WhatsApp ist endlich sicher

Michael Müller

Viel Zeit musste vergehen. Der beliebte Messaging-Dienst WhatsApp verschlüsselt ab der aktuellen Version alle versendeten Daten. Das war bisher nicht so – vielmehr war die Nachrichtenflut so einsehbar wie das Leben von Lothar Matthäus. Über ein Sniffing-Tool war es möglich innerhalb eines WLANs alle über WhatsApp verschickten Nachrichten, Bilder oder Videos abzufangen und einzusehen. Und das bei einer stetig anwachsenden Nutzerzahl. Nicht gut. Made in USA. Noch weniger gut.

Die Antwort eines WhatsApp-Mitarbeiters im Hilfeforum brachte es ans Tageslicht: die aktuellste Version von WhatsApp führt endlich einen Verschlüsselungs-Algorithmus ein. Um welche Technik es sich handelt, ist bisher unbekannt. Allerdings ist jede Verschlüsselung besser, als gar keine. Die plattformübergreifende Software erfreut sich stetig wachsender Beliebtheit – alleine eine rein subjektive statistische Erhebung anhand meines eigenen Adressbuches zeigt, dass die Nutzerzahlen in den letzten Monaten konstant anstiegen. Insbesondere dadurch, dass WhatsApp auf nahezu allen populären Smartphone-Plattformen verfügbar ist, wächst die Beliebtheit als SMS-Alternative. Schon vor knapp einem Jahr wurden am Tag über eine Milliarde Nachrichten weltweit über WhatsApp versendet. Und das im Klartext, komplett ohne Verschlüsselung. Unverantwortlich, will man meinen. Eine massive mediale Aufruhr gab es allerdings nie. Abgesehen von zahlreichen Mahnungen von Datenschützern oder der Stiftung Warentest. Die Verbreitung der Software wurde dadurch jedenfalls kaum gebremst: heute ist sie die beliebteste App der Deutschen.

WhatsApp-Nutzer können also aufatmen. Das Tauschen von liebesgetränkten, schnulzig-schmachtenden Nachrichten oder Fotos mit teils oder gänzlich fehlender Textilkomponente ist in Zukunft endlich sicher. Ob sich das Datenvolumen von solcherlei Inhalten durch die Verschlüsselung allerdings häuft? Wohl kaum. Die stetig steigende Zahl der Nutzer zeigt, wie egal der Mehrheit der Nutzer die Sicherheitsausstattung von WhatsApp zu sein scheint. Also einfach weitermachen. Aber sicher.

UPDATE Newsletter BASIC thinking

Du willst nicht abgehängt werden, wenn es um KI, Green Tech und die Tech-Themen von Morgen geht? Über 12.000 Vordenker bekommen jeden Tag die wichtigsten News direkt in die Inbox und sichern sich ihren Vorsprung.

Nur für kurze Zeit: Anmelden und mit etwas Glück Apple AirPods gewinnen!

Mit deiner Anmeldung bestätigst du unsere Datenschutzerklärung. Beim Gewinnspiel gelten die AGB.

Google lässt dich jetzt selbst bestimmen, welche Quellen du in der Suche häufiger siehst. Mit zwei schnellen Klicks kannst du BASIC thinking kostenlos als bevorzugte Quelle hinzufügen und damit unabhängigen Tech-Journalismus unterstützen. Vielen Dank!

(Michael Müller)

Unser Zins-Tipp

Eröffne jetzt dein kostenloses Myntro Festgeld und erhalte 3,1 Prozent Zinsen auf dein Geld – und das garantiert für 12 Monate!


Jetzt Zinsen sichern

Anzeige

STELLENANZEIGEN
Anforderungs- und Projektmanager touristische...
trendtours Holding GmbH in Eschborn
Social Media Content Creator (m/w/d)
Dr. Theiss Naturwaren GmbH in Homburg
Website Manager (SEO & GEO) (m/w/d)
Dr. Theiss Naturwaren GmbH in Homburg
Social Media Manager/-in (m/w/d)
RAG Aktiengesellschaft in Essen
Sr. IT Service Operations Manager
Clarios Germany GmbH & Co. KG in Hannover
Social Media Manager (m/w/d)
ACV Automobil-Club Verkehr e.V. in Köln
Duale Berufsausbildung 2027: Fachinformatiker...
Clarios Germany GmbH & Co. KG in Hannover
Mitarbeiter:in Wissenschaftskommunikation, Sc...
Hochschule Reutlingen in Reutlingen
Teile diesen Artikel
Michael tritt seit 2012 in über 140 Beiträgen den Beweis an, trotz seines Allerweltnamens real existent zu sein. Nach Abschluss seines Wirtschaftsstudiums arbeitete er einige Jahre als PR-Berater, bevor er 2016 als Tech-Kommunikator bei einem deutschen Spezialglas-Hersteller einstieg.