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Last-Minute-Geschenk? Luxus-Kopfhörer Atomic Floyd SuperDarts im Test

Man fühlt sich gut dabei, Dinge zu testen, die so teuer sind, dass man sie sich selbst nie leisten wird. Purer Luxus eben, wie ein paar Ohrhörer des Typus „Super Darts“ von Atomic Floyd im Werte von rund 250 Euro. Ärgerlich nur, wenn sie gleich beim ersten Versuch nicht einmal ansatzweise im Ohr stecken bleiben. Man kommt sich wie ein Aussätziger vor, wenn man sich in der U-Bahn Ohrhörer einstöpseln will und sie schon bei der geringsten Bewegung immer und immer wieder herausfallen. Das Problem bei den SuperDarts: Aufgrund ihrer zylinder- oder eben dartförmigen Bauweise ohne Abschrägung bedeutet jeder Zug am Kabel eine Hebelwirkung. Erster Eindruck also: mau.

Zweiter Eindruck: Ok! Der Hersteller war so umsichtig, Ohrstöpsel in verschiedenen Größen mitzuliefern. Und einmal umgeswitcht auf die kleinere Variante, halten die SuperDarts zumindest bei mir in der Tat bombensicher, selbst bei Erschütterungen und wenn man einßermaßen kräftig daran zieht. Problem in meinen Fall: Die sanften Ohrstöpsel mit der so genannten „SoftSeal Noise Isolation“ ließen sich nur mit Gewalt über die stählernen Woofer ziehen. Einer der Überzüge überlebte dieses Abenteuer leider nicht unbeschadet, er riss ein. Soundqualität bei meinem Testgerät: gemischt. 

Klirren beim Hohen C?

Die SuperDarts haben zwei dynamische Treiber verbaut; jeweils einen für die Höhen, einen für Bässe mit Subwoofer. Die Kopfhörer konkurrieren damit mit der „Beats by Dr. Dre“-Serie, die man trotz des hohen Preises erstaunlich oft an den Köpfen der U-Bahn-Mitreisenden vorfindet. Im Vergleich zu den iBeats InEar-Kopfhörern der Serie von Monster für rund 100 Euro sind die SuperDarts aber noch einmal erheblich teurer.

Geht fast in Ordnung, denn in die Bässe könnte man sich gleich im ersten Moment verlieben. Sie bilden eine derart groovige Geräuschkulisse, dass man sich beinahe wünscht, sie wären immer da und nicht nur, wenn man die Kopfhörer trägt. Barry White hätte seine helle Freude daran. Was die hohen Töne anbelangt, bleibe ich etwas ratlos zurück. Andere Testberichte, die ich dazu las, sprechen auch hier von exzellenten Tönen.

Solide Verarbeitung

Mein Testgerät erfüllt diese Ansprüche aber leider nicht. Traf eine beliebige Sängerin das hohe C, klirrten meine SuperDarts derart, dass mir hinterher die Ohren weh taten. Nicht nur auf meinem iPhone, für das die Geräte in erster Linie gedacht sind, sondern auch auf anderen Smartphones. Ich möchte hier aber die Möglichkeit nicht ausschließen, dass es sich dabei um einen Wackelkontakt in meinem Testgerät handelt. Wenn man den anderen Testberichten glauben schenken darf, gibt es damit sonst keine Probleme.

Die Verarbeitung der Geräte ist sehr solide – was man bei dem Verkaufspreis aber auch erwarten darf. Aus Stahl die Mini-Verstärker, aus rostfreiem Stahl die iPod-taugliche Fernbedienung. Die Nahtstellen verstärkt, die Kabelhülle aus Kevlar und in dezentem Rot gehalten, der Klinkenstecker mit Gold beschichtet. Die Fernbedienung funktioniert für Apples Mobilgeräte, leider nicht für Android-Smartphones. Und das ist ein weiterer kleiner Nachteil. Gesetzt den Fall, das Problem mit den Höhen betrifft nur mich, kann ich die Kopfhörer aber empfehlen. Für den, der das nötige Kleingeld hat: Es soll sie unter anderem in Apple Stores geben.

(Jürgen Vielmeier)


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Über den Autor

Jürgen Vielmeier

Jürgen Vielmeier ist Journalist und Blogger seit 2001. Er lebt in Bonn, liebt das Rheinland und hat von 2010 bis 2012 über 1.500 Artikel auf BASIC thinking geschrieben.

