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Sozialer, persönlicher, listiger: Wie clevere Unternehmen auf Journalisten Einfluss nehmen

Jürgen Vielmeier
Aktualisiert: 10. Oktober 2011
von Jürgen Vielmeier
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Es ist schon einiges, was da täglich an Pressemeldungen rein rauscht. Warum machen die das, fragt man sich manchmal? EWE trio gibt es jetzt auch mit VDSL, Softwarehersteller Metasonic weitet seine Aktivitäten in den Nahen Osten aus. Wer hätte das gedacht! Und, oha: Kfw-Fördermittel für altersgerechtes Umbauen fallen weg. Zum Glück hat sich das spanische Mobilfunkzubehör-Label IDAPT einen der „leistungsstärksten ITK-Distributoren“ an Bord geholt: die Ingram Micro Distribution GmbH!

Wen, zur Hölle, soll das interessieren?

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Bitte, was?

Wir schreiben das Jahr 2011 und trotzdem ist der bevorzugte Kanal der Unternehmen noch die Pressemeldung, die per E-Mail schnell verschickt ist. Zum Glück, muss man fast sagen, laden die Unternehmen kaum noch zu Pressekonferenzen ein. Denn die Zeit kann man sich in 99 Prozent der Fälle wirklich sparen. Dabei hat die Zukunft der Pressemeldung längst begonnen. Aber die ist sozialer, persönlicher – und heimtückischer.

„Sie können über uns schreiben, was sie wollen“

Eines Tages rief mich eine Dame an, die Pressearbeit für einen großen Technologiehersteller macht. Mein letzter Beitrag habe ihr gefallen, sagte sie und unser Blog gefalle ihr. Der Blogger in mir fühlte sich gebauchpinselt, beim Journalisten in mir schillerten sämtliche Alarmglocken: Wenn einem Unternehmen deine Beiträge gefallen, dann warst du wahrscheinlich nicht kritisch genug; beim nächsten Mal nicht mehr so freundlich sein.

Die Dame jedenfalls wollte sich einfach nur vorstellen, sagte, ich könne mich jederzeit bei ihr melden, wenn ich Fragen zum Unternehmen hätte und fragte außerdem, ob ich zur Veranstaltung X käme. Da könne man sich ja einmal persönlich kennenlernen. Ich sagte zu. Denn zur genannten Veranstaltung ging ich eh, über Hintergrundgespräche freut man sich als Blogger ja immer und Kontakte sind wichtig. Die Dame betonte ausdrücklich, ich könne über sie schreiben, was ich wolle, den Kontakt würde man trotzdem aufrecht erhalten.

Willkommen im Gewissenskonflikt

Das Gespräch letztendlich verlief sehr nett. Ich konnte mich am Messepublikum vorbeischlängeln und direkt in den Business-Bereich des Unternehmens eintauchen. Man reichte mir einen Cappuccino und stellte mich einem höheren Manager vor. Das Gespräch verlief unspektakulär, aber ich erhielt gute Informationen. Freundlich waren sie alle.

Wenige Wochen später stellte das Unternehmen ein Produkt vor, das mir nicht gefiel. Echter Schmonsens, um genau zu sein. Für gewöhnlich zieht man in dem Fall die Boxhandschuhe an und haut feste drauf. Ich hatte schon die Finger auf der Tastatur, da fiel mir die Sprecherin des Unternehmens wieder ein. Wenn ich die Firma jetzt in Grund und Boden schreibe, reden die dann noch mit mir? Komme ich dann noch an Testgeräte? Und an Hintergrundinformationen?

Ich schrieb letztendlich einen entschärften Beitrag, merklich kritisch, aber immer noch im Rahmen der Etikette. Die Hintergrundinformationen, die ich durch die Gespräche gewonnen hatte, brachten mich dazu, dem Produkt noch etwas Positives abzugewinnen. Man müsse das im Gesamtzusammenhang sehen, schrieb ich sinngemäß. Gleichzeitig konnte ich mich nicht entscheiden, was ich da gerade gemacht hatte: War ich freundlicher zu dem Unternehmen, weil ich die Hintergrundinformationen hatte oder weil sie mich gut behandelt hatten? Man redet doch nicht schlecht hinter dem Rücken von Leuten. Und schon gar nicht über solche, die immer nett zu einem waren.

Kann man sich dem überhaupt entziehen?

Ob man das nun will oder nicht: Es wird kommen. Und als Journalist oder Blogger wird man dem kaum entgehen können: Wer Testgeräte will, wer Hintergrundinformationen braucht über die Produkte, über die er täglich schreibt, der muss einen guten Kontakt zum Unternehmen halten. Und der begibt sich täglich in einen Interessenkonflikt. Und Unternehmen, die das wissen und dafür das Geld haben, stellen Medienexperten ein, die den Kontakt zu Bloggern und Journalisten suchen. Kommunizieren kann man mit ihnen über die sozialen Kanäle oder die geheime Handy-Nummer, die man als einer der wenigen bekommen hat. Die Entwicklung wird so weiter gehen, Unternehmen wollen gute Presse und gehen deswegen auf die Medienvertreter zu, die über sie berichten. Und sie nehmen damit indirekt und oft ganz bewusst Einfluss.

Unternehmen, die das nicht tun, werden vielleicht eines Tages nicht mehr wahrgenommen. Und Journalisten, die das Spielchen nicht mitspielen wollen, könnten vom Informationsfluss abgeschnitten werden.

Vergleicht man Pressemeldungen damit, kommt einem diese altmodische Informationsart auf einmal unglaublich sympathisch vor: Informationen, die an alle gleichzeitig raus gehen und niemanden bevorzugt behandeln. Wem das nicht reicht, der findet darin einen Ansprechpartner, den er anrufen und dem er weitere Infos entlocken kann. Man seufzt, wenn man Meldungen darüber liest, dass Penny mobil die Preise für sein Startguthaben halbiert hat, Fannie Mae Konsumentenindikatoren für den September veröffentlicht oder D-Link mal wieder einen neuen Router auf den Markt geworfen hat. Aber das ist etwas, was ich in Kauf nehme. Für irgendwen wird das schon interessant sein.

(Jürgen Vielmeier)

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Jürgen Vielmeier ist Journalist und Blogger seit 2001. Er lebt in Bonn, liebt das Rheinland und hat von 2010 bis 2012 über 1.500 Artikel auf BASIC thinking geschrieben.
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