Ultrathins: AMD, ihr ahnt es, plant ein Gegenstück zu Intels Ultrabooks

Jürgen Vielmeier

Lenovo U300S

Ultrabooks, wie ihr oben eins von Lenovo im Bild seht, sollen im kommenden Jahr der PC-Industrie neuen Auftrieb bescheren. Sie sollen Windows-Nutzer zum Bleiben bewegen, die für ein schlankes MacBook Air zu Apple wechseln würden. Sie sollen den Erfolg bringen, den Tablets und Netbooks ihnen nicht beschert haben. Und sie sollen außerdem noch leicht, dünn und vielleicht sogar noch chic sein. Ultrabooks sind eine Erfindung von Intel. Der Chiphersteller hat sich die Bezeichnung als Marke gesichert. Und lange Zeit fragte man sich: Wo bleibt eigentlich die Antwort der Konkurrenz darauf?

AMD hat sie womöglich jetzt gegeben. Wie Brian Slattery von AMD dem Magazin „The Australian“ (Premium-Link) sagte, plane man an Chips mit integriertem Radeon HD 7000 Grafikprozessor (GPU) und Direct-X-Kompatibilität auf Basis der Brazos-2.0-Plattform. Dünn und klein sollen sie sein, und die Rechner um sie herum natürlich auch. Arbeitstitel: „Ultrathins“. Dass damit eine Konkurrenzlinie zu Intels Ultrabooks gemeint ist, dürfte klar sein. Dass der Name bis zur tatsächlichen Veröffentlichung noch geändert werden wird, um möglichen Rechtsstreitereien vorzubeugen, auch. Einen Unterschied gibt es aber doch.

Deutlicher preiswerter als Ultrabooks?

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Und zwar will AMD laut Slattery darauf verzichten, den Herstellern Vorgaben zum machen, wie die Rechner aussehen sollten. Intels Ultrabooks sollen etwa nicht dicker als 2 Zentimeter und nicht schwerer als 1,4 Kilogramm sein. AMD will die Hersteller selbst entscheiden lassen, wie ihre Geräte aussehen. Man kann aber davon ausgehen, dass sich die Notebook-Hersteller trotzdem an Intels Vorgaben für Ultrabooks orientieren, um die Erwartung der Kunden zu erfüllen.

Till Schönborn von Notebookcheck erwartet nicht, dass AMDs Plattform in Sachen Leistung mit Intels stromsparenden Ultrabook-Prozessoren wird mithalten können. Dafür dürften Ultrathins deutlich billiger werden als Intels Ultrabooks, die derzeit erst von 800 Euro an aufwärts zu haben sind. Preiswertestes Modell ist das Acer Aspire S3, das allerdings noch eine handelsübliche Festplatte neben einer SSD verwendet. Es ist wahrscheinlich, dass AMD in einem Monat auf der Consumer Electrics Show (CES) in Las Vegas erste Ultrathin-Konzepte vorstellen wird.

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(Jürgen Vielmeier, Bild: Lenovo)

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Jürgen Vielmeier ist Journalist und Blogger seit 2001. Er lebt in Bonn, liebt das Rheinland und hat von 2010 bis 2012 über 1.500 Artikel auf BASIC thinking geschrieben.