Dubai: Pizza-Notfallknopf entwickelt

Jürgen Vielmeier


Was tun in höchster Not? Den Panik-Button drücken! Der Pizza-Bringdienst Red Tomato in Dubai hat ihn jetzt erfunden: den Pizza-Notfallknopf. Der kommt in Form eines Kühlschrankmagneten daher. Drückt man dort den Knopf, verbindet sich das Pizza-Gadget via Bluetooth mit einem Smartphone, das die Bestellung an die Pizzeria schickt.

Dort sind Lieblingspizza-Sorte und Adresse des Kunden hinterlegt. Der Kunde erhält eine SMS auf sein Smartphone mit den Daten der Pizza, die für ihn gebacken wird. Das gilt als Kontrolle dafür, dass der Knopf nicht aus Versehen gedrückt wurde oder eine falsche Pizza hinterlegt ist. Erfolgt kein Rückruf mehr, macht sich ein Koch an die Arbeit und belegt und backt die Pizza, die prompt zugestellt wird.

Praktisches Problem

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Ich weiß, was ihr denkt. Ihr denkt nicht: „Wie genial ist das denn!“, sondern: „Was ist bloß mit den Menschen los? Ist man jetzt schon zu faul dazu, sich das Telefon zu schnappen, ein paar Tasten zu drücken und ein wenig banale Konversation zu führen?“ Stimmt schon. Aber eben weil es banale, standardisierte Konversation ist: Warum sollte man sich mehr Umstände machen? Jeder Knopfdruck ersetzt eine Kette von Funktionen. Ein Taxi rufen? Per Knopfdruck. Den Motor starten? Ein Knopfdruck. Licht im Wohnzimmer einschalten? Auf Knopfdruck.

Ich sehe eher ein praktisches Problem: Pizza bestellt man meist mit Freunden, und da kommt bei 30 oder mehr Sorten nie die gleiche Auswahl zustande. Nur mal eben den Knopf drücken, geht also nicht. Man muss zumindest das Bestellformular anpassen. Ansonsten hat Red Tomato hier ein schönes Beispiel vorgelegt, wie das „Internet der Dinge“ aussehen kann.

Ein Trailer verdeutlicht die Brisanz des Themas:

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(Jürgen Vielmeier, Bild: Red Tomato)

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Jürgen Vielmeier ist Journalist und Blogger seit 2001. Er lebt in Bonn, liebt das Rheinland und hat von 2010 bis 2012 über 1.500 Artikel auf BASIC thinking geschrieben.