Sonstiges

Armer Blackberry-Hersteller: IBM nur an RIMs Unternehmenssparte interessiert, nichts sonst

Laut Bloomberg soll IBM offiziell an einer Sparte des kriselnden Smartphone-Pioniers RIM interessiert sein. Dabei gehe es nicht um eine Übernahme des Unternehmens oder auch nur der Smartphone-Sparte der Kanadier. Es gehe um RIMs Unternehmenssparte mit dem als sehr sicher geltenden Messaging-Dienst. RIM setzt hierfür eine eigene Verschlüsselung und ein eigenes Rechenzentrum ein. Auch weitere Apps für Unternehmenslösungen werden auf den eigenen Servern von RIM betrieben. IBM setzt seit geraumer Zeit verstärkt auf Unternehmensdienstleistungen, weswegen eine Übernahme des Teilbereichs für Big Blue ins Konzept passen würde.

RIM hingegen würde den aktuell letzten verbliebenen Kaufgrund für ein Blackberry verscherbeln. Würde mich wundern, wenn der deutsche CEO Thorsten Heins das täte. Der Meldung nach – Bloomberg beruft sich auf informierte Personen – soll es auch nicht mehr als eine formale Anfrage gegeben haben. Verkaufsverhandlungen gebe es nicht, lieber wolle RIM auf den Start des neuen Systems Blackberry 10 warten, das im kommenden Jahr endlich fertig werden und das Unternehmen retten soll. Aber wer weiß, wie die Sache aussieht, wenn RIM Ende September noch desaströsere Zahlen vorlegt und IBM dann mit den Geldscheinen wedelt. Schon schade irgendwo: Da hast du ein etwas älteres Auto, das du entweder wieder flott machen oder verkaufen möchtest. Und die Leute sind nur an dem Motor interessiert.

(Jürgen Vielmeier, Grafik: Statista)


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Über den Autor

Jürgen Vielmeier

Jürgen Vielmeier ist Journalist und Blogger seit 2001. Er lebt in Bonn, liebt das Rheinland und hat von 2010 bis 2012 über 1.500 Artikel auf BASIC thinking geschrieben.

12 Kommentare

  • Interessanter Artikel.

    Meiner Meinung nach hat Blackberry in Deutschland einen extremen Image-Schaden, der sich so nicht mehr reparieren lässt. In Studentenkreisen werden die Handys den Snobs zugeschrieben, während Samsung Galaxy und Iphone den coolen oder normal Stunden zugeschrieben werden.

    Dass Black-Berry jetzt auch noch den letzten Kaufgrund verscherbeln wird, kann ich wie Jürgen Vielmeier nicht glauben. Sollte das Blackberry 10 scheitern, werden die Karten aber definitiv neu gemischt. Ich bin gespannt, wie sich das hier entwickeln wird.

    Viele Grüße
    Lukas

  • Hallo,

    schöner Artikel. Ich für meine Sache denke auch das BB in Deutschland einen eher weniger guten Ruf genießt. Vielleicht auch deswegen, weil die innoativen Ideen fehlen.

    Das letzte Blackberry hatte ich vor 2 Jahren glaub ich und das war das Storm, mit dem ich sehr zufrieden war. Aber danach kam einfach nichts mehr.

    Aber mal sehen, was da noch kommt von BB.

    Grüße
    Florian

  • Bitte benutzt nie nie nie nie nie wieder das Wort „messenging“. Da bekommt man doch Pickel! Wenn schon denglisch, bitte richtig: „messaging“.

  • @Chris: Jaja, ist ja gut. 😉 Ist korrigiert und wird von mir jetzt hoffentlich nie wieder verwechselt. Messenger aber Messaging…

    @Frank: Danke. 😉

    @Lukas Nolte: Die Frage ist ja, ob wir BB10 überhaupt noch zu sehen bekommen. Ist noch ein halbes Jahr und mindestens zwei Quartalsergebnisse hin. Da kann noch viel passieren.

    @Florian: Mit dem Storm warst du ernsthaft zufrieden? 😉 Ich hatte mal das erste als Testgerät, das so gut wie gar nichts konnte. Hab mich gegenüber den iPhone-Nutzern um mich herum fast in Grund und Boden geschämt…

  • Das ist schon ein Trauerspiel, was mit einem Unternehmen so passieren kann, wenn es nicht mir der Zeit geht. Ich weiss noch, wie in meiner Firma RIM mit seinen blackberrys state of the art war. Schöne alte Zeit.

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