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Blackberry 10: Neue Screenshots zeigen attraktives UI, Widgets

Innerhalb des nun folgenden Beitrags werde ich von Dr. Jekyll zu Mr. Hyde, dafür schon einmal vorab Entschuldigung. Das Blog Crackberry hat neue Screenshots der grafischen Benutzeroberfläche (UI) von Blackberry 10 aufgetan, RIMs kommendem Betriebssystem. Und etwas Hübscheres habe ich schon lange nicht mehr gesehen: große, augenfreundliche Icons, Shortcuts zu wichtigen Funktionen wie dem Telefon, der Suche oder der Kamera direkt im UI. Dazu eine zweite Ansicht mit größeren Symbolen, die irgendwo zwischen Androids Widgets und Windows Phones Livetiles angesiedelt sind.

Alles in allem sehr augenfreundlich; es wirkt wie das Beste aus allen Welten: Nimm einen Löffel Ice Cream Sandwich, übergieße ihn mit einer iOS-Sauce, garniere das Ganze mit einem Hauch Windows Phone und füge noch einen kräftigen Schuss WebOS hinzu. Fertig wäre Blackberry 10. Gesetzt den Fall, dass die Screenshots echt sind, dürfen sich Blackberry-Fans sehr auf das neue System freuen. Erste Bilder möglicher Blackberry-10-Smartphones tun ihr Übriges. RIM könnte ein grandioses Comeback feiern. Könnte.

Gut dran, wer jetzt ein System hat

Denn es wird noch ein knappes Jahr vergehen, bis Blackberry 10 marktreif sein wird. Und das ist zu spät in einem Jahr, in dem sich alles ändern wird. Microsoft hat bereits heute arge Probleme, seine Windows-Phone-Plattform noch unter die Leute zu bringen, obwohl man sich mit einem ganz eigenen UI dafür mächtig ins Zeug gelegt hat. Android und iOS haben den Markt einfach schon für sich abgesteckt. Microsoft wird noch einmal alles daran setzen, zur Nummer 3 aufzusteigen. Ein Plan, der aufgrund der Marktmacht gelingen kann – aber auch nur, weil man sein System längst fertig hat.

2012 wird das Jahr werden, in dem die Masse in den Industrieländern von Handys auf Smartphones umsteigt. Die Preise sind bereits dementsprechend. Einstiegsgeräte – wenn auch keine guten – gibt es ab gut 100 Euro. Immer mehr Dienste und die Werbung der Hersteller und Vertragsanbieter locken die Kunden umzusteigen. Die Hersteller, die jetzt präsent sind, können in diesem Jahr ein gutes Geschäft machen. Blackberry 10 soll erst Ende 2012 erscheinen. An RIM wird dieses Geschäftsjahr deswegen komplett vorbei gehen.

(Jürgen Vielmeier, Screenshots: Crackberry)


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Über den Autor

Jürgen Vielmeier

Jürgen Vielmeier ist Journalist und Blogger seit 2001. Er lebt in Bonn, liebt das Rheinland und hat von 2010 bis 2012 über 1.500 Artikel auf BASIC thinking geschrieben.

7 Kommentare

  • Ich muss sagen ich halte die Diskrepanz zwischen Dr. Jekyll und Mr. Hyde für, nicht unwesentlich, höher als die zwischen dem ersten und zweiten Teil deines Artikels.

    Ansonsten denke ich auch das Blackberry kein Comeback schafft. Microsoft ist ja mit Nokia schon sehr am struggeln. Das wird in einem Jahr für RIM sicher nicht einfacher.

  • Ich persönlich würde es begrüßen, wenn RIM sich damit wieder ein bisschen besser am Markt positionieren kann.
    Ich würde es gut finden, wenn der Smartphone-Markt mehr zu bieten hat, als die Wahl zwischen Äpfel und Birnen! 🙂
    Bin selber Symbian-Nutzer auf meinem Nokia E7 und hoffe, dass Windows Phone und Blackberry am Leben bleiben.
    Bei Sysmbian sind die Weichen ja leider schon auf Abschied gestellt.

    Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft und davon profitieren alle!

  • Der Vergleich mit den Äpfeln und Birnen ist gut. So schön zweideutig 😀

    Äpfel und Samsung könnte man auch sagen. Ich habe immer viel von den Blackberrys gehalten. Würde mich auch freuen wenn es wieder mehr von RIM geben würde. Ich bin gespannt.

  • Schade finde ich das RIM (Hersteller von Blackberry) so lange braucht um endlich mal was neues auf den Markt zu bringen.

    Wie schon im Artikel geschrieben glaube auch ich das 2012 entschieden wird welche Systeme eine Zukunft haben und was nicht. Wer hier aber nicht am Markt ist für den ist es schon zu spät.

    Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.

    Ob Windows Phone überhaupt eine reale Zukunft hat steht auch noch in den Sternen.

    Angeblich will HTC nichts neues mit Windows bringen und ob eine Partnerschaft mit ein Unternehmen der noch vor 25 Jahren auch Gummistiefel herstellte (Nokia) wirklich die Lösung ist?

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