Kim Dotcom gibt Video-Ausblick auf seine Megabox: „Zu 90 Prozent fertig“

Jürgen Vielmeier

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Er meint es offenbar ernst. Und er zeigt, dass es da schon etwas zu sehen gibt: Kim Dotcom, meist gehasster Mann der Unterhaltungsindustrie, hat sein neues Projekt Megabox angeteasert. Teile des Webdesigns stehen offenbar schon, und ein mehrköpfiges Team arbeitet an dem Projekt. Das ist zumindest das, was ein Video von Dotcom uns zeigen will. Wir sehen zunächst ein paar Bücher über Programmiersprachen wie C und PHP, dann ein Android-Männchen und fünf oder sechs Typen in einer Klitsche, die den Code entwickeln.

Das Video stellt Megabox als eine Art Cloudspeicher dar, um Musik in unbegrenztem Umfang zu speichern, zu hören oder selbst aufzunehmen. Daneben soll Megabox offenbar über Social-Network-Funktionen und einen Chat verfügen. Wir sehen eine Suchmaske, wo als Test Stars wie Radiohead, The Black Keys, Will.I.am, Rusko und Kim Dotcom (!) angezeigt werden. Von Letzterem stammt übrigens auch die rockige Hintergrundmusik des Teaser-Videos. Megabox zeigt, was die Freunde hören. Es gibt Zusatzfeatures, etwa eine Umkreissuche, wo eine Band gerade auf Tour ist, ein Social Ranking oder wie oft ein Song gehört wurde und in welcher Stimmung. Künstler und Nutzer können verschiedene Accounts anlegen, die jeweils als kostenlos gekennzeichnet sind. Neben der Web-Version gibt das Video einen Ausblick auf Apps für iPhone, iPad und Android, um von unterwegs auf die Musik zuzugreifen. Aber seht selbst:

Zum Teil sieht man dort noch Blindtext, der Code allerdings sei zu 90 Prozent fertig, twitterte Dotcom bereits am Samstag. Partner, Investoren und Anwälte (!) stünden bereit, um das Projekt in Kürze zu starten. Mir gefallen das Design und die gezeigten Funktionen. Megabox könnte eine Mischung aus dem Amazon Cloud Player und Spotify werden. Wie es aussieht, versucht Dotcom seine Vision wahrzumachen, die Musikindustrie außen vor zu lassen und direkt mit den Künstlern zu verhandeln. Ob er dafür die Rechte vieler Künstler bekommt, wird ebenso eine der Preisfragen sein wie die Art der Finanzierung. Und hat ein Dotcom überhaupt die Möglichkeit, völlig legal an der Plattenindustrie und den Verwertungsgesellschasften wie hierzulande der Gema vorbei zu arbeiten? Man soll nie nie sagen, aber ich nenne das einmal eine hohe Herausforderung.

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Nicht zuletzt steht und fällt ein solcher Dienst auch mit der Person Kim Dotcom. Ihm mag einiges zu Unrecht passiert sein, auf der anderen Seite ist der mehrfach vorbestrafte, gebürtige Deutsche auch kein Kind von Traurigkeit, wenn es darum ging, andere um ihre ihnen rechtlich zustehenden Einnahmen zu bringen. Ebenfalls sei hier erwähnt, wie er noch in diesem Jahr versuchte, den deutschen IT-Journalisten Torsten Kleinz mundtot zu machen. Man traut in heutigen Cloud-Zeiten vielen gesichtslosen Unternehmen seine Daten an. Davon lebt das Prinzip Cloud Computing in der Praxis: so genau will man es gar nicht wissen. Würdet ihr also auch einem derart beschriebenen Blatt wie Kim Dotcom eure Daten anvertrauen? Der zu besten Dotcom-Zeiten Investoren und Unternehmer um Millionen geprellt hat? Ich hätte da ein paar Bedenken.

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Jürgen Vielmeier ist Journalist und Blogger seit 2001. Er lebt in Bonn, liebt das Rheinland und hat von 2010 bis 2012 über 1.500 Artikel auf BASIC thinking geschrieben.