Boot to Gecko wird zu Firefox OS und startet 2013 in Brasilien

Saskia Brintrup

Erinnert ihr euch noch an Boot to Gecko? Mozilla hat das mobile Betriebssystem in diesem Jahr auf dem Mobile World Congress in Barcelona vorgestellt. Jetzt meldet sich die Foundation erneut zu ihrem Projekt zu Wort: Das Smartphone-System heißt nun Firefox OS und hat weitere Unterstützer gewonnen.

Nicht nur Sprint, Telefónica, Telenor, Etisalat und Telecom Italia stärken dem System laut Mozilla den Rücken. Auch die Deutsche Telekom ist dabei und steuert unter anderem Software für NFC bei. Die ersten Geräte werden von TCL unter der Marke Alcatel One Touch und von ZTE gefertigt und erhalten einen Snapdragon-Prozessor von Qualcomm. Specs nennt Mozilla nicht.

Kern von Firefox OS ist HTML5. Jede Funktion der Smartphones – wie Telefonie, Nachrichten und Anwendungen –  basieren auf der Auszeichnungssprache. Mit dem offenen Ansatz (die Programmier- schnittstellen werden derzeit dem W3C zur Standardisierung übermittelt) drängt Mozilla in den Einstiegsbereich und auf Entwicklungsmärkte, sieht aber nicht nur bei sehr günstigen Handys Entwicklungspotenzial.

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Die erste Firefox-OS-Riege soll Anfang 2013 in Brasilien auf den Markt kommen, herausgebracht von Vivo, dem größten Mobilfunker des Landes und seit 2010 Teil von Telefónica.

Also noch ein Mobilsystem? Allerdings will Firefox OS genau das nicht sein: Zu Boot-to-Gecko-Zeiten schrieben die Entwickler im Wiki, dass das OS eben nicht darauf abzielt, nur Anwendungen zu enthalten, die ausschließlich auf diesem System oder nur im Firefox-Browser laufen. Daher sieht sich das Projekt auch nicht als direkter Konkurrent der bestehenden Mobilbetriebssysteme. Idealerweise sollen die Techniken auch den Weg in andere Browser finden.

(Saskia Brintrup)

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Saskia Brintrup hat von 2010 bis 2013 insgesamt 66 Artikel zu BASIC thinking beigesteuert.