Fusion Garage ist pleite, hinterlässt 40 Millionen US-Dollar Schulden

Jürgen Vielmeier

Grid 10

Das war nur noch Formsache: Fusion Garage ist pleite. Der Hardware-Hersteller aus dem südostasiatischen Stadtstaat Singapur hat bereits am vergangenen Donnerstag ebendort ein Liquidationsverfahren eingeleitet. Die Firma um den schillernden Gründer Chandra Rathakrishnan (Bild oben) und das geplante Tablet Grid 10 hört damit auf zu existieren – und hinterlässt ihren Kreditoren einen Schuldenberg in Höhe von 40 Millionen US-Dollar.

Überraschend kommt das nicht mehr, nachdem Rathakrishnan in einem Interview kurz vor Weihnachten den Fortbestand des Unternehmens vom Erfolg bei einer neuen Finanzierungsrunde abhängig gemacht hatte. Dass das schwierig werden würde, hatte er bereits da in Aussicht gestellt. Hardware-Startups seien eben deutlich kapitalintensiver als Gründungen im Software-Sektor und da habe ein kleiner Hersteller neben den Großen wie Apple und Samsung wenig Chancen.

Zweite Chance versaut, Klage läuft

UPDATE Newsletter BASIC thinking

Du willst nicht abgehängt werden, wenn es um KI, Green Tech und die Tech-Themen von Morgen geht? Über 12.000 Vordenker bekommen jeden Tag die wichtigsten News direkt in die Inbox und sichern sich ihren Vorsprung.

Nur für kurze Zeit: Anmelden und mit etwas Glück 50€ Amazon-Guthaben gewinnen!

Mit deiner Anmeldung bestätigst du unsere Datenschutzerklärung. Beim Gewinnspiel gelten die AGB.

Fusion Garage war vor allem durch die aufwändige Werbekampagne mit dem Tarnnamen TabCo in die Schlagzeilen geraten – die Rathakrishnan später bedauerte. Dadurch seinen Erwartungen geschürt worden, die man letztendlich nicht habe erfüllen können. So wurden nur wenige Tablets überhaupt verschifft. Im November und Dezember hingegen blieben die Interessenten auf ihren Bestellungen sitzen. Von einiger Seite fiel das Wort „Betrug“.

Für Rathakrishnan war Fusion Garage bereits der zweite Versuch, das Spiel der Großen aufzumischen. Bereits 2009 bastelte man zusammen mit dem Techcrunch-Gründer Michael Arrington am „Crunchpad“, das später – ohne Arrington – als „JooJoo“ vorgestellt wurde, aber nie wirklich auf den Markt kam. Arrington wurde von Rathakrishnan ausgebootet und klagte auf Wiedergutmachung, da er sich selbst als Erfinder und Rathakrishnan nur als Erfüllungsgehilfen ansah. Der Prozess dauert bis heute an. Arrington wird natürlich jetzt in seinen Zweifeln von damals bestätigt und warnt davor, „dem Betrüger Rathakrishnan“ noch eine dritte Chance zu geben. Angesichts der unzufriedenen Investoren allerdings unwahrscheinlich, dass er die bekommen wird.

(Jürgen Vielmeier)

🤝 Zins-Knaller bei Rediem Capital

Eröffne jetzt dein kostenloses Rediem Capital Festgeld und erhalte 2,75 Prozent Zinsen auf dein Geld – und das garantiert für 12 Monate!


Jetzt Zinsen sichern

Anzeige

STELLENANZEIGEN
Openstack Engineer (m/f/d)
CompuGroup Medical SE & Co. KGaA in Koblenz
Junior Marketing Manager Data & AI (w/m/d)
PwC in Düsseldorf, Frankfurt am Main
Praktikum Content & Social Media Marketing
Dais Group GmbH in München
Digital Marketing Specialist (m/w/d)
Ferdinand Bilstein GmbH & Co. KG in Ennepetal
Mitarbeiter*in (m/w/d) IT-Systemadministratio...
Ruhr-Universität Bochum in Bochum
Researcher (75%, m/f/x) – Computational...
Ruhr-Universität Bochum in Bochum
Social Media Manager (m/w/d)
HEK - Hanseatische Krankenkasse in Hamburg
Werkstudent Online Marketing (m/w/d)
Simon-Kucher in Bonn, Köln
Teile diesen Artikel
Jürgen Vielmeier ist Journalist und Blogger seit 2001. Er lebt in Bonn, liebt das Rheinland und hat von 2010 bis 2012 über 1.500 Artikel auf BASIC thinking geschrieben.