31 Kommentare

  • Mhh…also wir reden hier im blog von cloud, Globalisierung musik-flats und dann kommt man hier mit einem Beitrag über Kopfhörer die noch immer Kabel haben. =).
    @jurgen:
    Ich bitte dich Kabel sind sowas von 1980. 😉

  • Kabel sind out sehe ich auch so. Allerdings nicht in bereichen bei denen es auf Qualität und Komfort (akku) darauf ankommt. Und dazu zählen zweifellos Lautsprecher und Kopfhörer.

  • @Bon voyage:
    Muss dich grad enttäuschen, wenn man sich wirklich verlustfreie Musik anhören will, dann benutzt man kabelose techniken. Denn beim Kabel hast du immer natürlichen widerstand in dem Informationen verloren gehen.
    Siehe dazu Top-Anieter wie Magico oder Nubert für Boxen oder Sennheiser für kopfhörer die setzten bei den Produkten immer auf kabellose Möglichkeiten, weil die dann einfach einen überragenden Klang anbieten.

  • Puh, weiß nicht, ob die Technik schon so weit ist, dass man bei In-Ear-Kopfhörern mit eingebauten Verstärkern und nem Subwoofer auf Kabel verzichten kann. Aber ihr habt Recht: 2012 will ich ein Bisschen mehr sehen! ;))

    @Felix G.: 250 Euro! Schnäppschen eigentlich… 😉

  • @Franz:
    Das ist ja geradezu peinlich was du da von dir gibst. Schon allein weil es einfach nicht möglich ist Lautsprecher ohne Kabel anzuschließen. Bei dem was du „kabellos“ nennst ist das Kabel eben einfach kürzer.
    Und bitte erklär mir mal, wo Nubert auf kabellose Techniken setzt. Bestimmt nicht bei seinen besseren Lautsprecherserien.
    Und ja, du hast sogar recht, ein Kabel hat einen Widerstand. Ob das Kabel überhaupt den Klang verfälscht, ist aber im Hifi-Bereich stark umstritten. Der Widerstand führt einfach dazu, dass das Kabel einen bestimmten Prozentsatz der Energie vom Verstärker verheizt und nicht an die Boxen weitergibt. Das lässt sich aber auch noch nahezu vermeiden, indem man einfach dickere Kabel nimmt. Außerdem hat man bei „kabellosen Techniken“ das gleiche Problem, da dort wie gesagt genauso ein Kabel zwischen Box und Verstärker sitzt, dieser ist halt einfach in der Box verbaut oder näher dran.

  • Ich finde das mit den Kabeln nicht schlimm, schließlich trage ich meine Kopfhörer ja mit mir rum und habe sie an meinem mp3-Player oder sonstiger Quelle angeschlossen. 1980 ist außerdem auch nicht soooo lange her 😉

  • Da hört bei manchem der Horizont bei Kopfhörern von beats by Dr. Dre auf. Sorry, aber die bestklingenden Kopfhörer auf dem Markt haben ALLESAMT ein Kabel. Da ist NICHTS kabellos. Franz, aber du hast echt keinen Plan. Zeig mir mal kabellose Kopfhörer, die wirklich gute DA-Wandler und einen ebenso guten Verstärker im Kopfhörer selbst verbaut haben!

    Ich persönlich halte von In-Ear-Stöpseln nach wie vor nicht viel. Selbst bei Custom-In-Ears geht für meinen Geschmack immer zu viel Transparenz verloren.

    Die persönliche Geschmack spielt selbstverständlich auch eine Rolle, aber es gibt objektiv gesehen Hörer, die besser klingen als andere. Ich find’s immer lustig, wenn jemand mit irgendwelchen Beats daher kommt und dann meine Studio-Hörer (ja, bin damit auch unterwegs) aufsetzt. Die Augen und der offene Mund sprechen Bände.

  • @Franz

    Ich glaub ich bin im falschen Film… Was bitte ist in meinem Beitrag auch nur annähernd kindisch?

    Zitat aus irgendeinem x-beliebigen Test:
    „Eins ist klar: auf dem Kopfhörer-Markt gibt es mit Sicherheit Modelle, die im Klang besser sind als das MM 550. Wer aber die kabellose Freiheit liebt und auch ab und zu telefonieren will, der wird um den Sennheiser MM 550 kaum herumkommen.“

    Dies bestätigt einfach klipp und klar, dass die Kopfhörer nicht auch nur annähernd an kabelgebundene Kopfhörer herankommen. So ganz nebenbei sind Noise Canceling Technologien der Klangqualität selbst nicht wirklich förderlich. Auch nicht alle Menschen mögen diesen „Höhendruck“ auf den Ohren. Da hab ich lieber ein paar Umgebungsgeräusche als technisch bedingte Klangverfälschungen.

