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Verbraucherzentrale NRW warnt vor Groupon und Co. – nur warum bloß?

„Niemand hat etwas zu verschenken“ und „Alle wollen nur dein Bestes, nämlich dein Geld“ sind einige der Phrasen, die mir fast automatisch durch den Kopf rauschen, wenn ich irgendwo an einem „Einmaliges-Super-Schnäppchen-Nur-heute-und-jetzt-schnell-zuschlagen-solange-der-absolut-limitierte-Vorrat-reicht“-Angebot vorbeikomme. Gleichwohl erweisen sich viele dieser Sonderaktionen tatsächlich als gute Gelegenheiten, das ein oder andere ein paar Euro günstiger zu erstehen. Nicht ohne Grund bleiben SSV und WSV auch nach ihrer offiziellen Abschaffung feste Termine in deutschen Fußgängerzonen.

Hin und wieder entpuppt sich ein angeblicher Sparpreis dann aber doch als Anpassung von zu teuer auf normal. Oder er kommt einfach dadurch zustande, dass Inhalt und Packungsgröße gleichzeitig heimlich mitschrumpfen. Das ist soweit nichts Neues. Wenn Verbraucherschützer besonders fiese Praktiken lautstark monieren, klatsche ich daher auch mit Sicherheit intensiv Beifall. Was die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen allerdings heute in einer Mitteilung zum Thema Groupon & Co. verschickte, erinnert mich eher an diese Alltagsphrase: „Viel Lärm um nichts.“

Denn was die VZ dort unter der Überschrift „Verbraucherzentrale NRW warnt vor Groupon, DailyDeal & Co.: Auf den Spuren der Märchenkönige“ mit Schlagworten wie „Benachteiligung des Verbrauchers“, „Fallstricke“ oder „Fußangeln“ anprangert, lässt sich letztendlich auf eine weitere Phrase reduzieren: „Drum prüfe, wer sich (ewig) bindet“. Soll heißen: Vor Vertragsabschluss möglichst immer das Kleingedruckte lesen. Wusstet ihr schon? Ich auch. Aus Sicht der VZ NRW ist das aber offenbar noch ein Geheimtipp – insbesondere dann, wenn dabei Schnäppchen-Portale wie eben Groupon oder die Google-Tochter DailyDeal die Hauptrolle spielen.

Die Konsumentenanwälte haben ihren Text jedenfalls mit solch drastischem Vokabular gewürzt, dass ich zwischenzeitlich den Eindruck bekam, es gehe hier um fiese Kundentäuschungsmanöver nach TelDaFax-Manier. Beispiel gefällig? Bitteschön:

Damit nicht genug. Hinzu kamen in der Verbraucherzentralen-Stichprobe diverse weitere Einschränkungen und Vorgaben, an die sich Gruppen-Schnapper halten müssen. Terminvereinbarung und Reservierung waren oft obligatorisch: etwa für ein Frühstück im Cafe. Meist war zudem nur ein Gutschein pro Besuch oder Bestellung einsetzbar. Bestimmte Zeiten, Wochenenden, Feiertage oder Ferien wurden ausgenommen, einzelne Filialen vorgeschrieben. Bei Online-Käufen wiederum kamen bei jeder zweiten Bestellung noch Versandkosten hinzu, oder es war ein Mindestbestellwert zu beachten. Besonders ärgerlich: Jeder zweite der 30 begutachteten Deal-Gutscheine wies gleich drei oder gar vier solcher Fußangeln auf, die eine Einlösung erschweren.

Oder dieser Absatz:

Selbst bei den Rabatten lauern Fallstricke zuhauf. Oft fällt die versprochene Ersparnis weit geringer aus. Das offenbarte eine Recherche der Düsseldorfer Verbraucherschützer. So winkten satte 71 Prozent Nachlass bei einem einmaligen „Coaching für berufliche und private Probleme“. Im Gegenzug jedoch kürzten die Trainer auch ihre Beratungszeit deutlich: von 75 auf 60 Minuten.

Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, wenn ihr das lest, aber ich finde das weder ungewöhnlich noch anstößig oder assoziiere damit auch nur eine Sekunde lang Begriffe wie „Fußangel“ oder „Fallstrick“. Dass es bei den Deal-Plattformen vor allem darum geht, neue Kunden über Lockangebote anzuziehen, dürfte nun wirklich jedem klar sein. Und natürlich beinhalten manche Preisreduzierungen im Gegenzug ein paar Einschränkungen oder gesonderte Bedingungen. Diese werden aber etwa bei Groupon oder DailyDeal unübersehbar unter der unmissverständlichen Überschrift „Konditionen“ aufgeführt.

Dort ist zu lesen, wie lange ein Gutschein einlösbar ist, was passiert, wenn diese Frist überschritten wird und was es sonst noch zu beachten gibt. Das angebliche Kleingedruckte ist dabei sogar erstaunlich groß. Wer das übersieht, ist nun wirklich selbst Schuld. Jede einfache Hausratversicherung hat mehr unverständliche Klauseln, als zehn Deals bei den Social-Shopping-Plattformen. Ein Mindestmaß an Eigenverantwortung muss man von einem mündigen Verbraucher erwarten können – gerade dann, wenn alles ohne große Mühe transparent einsehbar ist.

Dies gilt ebenfalls für die Überprüfung eines angeblichen Sparpreises. Jeder, der einfach blind auf die Behauptung eines Händlers vertraut, es handele sich um ein einmalig günstiges Angebot, darf sich nicht wundern, wenn dies am Ende doch nicht ganz so stimmt. Einen Zwang zu kaufen gibt es schließlich nicht. Ist etwa das günstige iPhone für 19,90 statt 199 Euro nur in Verbindung mit einem vergleichsweise teuren 24-Monatsvertrag zu haben, dann bedarf dies eigentlich keiner expliziten Ermahnung der Verbraucherzentrale – es sei denn, man unterstellt einem Großteil der Konsumenten ein gewisses Maß an Dummheit oder Naivität.

Insgesamt beschleicht mich der Eindruck, dass da einfach mal wieder etwas Aufmerksamkeit generiert werden sollte. Liebe Verbraucherzentrale NRW, ich bin froh, dass es dich gibt. Aber solche „Warnungen“ braucht doch nun wirklich niemand. Oder wie seht ihr das?

(Christian Wolf)


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Über den Autor

Christian Wolf

Christian Wolf wird am Telefon oft mit "Wulff" angesprochen, obwohl er niemals Bundespräsident war und rast gerne mit seinem Fahrrad durch Köln. Er hat von 2011 bis 2014 für BASIC thinking geschrieben.

31 Kommentare

  • Doch ich halte diese Warnung durchaus für angebracht.
    Habe mal einen Hotelgutschein geschenkt bekommen, den sich das Hotel weigerte einzulösen, da angeblich ausgebucht. Per Hotelportalen war es aber kein Problem ein enstsprechendes Zimmer zu bekommen und die Ersparnis des Gutscheins schrumpfte gegenüber das angeblich 50% rabatiierten Originalpreises auf lediglich 12%.
    Groupon hat den Kaufpreis des Gutscheins zwar relativ problemlos erstattet, aber nervig wars schon.

    Gestern bei Akte lief auch irgendwas zu Produktfälschungen die über Coupons verkauft wurden.

  • Das sind ALLES Lockangebote. Werbung, mehr nicht.
    Ich hab mir das mal angesehen gehabt. Mit dem Ergebnis, dass ich einen von hundert Gutscheinen gebrauchen könnte. Und auch dann müsste ich mich an irgend eine Regelung halten, wie z.B. nicht an Feiertagen zu meinem Lieblingsitaliener gehen. Und wenn ich aber ausgerechnet spontan an einem Feiertag lust auf meinen Lieblingsitaliener habe?

