App.net: Dalton Caldwell sammelt über 600.000 Dollar ein, baut langweiligen Twitter-Klon

Jürgen Vielmeier

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App.net-Profil im Alpha-Stadium: Mischung aus Facebook und Twitter.

So wie Twitter sein soll, es aber nicht mehr ist. Dalton Caldwell rührte in den vergangenen Wochen die Werbetrommeln, stopfte das Sommerloch mit Angriffen auf Twitter und Facebook und startete eine Crowdfunding-Aktion auf seiner eigenen Seite, um binnen zwei Wochen 500.000 US-Dollar zusammen zu bekommen. Mit dem Geld will er sein Projekt App.net finanzieren, mit dem er Twitter von Grund auf neu aufbauen will. In der vergangenen Nacht hat er die gewünschte Marke überschritten und, einen Tag vor dem Ende der öffentlichen Finanzierungsphase, von fast 10.000 Unterstützern zur Stunde gut 640.000 Dollar eingenommen. Ziel erreicht.

Dass ich wenig davon halte, ein eigenes Projekt zu starten, indem man andere schlecht macht, habe ich bereits vor einigen Tagen geschrieben. Caldwell kritisierte Facebook und dessen Gründer Mark Zuckerberg öffentlich. Angeblich habe es ein Treffen zwischen Caldwell und einigen Funktionären des Social Networks gegeben. Und nachdem Caldwell eine Übernahme abgelehnt hatte, sei ihm gedroht worden, man würde sein Projekt vernichten. „Jetzt erst Recht“, soll Caldwell sich da gedacht haben.

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Allerdings: Noch einmal durch dieses ganze Prozedere mit Anmelden, Profil erstellen, Freunde finden, Kurznachrichten schreiben für einen Dienst, der wie Twitter sein soll: Wie viele Menschen werden dazu Lust haben? Wo ist für sie der Mehrwert? Werden sie Caldwells Vorbehalte verstehen oder werden sie nicht lieber bei Twitter bleiben wollen, das gerade nicht nur im Zuge der Olympischen Spiele in aller Munde ist? Caldwell wird sich außerdem fragen lassen müssen, was seinen Dienst sympathischer macht als Twitters früher Open-Source-Nebenbuhler Identi.ca. Der hat es nie aus dem Schatten des Vorbilds heraus geschafft.


App.net Public Timeline (Alpha-Phase)

Die Beispielbilder erster Alpha-Accounts auf App.net deuten auf einen Service hin, der das Banner der Facebook-Chronik (kleines Profil- auf großem Hintergrundbild) mit der Timeline von Twitter verknüpft. Man kann mehr als 140 Zeichen schreiben – immerhin. Aber sonst, sorry Dalton, ist das nichts, was mich anlockt. Meine Bekannten, Leser, Freunde erwarten von mir, dass ich auf Facebook, Twitter, Pinterest, Google Plus, Moped und wer weiß wo noch bin.

Jetzt noch einmal Zeit und Energie in einen weiteren Dienst zu stecken, der genauso aussieht wie ein Zwischending aus Facebook und Twitter und (Ergänzung) dazu noch kostenpflichtig sein soll, erscheint mir nicht logisch. Auch wenn ich einige deiner Vorbehalte gegen Facebook und Twitter teile. Trotzdem: Den Versuch ist es wert, auf die finale Version bin ich gespannt und das Marketing ist dir geglückt. Viel Erfolg!

(Jürgen Vielmeier)

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Jürgen Vielmeier ist Journalist und Blogger seit 2001. Er lebt in Bonn, liebt das Rheinland und hat von 2010 bis 2012 über 1.500 Artikel auf BASIC thinking geschrieben.