    Die Frage ist die, ob man eigentlich eher Klangqualität will oder einfach einen komfortablen kabellosen Headset-Ersatz. Und da müsste man beim Blogger nachhaken, ob es sich hier eher um ein In-Ear-Headset handelt oder doch um reine Kopfhörer. Da mache ich nämlich immer noch einen Unterschied.

  • @Tigerbaby
    Das ist mal eine krasse Pauschalisierung und Generalisierung deinerseits aus dem Satz „Es gibt sicherlich bessere…“ herauszuschießen, dass jedes kabel gebundene Modell besser ist.
    Das zeigt mir nur, dass du einfach noch ein Kind bist, der keine Ahnung von Technik hat. Und wenn nicht dann werd endlich erwachsen und schreib ordentliche Kommentare.

    1. Lass mich raten, du hast noch nie kabellose Techniken bei Kopfhörern probiert? -> Du hast persönlich dazu keine Meinung, sondern du schreibst immer nur das was du in deinem Halbwissen in Foren und Co. gelesen hast und gibst dich hier als Semi-Profi aus. Toll!
    2. Genauso hat Sennheiser auch nur kabellose Kopfhörer ohne Micro und der Funktion zu telefonieren.
    3. Ich würde mir noch mal den Part duchlesen, wie Noise Chancelling funktioniert.
    4. Den Artikel den du zitierst ist von „Winload“ —> und hier mal das Fazit.
    „Von meinem persönlichen Soundeindruck ist das MM 550 sehr gut bis hervorragend. “ Also besser als jeder Kopfhörer, denn du dir mit deinem lächerlichen Ausbildung gehalt leisten kannst Tigerbaby.
    Und jetzt fröhliche Weihnachten hoffentlich werden deine Kommentare erwachsener in Jahre 2012 Tigerbaby.

  • Jemand möge dir zu Weihnachten Niveau und Intelligenz schenken. Sorry, mit solchen Menschen wie dir hat es sich ausdiskutiert.

  • @Frank, da muss ich immer etwas schmunzeln. Dieser Hirn**** ist allenfalls messbar, aber nicht hörbar. Generell wird im Hifi Bereich soviel Schmarn erzählt das einem vom zuhören übel wird.

    Der Grund dafür: Es gab vor 20 und 30 Jahren schon perfekte Lautsprecher, da muss man den Kunden Mist erzählen damit immer wieder Neuerungen verkauft werden können.

    Meine Uralten Bose spielen jedwegen modernen Krempel an die Wand und Bose, naja – Die neuen Modelle sind schlechter als die alten, ich würde heute keinem mehr zu Bose raten aber ich schweife ab. Die neuen Lautsprecher sind in den meisten Fällen genauso ein Reinfall wie die kleinen „Super“ Kopfhörer hier, mehr Marketing als Klang und Qualität!

  • Okay, Franz will es nicht begreifen, lassen wir ihn in seiner Welt weiterleben in der kabellose Noise-Chancellig Kopfhörer den Top-Klang liefern.
    Ich gebe Tigerbaby in allen Punkten Recht, im richtigen High-End Bereich läuft nichts ohne Kabel.

    @Friesisch:
    Sehe ich auch so, vor 30 Jahren gab es auch High End Anlagen, die den heutigen in nichts nachstehen. Ich würde allerdings nicht pauschal sagen, dass heute alles schlechter ist. Man muss denke ich einfach mehr Geld hinlegen, für einige 1000€ bekommt man dann auch wieder ne feine Anlage.

  • ACh @Pfreak vor 500 Jahren glaubte der Mensch das die Welt eine scheibe ist und plötzlich war sie es nicht.

    Irgendwann wirst du das auch begreifen, dass die Welt nicht einfach so an deinem Horizont aufhört, sondern auch noch mehr zu bieten hat, als du begreifen kannst.

    Das es vor 30 Jahren auch sehr gute Kopfhörer und Boxen gab stimme ich vollkommen zu, aber das die Entwicklung stehen geblieben ist, ist vollkommen falsch –> Siehe dazu Magico Boxen die ich mein eigen nennen kann. Da kann leider keine 30 Jahre alte Box mithalten, allein aus dem Grund, dass es vor 30 Jahren nicht die Materialien gibt die es heute gibt! DAfür muss man natürlich wissen, worauf es bei Lautsprechern ankommt!

    –> http://magico.net/Product/Q5/Q5_03.php

  • So teure Kopfhörer und wahrscheinlich gar nicht mal so gut. Ich hole mir demnächst In Ear Kopfhörer so für ca. 20-40 Euro Ich denke das reicht mir vollkommen.