    Ich kaufe auch sonst nichts, nur weil es grade im Angebot ist, ich es aber eigentlich gar nicht brauche. Es sei denn, ich stolper zufällig über eine Kauf-drei-zahl-zwei-Aktionen für z.B. Haargel oder mein Aftershave. Das wird nicht schlecht und ich brauche es sowieso. Aber warum sollte ich ein Aftershave von Axe kaufen, weil es trotz reduziertem Preis immer noch teuerer ist, als das von Nivea, weil ich einen Gutschein habe? Marketing zur Kundengewinnung und somit Beeinflussung der eigenen Entscheidung. Die treffe ich lieber frei. Ich kaufe erst dann Axe Aftershave, wenn ich mein Nivea leid bin. Oder eins von Adidas. Das suche ICH mir aus.

    Fazit: Diese „Dienstleistung“ bringt mir keinen Vorteil. Wer mit wachen Sinnen durchs Shoppingleben geht, kauft wesentlich sinnvoller und spart mehr, wenn er sich mal gegen etwas entscheidet, nur weil er dafür einen Gutschein hat.

  • Naja, Groupon ist schon generell eher Abzocke. Zu Citydeal-Zeiten war es so, dass man wirklich gute Angebote bekommen hat im Sinne von Gutscheinwert 10 EUR, bekommste für 5 EUR.

    Vorallem bei den angepriesenen Rabatten ist es halt sehr krass. Von wegen 80% sparen oder so. Ist dann zwar auf die UVP bezogen, klar, alle machen das so, aber keiner macht es so extrem wie Groupon.

    Ich empfehle hierzu auch dieses Video auf YouTube

  • > Dass es bei den Deal-Plattformen vor allem darum geht, neue Kunden über Lockangebote anzuziehen, dürfte nun wirklich jedem klar sein.

    Keine Ahnung, welche Maßstäbe Du hier ansetzt. IMHO aber die falschen.

    „Terminvereinbarung und Reservierung waren oft obligatorisch: etwa für ein Frühstück im Cafe. Meist war zudem nur ein Gutschein pro Besuch oder Bestellung einsetzbar. Bestimmte Zeiten, Wochenenden, Feiertage oder Ferien wurden ausgenommen, einzelne Filialen vorgeschrieben“

    Also ich finde sowas schon Beschiss. Genauso wie diese komischen Gebaren beim aktuellen „Mobilfunk-Schnäppchen“ – „wenn der Kunde bis zu 14 Tage nach Vertragsabschluss eine SMS mit dem Inhalt AP frei an die Kurzwahl 8362 sendet“ – sorry aber das mutet ja schon wie Voodoo an. Oder halt Spekulieren mit der Vergesslichkeit des Nutzers. Das scheint generell das Geschäftsmodell zu sein. Groupon verkauft Deine Identität an Spammer und Du vergisst dafür regelmäßig die Angebote zu nutzen.

    Dein Artikel scheint eher zu bestätigen, dass solche Methoden schon längst so sehr Alltag für viele sind, dass sie nicht mehr kritisch hinterfragt werden. Ich finde es gut, dass das beleuchtet wird. Auch Call-in Shows, generell Fernsehwerbung, Verkaufssender etc. sind durchweg Bauernfang und es gibt immer noch genug Leute, die darauf hereinfallen, wie auf die frühen Schlangenölverkäufer. Aufklärung tut also Not, auch wenn sie Dir zum Halse raushängt. Es gibt btw. auch immer wieder Menschen, die neu im Netz sind.

  • Seien wir doch mal ehrlich. Die Verbraucherzentrale lebt von solchen reiserischen Überschriften und Themen. Finde ich maßlos überzogen und alles andere als alamierend.

  • Also ich fühle mich sehr übers Ohr gehauen von DailyDeal… Ein Tankgutschein i.H.v. 10 EUR für 5 EUR. Klingt gut. Und eine O2 Freikarte kostenlos oben drauf. Immer noch gut.

    Nach Abschluss des Deals war es aber nicht mehr Gutschein plus Karte, sondern Gutschein NUR, wenn die Karte auch aktiviert wird. UNd das ist absoluter Beschiss, weil davon vorher nichts zu lesen war. DailyDeal ist – egal was die für ein Megaschnapper anbieten – gestorben. Für mich.

