m a Mac“-Kampagne.

    Steve Jobs selbst hat auch keine Gelegenheit ausgelassen, gegen die Konkurrenz und ihre Nutzer zu hetzen: Netbooks sind dumm, 7 Zoll Tablets braucht kein Mensch, mit einem Stylus will niemand arbeiten usw.

    Und jetzt wundern die sich, dass das zurückkommt? Also bitte!

  • @fmuell
    Manchmal ist es schön zu wissen, dass man nicht der einzige auf dieser Welt ist, der wertendes Verhalten/Gedanken „nicht so sehr mag“. 🙂

    Und @Jaqueline: Wow, lies dir mal durch was du da geschrieben hast. Hast du dir gut überlegt, was und wen du da verteidigst und als genial bezeichnest?

  • # #43 Sebastian schrieb am 10.10.2011, 17:16:
    „Und @Jaqueline: Wow, lies dir mal durch was du da geschrieben hast. Hast du dir gut überlegt, was und wen du da verteidigst und als genial bezeichnest?“

    Sehr genau sogar. Nur bin ich gesetzteren Alters und habe das neumodische Indoktrinationslager (Schule) schon hinter mir gehabt, als die Hirnwäsche dort anfing.

    Menschen, die andere Menschen davon überzeugen das was bestimmtes tun oder kaufen, sind genial. Die darauf anspringen, sind dumme Lemminge. Und ALLE der von mir aufgezählten, besitzen diese Fähigkeit. Sie alle würden beim Media Markt den Verkäufer des Monats Bonus bekommen, jeden Monat.

    Bhagwan fehlt noch. Seine Jünger leben so schlicht es nur geht und er sammelt Rolls Royce.

    Oder ist es das böse „H“ Wort. OMG, ich habe das böse „H“ Wort gesagt und bin nicht vor scharm im Boden versunken.

  • Wie gut, dass du keinen überzeugen willst, etwas bestimmtes zu tun.

    Ach, übrigens möchte ich Dir noch herzlichst Danken. Du hast an einem kleinen Experiment, wohl unfreiwillig, mitgemacht. Und was soll ich sagen: Ich hatte einiges erwartet, aber es wurde sogar übertroffen. Hut ab.

    Bis zum nächsten Mal.

  • Klasse Artikel über die Apple Sekte 🙂

    Apple hat nun wirklich eine grandiose Produktpallette. Aber das is es letztendlich auch -> Produkte . Alles Andere darüber hinaus und in diesem Umfeld ist relativ rationellen und intelligenten Menschen nun doch wohl nicht würdig …. und dafür halte ich die Apple Jünger zum allergrössten Teil trotzdem

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