Sony stellt die Playstation 4 vor – ohne das Gerät zu zeigen

Robert Vossen

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dualshock

Das gibt es auch selten: Eine Produktvorstellung, bei der das vorzustellende Produkt überhaupt nicht gezeigt wird. Auch ein genaues Erscheinungsdatum und der Ladenpreis sind noch nicht bekannt. Das überbietet eigentlich fast die Posse um das WeTab. Doch Sony hat die neue Konsole in den letzten fünf Jahren entwickelt, immerhin um Weihnachten soll sie auf den Markt kommen. Sind wir mal großzügig und glauben das.

PS4 zieht mit der Konkurrenz gleich

Was erwartet den Kunden? Die PlayStation 4 soll mit einer x86-CPU und einem 8-Kern Grafikprozessor ausgestattet sein. Hinzu kommen 8 GB Arbeitsspeicher, ein DualShock 4 Controller mit Touchpad und eine 3D-Erkennungskamera. Das Feature, das ansatzweise bei der Nintendo Wii eingeführt wurde und mit Microsoft Kinect perfektioniert wurde. Nun zieht man also mit der Konkurrenz gleich.

Neben der Hardware setzt Sony auf Spiele aus der Cloud und will darüber hinaus den Nutzern ermöglichen, das Spiel ohne Unterbrechung auf dem handgerechten PS Vita weiterzuspielen. Viele Fans dürften aber wenig erfreut darüber sein, dass die PS4 keine Abwärtskompatibilität zu PS3-Spielen gewährt. Stattdessen hat der Game-Controller nun einen Teilen-Button, mit dem man Spielstände und Videos per Knopfdruck in die weite Welt hinausteilen kann. Wirklich innovativ ist das nicht.

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Sony fehlt die Vision für das Wohnzimmer

Dazu kommt, dass Sony eine Vision fehlt, wie die PlayStation zum medialen Mittelpunkt des Wohnzimmers werden soll. Denn schon lange sind Spielekonsolen nicht nur zum Daddeln gedacht, die Xbox macht vor, wie man sinnvoll Musik- und Filmangebote einbindet und somit zur ersten Anlaufstelle für die digitale Abendplanung wird.

Da Microsoft dieses Jahr auch vermutlich noch seinen Konsolennachfolger Xbox 720 vorstellen wird, könnte Sony schnell ins Hintertreffen geraten. Und noch ein anderer Wettbewerber könnte der PlayStation 4 die Party verderben: Apple TV. Noch ist man zwar keine Spielekonsole, doch das ließe sich ruckzuck ändern. Sobald Tim Cook ein Software Developer Kit für Apple TV veröffentlicht, iOS-Apps auf den TV-Bildschirm hievt und Entwicklern die beliebte 70/30-Umsazbeteiligung anbietet, wird es ungemütlich für Sony, Nintendo und Microsoft.

Noch ist das Spekulation und natürlich wird Apple TV in seiner jetzigen Form nicht mit der Prozessor- und Grafikleistung der Spielekonsolen mithalten können. Doch es gibt eben nicht nur Hardcore-Gamer – die Nintendo Wii hat das Potential für Gelegenheitsspieler aufgezeigt.

Fokussiert sich Sony auf Hardcore-Gamer?

Auf der anderen Seite werden natürlich auch weiterhin rechenintensive Spiele wie Call of Duty gekauft und gezockt – doch ob das der Massenmarkt ist, wage ich zu bezweifeln. Es scheint mir fast, als würde Sony den Braten riechen, dass sie im Massenmarkt kaum eine Chance gegen Microsoft und Apple haben und sich daher auf das Segment der anspruchsvollen Gamer konzentriert. Denn auch wenn man beim Presse-Event in New York keine Konsole vorzeigen konnte, so versuchte man die anwesenden Gäste mit Spiele-Trailern von der Grafikleistung der PlayStation 4 zu überzeugen.

Die PS4 wird nicht Sonys Vorherrschaft zurückerobern

Dennoch: So wird man sicherlich nicht die Vorherrschaft im Konsolenmarkt zurückerobern, die man mit dem Erfolg der PlayStation und PS2 über nahezu zehn Jahre inne hatte. Und auch wenn es kein feststehendes Gesetz ist, so hatte mit Ausnahme der PS1 und PS2 jede Spielegeneration einen neuen Marktführer – nach Atari, Nintendo, Sega und zweimal Sony verkaufte Nintendo mit der Wii die meisten Konsolen der letzten Generation.

Doch irgendwas sagt mir, dass der Marktführer der nächsten Generation entweder Microsoft oder Apple heißen wird, aber definitiv nicht Sony.

Bild (DualShock 3): Flickr / William Hook ( CC BY-SA 2.0)

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Robert Vossen hat erst Los Angeles den Rücken gekehrt und dann leider auch BASIC thinking. Von 2012 bis 2013 hat er über 300 Artikel hier veröffentlicht.