  • Wie gehen die Anbieter eigentlich mit abgelaufenen Gutscheinen um. Ein Gutschein darf ja rechtlich nicht verfallen. Soweit ich weiß muss das Unternehmen zumindest den Gegenwert erstatten. Ist dies problemlos möglich?? Hat hier jemand Erfahrungen?

    Hab selbst zwei Gutscheine, die nur von Mo-Fr gültig sind. Leider ist das aber zuweist entfernt um nach der Atbeit dort hinzufahren.

  • Menschen sind nunmal tendenziell dumm. Ich finde es richtig, dass die VZ auf diese Gefahren hinweist, zu Groupon habe ich aus dem Bekanntenkreis leider auch nur „Verarsche“ als Erfahrungsbericht bekommen.

  • ich finde auch, dass so eine Warnung nicht schaden kann .. ich hab bisher 2 Angebote über solche Plattformen gekauft .. eins war auch nach dem ichs in der Hand hatte noch ein gutes Angebot .. das andere nicht. Die Kommunikation funktioniert so dass man dauernd mit neuen Angeboten bespasst wird, wenn man dann ein Angebot annimmt wartet man 6 Wochen und hört nichts mehr (auch auf Anfragen wenig konkretes) .. es ist ja nicht so das nicht alles am Ende funktioniert hätte, aber so ein richtig gutes Gefühl hatte ich nicht dabei ..

    wenn man diese Seiten mal mit dem Wühltisch vergleicht ist es eben schon anders und aus der Sicht finde ich, darf dann die VZ auch mal warnen (und wenns nur dazu führt, dass man bedachter an einen Einkauf herangeht)

  • Toller Beitrag, denn genau das Gleiche habe ich auch bei der Meldung gedacht!

    Also ich finde Groupon echt super! Vor allem als Student kann man da sehr gut und günstig essen gehen. Auch lernt man sehr viele neue Restaurants und Orte kennen.

    Dass man sich vorher informieren (sowohl über das offerierte Produkt/Dienstleistung/Unternehmen als auch über die Konditionen) und das Gehirn mal einschalten sollte, ist ja wohl klar! Man kauft ja auch nicht im Laden blindlinks ein Produkt, welches angeblich ganze 80% einfach so reduziert wurde. Da guckt man auch schonmal ganz genau hin, ob denn alles passt.

    Deshalb verstehe ich die Aufregung gar nicht. Klar gibts da Lockangebote, aber die Leute sind selbst schuld, die sich nicht infrmieren und auf sowas reinfallen. Gibt halt nichts geschenkt, wie es hier so schonmal erwähnt wurde!

  • Was ist das denn für ein Beitrag?
    Der Autor gibt zu, dass das alles (eingeschränkte) Lockangebote sind, gleichzeitig regt er sich darüber auf, dass der Verbraucherschutz davor warnt?!

    Und wenn eine angebliche Reduzierung um x% gleichzeitig weniger Leistung bedeutet, ist das kein Nachlass. Wer dabei dennoch mit Rabbat wirbt, muss sich nicht wundern als Betrüger dargestellt zu werden.

    Nur weil es im Kleingedruckten steht, ist es noch lange nicht ok.

    Und die alte Weißheit stimmt nun mal: Kein Unternehmen schenkt dir etwas ohne unterm Strich mehr von dir zu bekommen!

  • @ #15: „Was ist das denn für ein Beitrag?
    Der Autor gibt zu, dass das alles (eingeschränkte) Lockangebote sind, gleichzeitig regt er sich darüber auf, dass der Verbraucherschutz davor warnt?!“

    Ich kann da jetzt ehrlich gesagt nicht wirklich einen Widerspruch erkennen. Oder bestehst du dann auch darauf, dass die VZ vor Aktionen warnt, wie „In den ersten 12 Monaten 10 Euro weniger Grundgebühr“ oder das beliebte Baumarkt-Motto „20 Prozent auf alles ohne Stecker“?

    Auch das sind bekanntlich Lockangebote. Und wie gesagt, gerade bei den Deal-Plattformen steht es eben gerade nicht im Kleingedruckten.

