Google Keep: Ein digitales Notizbuch, das Evernote und Pinterest Probleme bereiten könnte

Robert Vossen

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google keep

Vor ein paar Tagen gab es schon die ersten geleakten Screenshots, nun ist die Katze aus dem Sack: Google steigt mit Google Keep in den Markt der digitalen Notizbücher ein und könnte – mal wieder – die Konkurrenz ärgern.

Digitale Notizen statt Post-Its am Kühlschrank

Das Konzept von Google Keep ist schnell erklärt: Anstatt den Kühlschrank mit Post-Its zu bekleben, soll man seine gedanklichen Einfälle und Ergüsse lieber in die App eintragen, die sich im Gegensatz zum gelben Notizzettel auch mit anderen Geräten synchronisieren und somit immer verfügbar sind, wenn man sie braucht.

Ein weiterer Vorteil der digitalen Gedankenhilfen: Man kann sie auch einsprechen und hat somit nie wieder ein Problem mit der eigenen Handschrift. Der Nachteil: Bislang ist der Service nur im Web und auf Android-Geräten ab der Version 4.0 Ice Cream Sandwich verfügbar. Es ist aber schwer davon auszugehen, dass Google Keep auch bald andere Plattformen unterstützt – vor allem natürlich iOS-Geräte.

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Evernote bekommt Konkurrenz

Spätestens dann wäre Google Keep eine ziemliche Gefahr für Evernote, vermutlich den Branchenprimus unter den Notizbuch-Diensten. Immerhin, wer dem Suchmaschinenkonzern nicht noch seine Gedanken anvertrauen möchte, hat mit Evernote & Co. weiterhin eine gute Alternative in petto.

Ich muss aber sagen, dass ich persönlich Evernote immer weniger benutze. Das Design fand ich noch nie wirklich intuitiv und habe es eher eingesetzt, um Vorlesungen oder Texte zusammenzufassen. Kleinere Dinge – das Geschenk für einen Freund, die Erinnerung, das Salz im Supermarkt nicht zu vergessen – mache ich über die iPhone Erinnerungs-App.

Damit könnte die Chance für Evernote darin liegen, sich noch mehr als digitale Studien- und Projekthilfe denn als kleines Notizbuch zu positionieren, doch Google könnte auch dort zur Konkurrenz werden. Ein Hinweis darauf ist, dass über die Google Drive-Integration auch längere Notizen, Fotos und Anhänge gespeichert werden sollen, die sich mit einer „superschnellen Such-Funktion“ einfach finden lassen. Und wenn Google etwas kann, dann suchen.

Pinterest könnte Konkurrenz bekommen

Noch fehlen bei Google Keep aber noch Funktionen wie Webseiten zu speichern oder Texte aus Bildern zu extrahieren. Aber das heißt ja nicht, dass eine OCR-Texterkennung und weitere Features nicht noch kommen können. Besonders mit einer Art Teilen-Funktion würde man so nämlich auch zum Konkurrenten von Pinterest werden.

Denn das Social Network ist sozusagen ein persönliches schwarzes Brett, an dem man interessante Dinge anpinnt und der Welt mitteilt, welches Kleid oder Möbelstück sich man als nächstes kaufen möchte. Greift man die Idee bei Google auf, jedes Suchergebnis aus der Google-Suche an so ein „Brett“ in Google Keep pinnen zu können und auf Google Plus zu teilen, wird daraus mehr oder weniger Pinterest.

Google Keep hat viel Potential

Noch ist Google Keep davon weit entfernt, doch Pinterest wird sicherlich ein Auge darauf werfen, was der Suchmaschinenkonzern mit dem digitalen Notizbuch so anstellt. Und Google weiß natürlich, dass Pinterest zumindest in den USA als sehr attraktiv wahrgenommen wird. Kombiniert mit der im Vergleich zu Facebook öffentlichen Struktur von Google Plus ließe sich mit einer solchen Funktion und auch der Verknüpfung mit YouTube die Attraktivität des eigenen Netzwerks sicherlich weiter steigern.

Google Keep ist meiner Meinung nach also vorerst eher ein kleiner, bescheidener Anfang, der – kombiniert mit anderen Google-Diensten – zur Konkurrenz für viele unterschiedliche Wettbewerber werden könnte. Die iOS-Version wird der vermutlich (und hoffentlich) der nächste Schritt sein.

Bild: Google

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Robert Vossen hat erst Los Angeles den Rücken gekehrt und dann leider auch BASIC thinking. Von 2012 bis 2013 hat er über 300 Artikel hier veröffentlicht.