Whitney Houston: Privatpersonen twitterten als erste über ihren Tod

Jürgen Vielmeier

Gerade bei Nachrichten, die die ganze Welt bewegen, fragt man sich oft, wo sie eigentlich ihren Ursprung fanden. Im Falle von Osama bin Ladens Tod war es ein Nachbar in bin Ladens Aufenthaltsort Abottabad, der von mysteriösen Hubschrauberflügen mitten in der Nacht berichtete. Im Falle von Whitney Houston hat das Magazin Mediabistro jetzt die Geschichte der Meldungen auf Twitter zurückverfolgt und eine interessante Grafik dazu (oben) verbreitet.

Demnach war Twitter wieder einmal das schnellste Medium, Privatpersonen etwa eine Stunde früher dran als die Nachrichtenagentur AP. Es war eine Nutzerin namens Brittany J. Pullard, die am 12. Februar um 16:02 Uhr Ortszeit folgenden Tweet über ihren Blackberry absetzte:

Unklar, woher sie ihre Informationen hat. Die Polizei von Beverly Hills hatte erst sieben Minuten davor, um 15:55 Uhr Ortszeit, den Tod Houstons bestätigt. Nur drei Personen retweeteten Pullards Nachricht. 13 Minuten später, um 16:15 Uhr, folgte der nächste Tweet von Aja Dior Navy, angeblich die Nichte von Houstons Frisörin, die die Sängerin tot in der Badewanne gefunden hatte:

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15 Minuten später, um 16:30 Uhr Ortszeit, folgte ein weiterer Tweet des Nutzers @ChileMasGrande. Er schrieb:

Er teilte dem Techblog Mashable mit, er habe seine Information von einem Familienmitglied Houstons erhalten und sie auf Twitter weiterverbreitet. Erst eine knappe halbe Stunde später, um 16:57 Uhr, twitterte die Nachrichtenagentur AP von Houstons Tod und bezog sich dabei auf ihre Sprecherin Kristen Foster:

Erst nach der Meldung von AP verbreitete sich die Nachricht auf Twitter wie ein Lauffeuer. Allein in der ersten Stunde nach dem Tweet von AP wurden 2,5 Millionen Tweets mit Bezug auf Houston abgesetzt, teilweise mehr als 10.000 Tweets pro Sekunde.

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(Jürgen Vielmeier)

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Jürgen Vielmeier ist Journalist und Blogger seit 2001. Er lebt in Bonn, liebt das Rheinland und hat von 2010 bis 2012 über 1.500 Artikel auf BASIC thinking geschrieben.