    „Ach so, gerade sehe ich die Gutscheinwerbung weiter oben. Zufall?“

    Auf solch einen Kommentar habe ich wirklich gewartet. Und ja, es ist Zufall. Ob du es glaubst oder nicht. 🙂

  • Ich bestehe auf gar nichts, aber die VZ hat schon öfter darauf hingewiesen, dass z.B. die tollen 20% „Angebote“ oft keine sind, weil die Preise vorher verteuert wurden.

    Wenn du diese ganzen Klauseln, Stricke und Häkchen ok findest – dein Bier. Aber dieser Argumentation nach bräuchte man die VZ überhaupt nicht. Dabei ist sie gerade für solche Grauzonen da.

    Ob ich es glaube bleibt mir überlassen, stimmt. 😉

  • „Wenn du diese ganzen Klauseln, Stricke und Häkchen ok findest – dein Bier. Aber dieser Argumentation nach bräuchte man die VZ überhaupt nicht. Dabei ist sie gerade für solche Grauzonen da.“

    An dieser Stelle werden wir wohl nicht mehr auf einen Nenner kommen. Denn ich finde die VZ wichtig, wie ich auch geschrieben habe. In diesem Fall halte ich die Aufgeregtheit der Warnung aber für völlig übertrieben.

    Sorry, aber bei den Deals steht doch klar und ohne umständliches Fußnoten-Scrollen da, welche Einschränkungen es gibt. Genau da sehe ich eben den Unterschied – es ist transparent.

    Mit Grauzone verbinde ich eher Dinge, wie die bei einigen Internetanbietern übliche Praxis, bei Bestellung eines Anschlusses ein „kostenloses“ Sicherheitspaket anzubieten, das nach drei Monaten stillschweigend in ein Abo mündet. Dieser Teil wird dann nämlich nur in Schriftgröße 6 in irgendeiner Fußnote erwähnt. Aber gut, das ist eben Ansichtssache, wo und in welcher Form man eine Warnung für angebracht hält.

    Auf jeden Fall interessante Diskussion! 🙂

  • Da sind wir uns einig. Es ist Ansichtssache, wo Beschiss (sorry) beginnt.

    Gerade darum sollte man sich solche Schüsse auf eine durchaus für Verbraucher nützliche Organisation verkneifen.

    Es ist nun leider mal so, dass das Hirn bei vielen aussetzt, wenn sie Kostenlos, Billiger, Angebot usw. lesen.
    Die „Sicherheitspakete“ in deinem Beispiel spielen mMn. in der gleichen Liga, auch hier kann man spätestens vor dem Senden des Auftrags die Bedingungen ohne zu scrollen sehen. Nicht zuletzt die VZ hat dazu beigetragen.

    Eigentlich habe ich zu dem Thema eine völlig andere Meinung (Eigenverantwortung!), aber da jetzt sogar die Helmpflicht für Radfahrer eingeführt werden soll, werden wir die VZ leider noch laaange brauchen… 😉

  • Ich finde das Verhalten der Verbraucherzentrale für überzogen.
    ich ich in einen Laden gehe und vom Grabbeltisch mir ein Teil aussuche das mit 50% Rabatt ausgeszeichnet ist, schaue ich doch auch ob es mir das Geld wert ist und ob nicht eventuelle Fehler oder Mängel dabei sind.
    Derjenige der über das Internet bestellt bzw einen Gutschein kauft ohne die Konditionen/Leistungsbeschreibung gelesen zuhaben, darf sich nicht wundern wenn es später seinen Wünschen nicht entspricht.

  • Wenn ich ein Handy schon für 19.90 Euro bekomme, dann ist da immer ein Vertrag mit dabei, denn das steht auch so bei den Händlern in der Preisauszeichnung. Da dürften nicht so viele Leute drauf reinfallen. Wenn ich aber bei Groupon für ein Restaurant einen Gutschein kaufe, dann möchte ich auch selber bestimmen, wann und wo ich essen gehe. In der Werbung wird auf solche Fallstricke nicht hingewiesen und das ist eine Täuschung. Was nutzt es mir einen Gutschein zu besitzen, den ich nur nutzen könnte, wenn ich für gewöhnlich im Büro bin? Ich finde die Warnungen von der Verbraucherzentrale daher für notwendig.