  • Zitat Franz: „Siehe dazu Top-Anieter wie Magico oder Nubert für Boxen oder Sennheiser für kopfhörer die setzten bei den Produkten IMMER AUF KABELLOSE MÖGLICHKEITEN, weil die dann einfach einen überragenden Klang anbieten.“

    und erwähnt später…

    Zitat Franz: „Siehe dazu Magico Boxen die ich mein eigen nennen kann“ und beehrt uns mit einem Link der Q5 „http://magico.net/Product/Q5/Q5_03.php“, die SingleWired angeschlossen werden und Endstufen brauchen, die auch bei 2.3 Ohm nicht in Rauch aufgehen.

    SingleWired heisst für Franz also kabellos. Des weiteren habe ich so meine Zweifel, ob Franz sich diese Lautsprecher auch wirklich leisten konnte. Ich will ja nicht unverschämt werden, aber so wie Franz seine Posts verfasst… (Öhm, ich zähle seine Fehler nun nicht alle einzeln auf)

    Jemand, der ein Paar Q5, und selbstverständlich die entsprechende Anlage dazu, tatsächlich besitzt, würde eher mit Understatement auftreten und sich bestimmt nicht mit solch ach so ahnungslosen und vergleichsweise finanziell armen Zeitgenossen wie pfreak, Friesisch und mir auf diesem jämmerlichen Niveau in diesem Blog herumschlagen.

    Ich würde den Computer abstellen und mich in den akustisch perfekt eingerichteten Audiosalon zurückziehen, um dem Genuss guter Musik auf der High-End-Referenzanlage inkl. Q5 zu frönen.

  • Hmmm, schauen schon sehr geil aus, aber für soooo viel Geld sollte dann auch wirklich alles passen, von den Gummistöpseln bis zum extrem ausgewogenen Klangbild.

  • Ich kann mir nicht vorstellen, dass solche InEars einen guten Sound rüberbringen. Für Zuhause habe ich ein paar gute Sennheiser für um die 100 Euro, die klingen sehr gut. Und für unterwegs reichen mir meine Standard-Kopfhörer völlig aus…

  • Eigentlich auch eine schöne Geschenkidee, jetzt gibt es halt zwei Geschenke. Etwas extravagentes nämlich Bungee Jumping und etwas praktisches, die Kopfhörer =)

  • aaah top ding, in-ear kopfhörer bringen weitaus besseren sound, weil sie die umgebung abschirmen und man so zum einen weniger aufdrehen muss, und zum anderen die technik weniger „gut“ sein muss um mehr klang zu erhalten. ich find vor allem den bass viel besser

  • Erst einmal sehr interessanter Artikel. Dein Schreibstiel gefällt mir wirklich sehr gut. Was die Kopfhörer angeht kann ich die Zweifel mit den Tonhöhen bereinigen. Ein bekannter von mir hat sich diese Ohrhörer geleistet.
    Ich fand die Tonhöhe zwar nicht sehr überragend aber o.k.!
    Die Passform ist meines Erachtens nicht optimal. Ich erinnere mich aber das es im Netz einen Service gibt, bei dem man sich eine Art Masse bestellen kann. Diese drückt man sich ins Ohr und sendet diese an den Händler zurück. Nach etwa einer Woche erhält man Ohrstöpsel, welche zu 100% passen.

  • ich hab mir neulich neue kopfhörer geholt und hab dabei lediglich auf die farbe geschaut. das ende vom lied ist, dass ich auf schönen kopfhörern sitze die sich grauenhaft anhören. dabei waren die mit 60€ nichtmal günstig. man sollte echt immer vergleichen.

  • Die Darts sind im Vergleich zu den eher schäbigen Beats by Dre allerdings auch qualitativ hochwertig. Dabei sprech ich eher vom Klangbild. Die Verarbeitung und gerade das Design der Dres ist ja sehr ansprechend – aber das wars dann auch.

  • Die sehen wirklich sehr unbequem aus. Verstehe nicht, wie die Konstrukteure auf so ein mieses Design kommen. Ist doch klar, dass da ne riesige Hebelwirkung entsteht, welche die Dinger immer wieder aus dem Ohr zieht.

  • Die Kopfhörer sehe sehr unbequem aus. Kann mir nicht vorstellen, dass diese im Ohr bleiben, wenn man Sport oder einfach nur hektische Bewegungen macht, da das Gehäuse sehr schwer ist. Na ja, irgendetwas mussten die sich ja dabei gedacht haben. Hoffentllich 😉

  • ich hab mir neulich neue kopfhörer geholt und hab dabei lediglich auf die farbe geschaut. Das Resultat ist, dass ich auf schönen kopfhörern sitze die sich grauenhaft anhören.
    Dabei waren die mit 60€ nichtmal günstig. man sollte echt immer vergleichen.

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