Warum die Passwort-Abfrage ein Auslaufmodell ist

Jürgen Vielmeier


Bitte mal Hand hoch, wer noch nie ein Passwort vergessen hat. Oder wer nicht bei den 20, 30, 100 Accounts, die er hat, hin und wieder das gleiche Passwort für verschiedene Dienste verwendet. Der Mensch ist nicht dafür gemacht, sich Dutzende Passwörter zu merken, noch dazu möglichst kryptische. Oder anders gesagt: Das Leben ist zu kurz für Passwörter.

Nun gibt es Ansätze, uns den Ärger mit Passwörtern zumindest ein wenig abzunehmen. Alle haben Nachteile. Facebook Login etwa erlaubt bei inzwischen sehr vielen Diensten die Möglichkeit, sich über eine Facebook-Kennung anzumelden. Twitter bietet eine ähnliche Möglichkeit: Sign in with Twitter. Ein neues Passwort braucht man bei beiden Möglichkeiten nicht, allerdings erhöht man damit seine Abhängigkeit von einem der beiden Dienste. Aufgrund der beiden viel genutzten Möglichkeiten ist es um die „freie“ und einst fortschrittliche Alternative OpenID sehr, sehr ruhig geworden. Aber das ist ein anderes Thema. Es gibt zahlreiche weitere Hilfestellungen wie RoboForm (Passwortmanager) oder OneID (mTan-ähnliche Sicherheitsabfrage), aber keine berührt den Kern des Problems: dass eine Passwort-Abfrage der falsche Ansatz ist.

Erfordert keine Aufmerksamkeit

UPDATE Newsletter BASIC thinking

Du willst nicht abgehängt werden, wenn es um KI, Green Tech und die Tech-Themen von Morgen geht? Über 12.000 Vordenker bekommen jeden Tag die wichtigsten News direkt in die Inbox und sichern sich ihren Vorsprung.

Nur für kurze Zeit: Anmelden und mit etwas Glück 50€ Amazon-Guthaben gewinnen!

Mit deiner Anmeldung bestätigst du unsere Datenschutzerklärung. Beim Gewinnspiel gelten die AGB.

Ein interessantes Tool aus den Mozilla Labs zeigt an, wie oft man das gleiche Passwort verwendet und wie alt die verwendeten Keywords sind. Und eine künftige Erweiterung für Google Chrome treibt den Passwort-Wirrwarr auf die Spitze: Der Browser kann bald selbständig Passwörter vorschlagen und speichern, die er für angemessen hält. Ähnliches leisten das kostenpflichtige Tool 1Password oder Apples Schlüsselbund auf MacOS. Beide können Login-Daten speichern und sie mit einem Masterpasswort zur Verfügung stellen.

Das deutet an, wohin die Reise geht: Sich Passwörter zu merken und sie alle Nasen lang einzugeben, ist nicht mehr zeitgemäß. Eine Sicherheitskontrolle an sich ist notwendig, aber sie erfordert nicht mehr zwingend unsere Aufmerksamkeit. Wenn mein Browser ohnehin ein Passwort generieren und selbständig eintragen kann, dann brauche ich als Nutzer die Abfrage nicht mehr zu sehen. Sie kann im Hintergrund laufen, ohne mein Zutun, als zusätzliche Sicherheitsschicht, ähnlich wie ein gutes Anti-Viren-Programm. Es soll mich in Ruhe lassen mit seinen Abfragen und Updates und mich einfach ans Ziel bringen. Ich hoffe, dass wir das Thema in absehbarer Zeit durchgestanden und bis auf ein Master-Passwort, einen Fingerabdruck oder, von mir aus, Iris-Scan Ruhe vor Passwörtern haben. Logins dürften wir dann im Prinzip nicht mehr brauchen. Würde mir gefallen.

(Jürgen Vielmeier)

Zins-Knaller bei der NIBC!

Eröffne jetzt dein kostenloses NIBC Tagesgeld und erhalte bis zu 2,75 Prozent Zinsen auf dein Geld – bei täglicher Verfügbarkeit!


Jetzt Zinsen sichern

Voraussetzungen gelten, Anzeige

STELLENANZEIGEN
Senior SAP Consultant FI/CO (f/m/div.)
Bosch Gruppe in Wetzlar
Digital Marketing Manager (m/w/d)
Schwer Fittings GmbH in Denkingen
Personalberater (m/w/d)
Ratbacher GmbH - Karriere bei Rat... in Stuttgart, M...
Organizational Integration Manager (m/f/d)
Clarios Germany GmbH & Co. KG in
Vehicle Testing Lead (m/f/d)
Clarios Germany GmbH & Co. KG in
Sales Manager (m/w/d) Online Marketing
Sellwerk GmbH & Co. KG in Düsseldorf, Meerbusch, Kaa...
Sales Manager B2B für Stellenanzeigen und Soc...
Recruiting Excellence GmbH in Düsseldorf
(Junior) Social Media Manager*in (m/w/d) – Be...
Digital Vision Academy in Berlin
Teile diesen Artikel
Jürgen Vielmeier ist Journalist und Blogger seit 2001. Er lebt in Bonn, liebt das Rheinland und hat von 2010 bis 2012 über 1.500 Artikel auf BASIC thinking geschrieben.