  • Bei mir kommt wohl zu sehr die Abneigung gegen diese Schnäppchenjägermentalität (Maximaler Rabatt, bis zur Entwertung des jeweiligen Produktes / Dienstes, aber gleichzeitig erstklassigen Service verlangen) durch: Wer es dann nicht vermag das Klein(oder Groß-)gedruckte zu lesen sollte vielleicht einfach einen ’normalen‘ Preis zahlen.

    Ich sehe Groupon und Ko. eher aus Sicht der kleinen Gewerbetreibenden kritisch, denen hier verkauft wird sie könnten auf diese Weise Werbung ’sparen‘ und Kunden gewinnen. Dabei kommen die Schnäppchenjäger sowieso nie wieder und der Gewinn bleibt allein beim Schnäppchenportal.

  • Offenbar sind die Praktiken der Gutschein-Anbieter legal, denn sonst wären die Verbraucherzentralen und ihre Anwälte wohl bereits mit Abmahnungen aktiv, insbesondere bei Verstößen gegen das Wettbewerbsrecht. Dass Rechtverstöße vorliegen, behauptet der VZ-Beitrag mit keinem Wort. Deshalb erscheint auch mir die Kritik überzogen.

  • Ich halte die Warnung gegen Groupon für sehr angebracht da meine letzten Gutscheine allesamt nicht eingelöst wurden und Groupon sämtliche Emails ignoriert. Es kann ja mal vorkommen, dass ein Gutscheinpartner ausfällt oder aufgrund des Aufkommens keinen Termin mehr anbieten kann, dann wäre eine Rückerstattung des Kaufpreises allerdings das mindeste.

    Meine Aussage betrifft im übrigen NUR Groupon, mit den anderen habe ich noch keine schlechte gemacht und das möchte ich daher auch nicht beurteilen (Bei Dailydeal war einmal ein Gutschein gescheitert aber ich habe das Geld zurückerhalten) . Vor Groupon kann ich aber nur dringendst abraten!

  • Hallo, habe von Groupon 10 euro guthaben geschenkt bekommenir davon einen gutschein eines onlineshops im wert von 20 euro für die geschenkten 10 euro gekauft. 20 euro für umme was bestellt. also ich finds nett:D

  • Ich habe viel bei Groupon gekauft und bevor ich auch gekauft habe,habe ich ja in Internet geschaut und verglichen.Bis vor kurzem. Ich kaufte eine snore-Stopper und bezahlte mit Paypal ( super, nach dem Motto, wenn alles schief läuft,dann bekomme ich ohne Problem meinen Geld zurück) .Ich bekam meinen Gutschein und brave löste ich auch bei Sabine Lifestyle ( Firma in Holland und name „Homesave Europe“. gemeldet,sitz in England ,falsche Email Adresse ,usw: die alle habe ich ja später ausgefunden). und wartet über 40 Tagen, aber bekam ich keine Ware. habe ich mich mehrere mal mit Groupon ,Sabine Lifestyle gemeldet ohne erfolg. Groupon schrieb: ich soll mich bei Sabine Lifestyle melden. hin und her,keine nerven mehr habe ich bei paypal beschweret und wollte ich mein Geld zurück haben. Paypal sagte: tut uns leid , wir können ihre Beschwerte nicht bearbeiten,weil was sie gekauft haben,ist eine digitale, Virtuelle Ware. und die sind nicht bei uns versichert.
    Schon für mich. Ich habe mein Geld zurück gebucht.ich bin ja gespannt,wie paypal reagiert. So jetzt zu Groupon: ich werde auch alle von Groupon und die alle andern,wie auch die immer heissen warnen, weil die keine Haftung übernehmen. So lange gut läuft ist ok,aber dann wenn Probleme gibt sieht man,mit wem man zutun hat.
    Noch was: alle materiellen Sachen, die man bei Groupon kaufen kann, kann man auch normal bei viel Anbieter in Internet bestellen.

