VZ-Netzwerke dementieren Verkaufsgerüchte, fallen hinter Xing zurück

Jürgen Vielmeier


In fünf Tagen stirbt StudiVZ – sagt die Website WannStirbtStudiVZ.de voraus. Das ist zufälligerweise der 1. April, womit geklärt wäre, was davon zu halten ist. Die Website verfolgte einfach den Abwärtstrend der VZ-Netzwerke seit Mai 2010 laut der Werbeträgerkontrolle IVW und rechnete aus, wann das Ende erreicht sein würde. Allerdings hat sich der Abwärtstrend zuletzt etwas abgeschwächt. Zumindest bei null werden die VZs in fünf Tagen nicht angekommen sein.

So genau weiß man das aber nicht, denn erstaunlicherweise sind die aktuellen Zahlen der VZ-Netzwerke aktuell nicht mehr bei der IVW zu finden. „Keine Ausweisung, da aufgrund einer fehlerbehafteten technischen Umstellung des Dienstleisters die Zugriffe nicht korrekt gemessen wurden“, heißt es dort mit Hinblick auf die aktuelle IVW-Veröffentlichung aus dem Februar. „Eine Korrektur der Daten rechtzeitig zum Ausweisungstermin war nicht möglich.“ Dem Werbemagazin „Horizont“ zufolge und auch uns gegenüber dementieren die VZs aktuell Verkaufsgerüchte.

„VZ wird es im April noch geben“

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Die Gerüchte stammen von Medienkenner Kai-Hinrich Renner, der vergangenen Samstag im „Hamburger Abendblatt“ geschrieben hatte, dass die VZ-Mutter Holtzbrinck Digital sich von den VZ-Netzwerken trennen wolle. Allerdings war man bereits im vergangenen Juli mit einem Verkauf der Netzwerke gescheitert. Seitdem dürften die VZs noch einmal gut die Hälfte der monatlichen Nutzer verloren haben.

Auf meine Frage, ob die VZs den angekündigten Tod überstehen, antwortete mir die Leiterin der Unternehmenskommunikation, Sweelin Heuss, glasklar: „VZ wird es im April noch geben.“ Sie weist außerdem korrekterweise darauf hin: „Das Ablaufdatum wurde auf wannstirbtstudivz von den Betreibern bereits mehrfach nach hinten korrigiert.“ Bei den fehlenden Zahlen für den Februar verweist Heuss dezent auf die IVW. Im nächsten Monat sei man wieder dabei, und: „Der VZ Verkauf steht zurzeit nicht zur Debatte.“ Bleiben wir also gespannt.

Laut Renner will sich Holtzbrinck Digital übrigens auch von der Jobbörse Experteer, dem Lokalportal MeineStadt und der Flirtbörse Parship trennen. Die neue VZ-Chefin Stefanie Waehlert will bis zum Sommer die beiden bislang getrennten Netze StudiVZ und FreundeVZ/MeinVZ zusammenlegen. SchülerVZ soll zunächst eigenständig bleiben. Laut aktuellen Zahlen von Comscore, die Meedia heranholt, sind die VZs (4,58 Millionen Unique Visitors) mittlerweile hinter Xing (4,78 Millionen) zurückgefallen. Einsam an der Spitze thront Facebook mit 38,3 Millionen UVs.

(Jürgen Vielmeier)

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Jürgen Vielmeier ist Journalist und Blogger seit 2001. Er lebt in Bonn, liebt das Rheinland und hat von 2010 bis 2012 über 1.500 Artikel auf BASIC thinking geschrieben.