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Samsung oder Greenpeace: Wer steckt hinter "Wake Up!"-Demonstration vor australischem Apple Store?

Update, 2.5.: Die Zweifel waren berechtigt: Nicht Samsung oder Greenpeace stehen hinter „Wake up“, sondern RIM (Blackberry). Was das soll? Wacht auf uns schaut euch unseren halbierten Marktanteil an? /Update

Videoblogger Nate „Blunty“ Burr war nach eigenen Angaben zufällig in einem Apple Store in Sydney, als ein Bus mit der Aufschrift „Wake up“ direkt vor dem Geschäft hielt. Etwa 20 in schwarz gekleidete, junge Leute stiegen aus, hielten Transparente mit der gleichen Aufschrift hoch und skandieren „Wake up!“ direkt vor den Augen der Apple-Mitarbeiter. Wer oder was denn nun wovon aufwachen sollte, fragte Blunty, den die Aktion ähnlich ratlos zurückließ wie die Apple-Mitarbeiter. Das Apple-Personal hätte es gebrauchen können, flachst er. Die sähen aus, als würden sie zu wenig schlafen.

„Wake up“ ist – selbstverständlich rein zufällig – auch auf einer australischen Website zu sehen, auf der ein Countdown angebracht ist. Die Website ist auf die Agentur New Dialogue registriert, die inzwischen in Tongue umbenannt ist und nach Meinung des australischen Techblogs Mumbrella die Kampagne für Samsungs Galaxy SIII in Australien übernimmt. Auch weitere „Wake Up“-Reklame sei in den vergangenen Tagen auf Plakaten und als Werbung in Online-Medien aufgetaucht. Samsung wäre aber nicht der einzige Demonstrant vor dem Apple Store in Sidney gewesen.

Auch Greenpeace protestiert

Denn auch Greenpeace hat in den vergangenen Tagen an gleicher Stelle protestiert. Der Grund ist die internationale Kampagne der Umweltschutzorganisation gegen die Nutzung von fossilen Brennstoffen für riesige Cloud-Rechenzentren. In New York etwa ließ Greenpeace schwarze Ballons in einem Apple Store los – mit der Anspielung auf Kohlestrom. Der Wake-up-Countdown zählt meinen Berechnungen nach übrigens nicht auf den 3. Mai herunter, an dem Samsung „The Next Galaxy“ in London offiziell vorstellen will, sondern auf den 6. Mai. Schriftart und Outfit der Kampagne erinnern dann allerdings doch wieder an Samsung.

Schon früher hatten sich die Koreaner über die Anhänger ihres größten Smartphone- und Tablet-Konkurrenten Apple lustig gemacht. Selten aber so direkt wie in diesem Video – wenn man denn wirklich dahinter steckt. Proteste vor und in Apple Stores werden zumindest langsam zum Volkssport: Im Februar legten Occupied-Aktivisten Apples Verkaufspalast in Hamburg lahm und erhielten dafür von vielen Seiten Applaus. Eine solche Aktion aus der Feder eines Mitbewerbers ist in meinen Augen aber weniger originell. Auch wenn Samsung damit Aufmerksamkeit und Spannung vor der Präsentation des Galaxy SIII natürlich erhöhen würde – und die Erwartungen auch.

(Jürgen Vielmeier)


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Über den Autor

Jürgen Vielmeier

Jürgen Vielmeier ist Journalist und Blogger seit 2001. Er lebt in Bonn, liebt das Rheinland und hat von 2010 bis 2012 über 1.500 Artikel auf BASIC thinking geschrieben.

16 Kommentare

  • Muss ich jetzt einfach mal schreiben: „sähen“ hört sich blöd an, auch wenn es richtig sein sollte – reicht nicht ein einfaches „sahen“? Die Beobachtung liegt ja in der Vergangenheit und eventuell ist das ja heute schon nicht mehr der Fall 😉

  • @Sven: Puh, jetzt hast du mich. Konjunktiv, indirekte Rede, Präteritum von sehen war nochmal… 😉 #lovestorm

  • Gähn…ein paar Leute in schwarz halten schwarze Pappschilder hoch und wollen mich auf eine schwarze Seite treiben? Was sie mir damit sagen wollen? Keine Ahnung. Also wenn das eine Werbung von Samsung sein soll, sollten sie es auch schaffen zu vermitteln, WAS sie bewerben. Wenn sie sich über Apple lustig machen wollen? Soll ich mir etwa Samsung kaufen nur um zu sagen „Ich bin so cool, weil ich eben kein Apple-Dingens habe!“? Ich glaube nicht das da viele mitmachen werden, ich möchte auch nicht bei einem Unternehmen einkaufen das ich für so einen konsumgesteuerten Proll hält. Und wenn Greenpeace dahinersteckt: WAS soll hier das Problem sein? Giftige Stoffe im Smartphone? Ich kann nicht gegen etwas vorgehen wenn ich nicht weiß um was es sich handelt. Und ich glaube nicht das Greenpeace wirklich nur Apple-Bashing betreiben will…

    Wer auch immer hinter dieser Aktion steckt, hat meiner Meinung nach einen PR-Flop hingelegt. Solche geheimnisvollen Aktionen mit Countdown, keinen Infos und so weiter gibt es inzwischen immer öfter, da stumpft man einfach ab und ignoriert das irgendwann.

  • @6,7: Jetzt macht mal halblang. Es ist ja noch nicht klar wer dahinter steckt. Samsung und Greenpeace sind WAHRSCHEINLICH, aber nicht sicher. Kann am Ende auch eine Apple-eigene Aktion sei, irgendeine Anti-Apple-Spaßtruppe, Datenschützer, Konsumkritiker, irgendwelche Kiddies die sich für Anonymous-Aktivisten halten etc.. Da ist vieles möglich. Wenn Samsung dahiner steckt ist das echt lächerlich, aber noch wissen wir es nicht. Immerhin erzeugt die Aktion noch ein bisschen Spannung weil wir nun wissen wollen wer da im Anschluss gebasht wird. ;-D

  • Also wenn es Greenpeace war (was ich nicht glaube) dann wäre es ja so was von fail: fahren mit nem Bus vor! Wenn dann müssten die schon alle auf dem Fahrrad angeradelt kommen. Aber Greenpeace hat eigentlich immer offen protestiert und sich nicht hinter irgendwelchen geheimnisvollen Aufrufen versteckt. Tippe daher auf was anderes (nicht unbedingt Samsung), mal schauen ob das aufgeklärt wird.

  • Super Aktion die Aufmerksamkeit erregt.

    ….ach ja. Die Apple Aktionen sind natürlich viiiiel besser, ich sage nur: Hast du kein iPhone dann hast du kein iPhone….. lol

  • junge Leute stiegen aus, hielten Transparente mit der gleichen Aufschrift hoch und skandieren “Wake up!” direkt vor den Augen der Apple-Mitarbeiter.

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