  • Ich habe nie etwas bei Groupon bestätigt und trotzdem werde ich ständig von dem Müll genervt.

    Soll mir das doch mal jemand erklären und selbst wenn … ein seriöser Anbieter würde es ermöglichen jederzeit, einfach und ohne Probleme diese nervenden Nachrichten abschalten zu können.

    Also bitte nichts schönreden ….

  • DailyDeal ist die größte abzocke und zwar sowohl für denjenigen der Gutscheine in diesem Portal anbietet als auch für die Verbraucher die die Gutscheine kaufen!!!!!

    DailyDeal ist auf die Firma meines Lebensgefärten zugekommen, dieser war:

    3 Scheiben tönen für 89€ statt 450€

    50% für DailyDeal 50% für uns (eigentllich)

    zum einen Kosten 3 Scheiben NIEMALS 450€ die liegen bei ca. 250-300€ regulär. Komentar von DailyDeal war :,,Die Kunden müssen sehen das es satte Rabatte gibt´´
    Also blieb es bei den besagten 450€ mit Bauchschmerzen und nicht wirklich mit Einverständniss unsererseits…

    Der Deal sollte, laut Vertrag, 3 tage laufen, DailyDeal schaltete ihn jedoch weitere 3 Tage ohne unser Einverständniss!!!!
    Kommentar von denen war :,,Da der Diel gut gelaufen ist, Verlängern wir um weitere 3 tage.´´

    Am Ende waren es 99 verkaufte Deal´s, hört sich erstmal super an, aber mit den 99 verkauften Deal´s haben wir die nächsten 3-4 Monate zutun da es sehr zeitaufwändig ist und jemanden zu holen den wir bezahlen müssen fällt bei dem Betrag sowieso weg . durch die 50% bleiben (eigentlich) ca. 45€ pro Deal für uns und 45€ für DailyDeal, so dachten wir bis heute …..

    Heute kam die Abrechnung ….
    DailyDiel hat uns von unseren 50% weitere 19% Mwst. abgezogen, sprich es bleiben rund 36 € pro Diel. Worüber wir vorher nicht informiert wurden…

    Bei 2-3 stunden Arbeitszeit plus Material bleibt Praktisch NIX….

    Fazit : Die Firmen werden verarscht und die Kunden werden verarscht, verdienen tut nur DailyDeal!!!!

  • Wenn ich manche Kommentare hier lese wird es mir wirklich übel.
    Groupon-Deals sind für Unternehmen ein Werbeinstrument zur Gewinnung von Neukunden.
    Diese Unternehmen, meist Kleinunternehmen oder mittelständische Unternehmen können natürlich nicht z.B. eine Dienstleistung die sie normalerweise für 300 Euro anbieten plötzlich für 99 Euro anbieten und dabei die gleiche Leistung gewährleisten. Wie stellen sich die Leute das vor? Diese Unternehmen müssen auch kalkulieren um kostendeckend zu arbeiten. Wir leben hier nicht in einem Dritte Welt Land mit verschwindend geringen Kosten obwohl auch hierzulande die Menschen schon mit sog. „fairen Mindestlöhnen“ ausgebeutet werden.

    Solange eindeutig darauf hingewiesen wird, daß es sich um ein Kennenlern-Angebot handelt mit reduziertem Inhalt /reduzierter Leistung sehe ich darin kein Problem.
    Und warum kann ich bei einem Superschnäppchen nicht Termine zur Einlösung des Gutscheins angeben, also die Einlösung nur zu bestimmten Terminen möglich machen?
    Supermärkte beschränken ihre Angebote auch auf eine Woche oder manchmal auf einen bestimmten Tag. Da kann man auch nicht sagen ich möchte aber das günstige Duschgel erst in 2 Monaten kaufen.
    Ist dann der Supermarkt auch unseriös?
    Die Verblödung der Menschheit schreitet wirklich immer weiter fort. Betrug ist nur, wenn auf etwas nicht eindeutig hingewiesen wird oder unwahre Angaben zu einem Angebot gemacht werden etc.

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